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Vergleich: Opel Ampera gegen Toyota Prius

Opel Ampera Toyota Prius
Zwei Hybride im Vergleich: Wer beherrscht den komplizierten Technik-Mix besser? Der Opel Ampera oder der Toyota Prius Plug-in? Wo liegen die Unterschiede? Und wie wirken sie sich auf den Fahrbetrieb aus?
Bild: Toni Bader
Opel Ampera
Opel legt Wert darauf, dass der Ampera wie das Schwestermodell Chevrolet Volt ein reines Elektrofahrzeug ist. Vortrieb gibt es nur, wenn der elektrische Antrieb (bestehend aus E-Motor plus kombiniertem Elektromotor/Generator) läuft. Ist die Batterie leer, zündet die Ottomaschine ...
Bild: Toni Bader
Opel Ampera
... und fungiert als "Range Extender" (Reichweitenverlängerer), indem sie die Stromspeicher auflädt. Bei höherem Tempo treiben aber nicht nur die beiden Elektromotoren die Vorderachse an, sondern auch der 1,4-Liter-Vierzylinder über eine mechanische Verbindung. Genau genommen ist der Ampera ein Plug-in-Hybrid.
Bild: Toni Bader
Toyota Prius
Fast exakt das Gleiche wie der Opel macht der Toyota Prius, der in seiner aktuellsten Form das Prädikat "Plug-in-Hybrid" explizit im Modellnamen trägt. Anders als der normale Prius hat er wie der Ampera eine Lithium-Ionen-Batterie an Bord, ...
Bild: Toni Bader
Toyota Prius
... die mit einem Kabel an einem 230-Volt-Haushaltsanschluss mit Strom geladen wird. Nach zwei Stunden Ladezeit sind 4,4 Kilowattstunden im Speicher, ...
Bild: Toni Bader
Toyota Prius
... und der Toyota lässt sich rund 20 Kilometer bis zu Tempo 90 rein elektrisch bewegen. Ein großer Fortschritt gegenüber dem Normal-Prius. Der kostet zwar rund 10.000 Euro weniger, schafft aber nur wenige Kilometer im Schneckentempo mit purem Elektroantrieb.
Bild: Toni Bader
Toyota Prius
Gleich drei Schalter helfen dem Prius-Fahrer, um den Antrieb möglichst effizient einzusetzen: HV/EV-Modus, EV-City-Modus und Eco-Modus. Beim Test mit gedrückter City-Taste ...
Bild: Werk
Toyota Prius
... erzielte er eine Stadt-Reichweite von 20,5 Kilometern. Das langt für Kurzstrecken, um den Prius als Elektroauto einzusetzen.
Bild: Toni Bader
Toyota Prius
Auf längeren Touren schaltet sich der 1,8-Liter-Vierzylinder zu, sorgt für Vortrieb und lädt gleichzeitig die Batterie. Der Durchschnittsverbrauch in der Stadt beträgt nur 2,63 Liter, die Kosten pro 100 Kilometer inklusive der Stromladung liegen bei 5,29 Euro.
Bild: Angelika Emmerling
Opel Ampera
Für den Ampera-Fahrer fällt die Stromrechnung höher aus. Der Opel hat eine größere Batterie und speichert 16 Kilowattstunden in einem halben Tag an der Steckdose, ...
Bild: Toni Bader
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... folglich schaffte er bei unserer innerstädtischen Testfahrt auch 70,2 Kilometer im E-Betrieb. Wer also Wert auf möglichst große E-Reichweite legt, muss den Ampera kaufen. Wie beim Toyota gibt's mehrere Antriebsprofile. Neben dem Normal-Modus ...
Bild: Toni Bader
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... gibt es eine Sport- und eine Gebirgseinstellung, außerdem die Funktion "Halten". Dann schont der Ampera seine Batterie, ...
Bild: Toni Bader
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... und der Benzinmotor läuft. Das ist etwa dann sinnvoll, wenn man auf der Autobahn fährt und erst später in der Stadt elektrisch unterwegs sein möchte. Der Opel fährt sich insgesamt dynamischer als sein Konkurrent. Mächtig reißt ihn der E-Motor nach vorn ...
Bild: Toni Bader
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... und erzeugt Sportwagen-Feeling. Ob beim Ampelstart, Überholen oder auf der kurvigen Landstraße – der Ampera elektrisiert. Mit spontan ansprechender Lenkung und jederzeit williger Gasannahme wirkt er bis Tempo 100 sehr agil. Erst bei höheren Geschwindigkeiten lässt sein Vorwärtsdrang nach.
Bild: Toni Bader
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Das Schöne am Ampera-Konzept: Auch wenn bei leerer Batterie der Ottomotor anspringt, schießt der Opel immer mit dem bulligen E-Drehmoment von maximal 370 Newtonmetern nach vorn.
Bild: Toni Bader
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Aber: Im Range-Extender-Modus ist der Opel alles andere als sparsam, genehmigt sich 7,19 l/100 km auf der AUTO BILD-Normrunde. Seine Anschaffung ergibt nur Sinn, wenn er überwiegend elektrisch betrieben wird. Oder wenn man Spaß will.
Bild: Toni Bader
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Nicht so spaßig, aber deutlich günstiger: Im Benzinbetrieb mit leeren Batterien und ohne Nachlademöglichkeit brauchte der Prius auf der AUTO BILD-Normrunde 5,02 Liter pro 100 Kilometer – und er ist in der Anschaffung fast 10.000 Euro günstiger als der Ampera.
Bild: Toni Bader
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Durchaus laut: Bei voller Beschleunigung schaltet sich der Vierzylinder des Prius Plug-in voller Getöse zu. Der Kraftfluss wirkt so indirekt wie die Lenkung.
Bild: Toni Bader
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Außerdem rollt der Toyota herzhafter über schlechte Straßen. Autos, die eine strenge Sprit-Diät halten, müssen halt Abstriche machen.
Bild: Toni Bader
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Stichwort Waage: Leichtgewichte sind beide Autos angesichts ihrer schweren Batterien nicht. Der Prius wiegt 1,5 Tonnen, der Ampera sogar 1744 Kilo. Das verringert seine Zuladung auf lächerliche 256 Kilo. Mit vier Personen à 70 Kilo an Bord ist der Opel also schon überladen. Dem Prius sind immerhin 326 Kilogramm zuzumuten.
Bild: Toni Bader
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Beim Kofferraumvolumen liegt der Opel ebenfalls hinten. Er verpackt zwischen 310 und 1005 Liter, ...
Bild: Toni Bader
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... während der Prius fürs Gepäck immerhin zwischen 403 und 1503 Liter Volumen bietet. 
Bild: Toni Bader
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Auch das Raumangebot ist insgesamt besser: Im Fond des Prius gibt es drei ordentliche ...
Bild: Toni Bader
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... statt nur zwei enge Sitzplätze wie im Opel Ampera.
Bild: Toni Bader
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Zwei große Anzeigen lassen eine Vielzahl von Infos auf den Ampera-Fahrer einstürmen. Das Cockpit wirkt hochwertig und hat was von einem Airbus.
Bild: Toni Bader
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Der Arbeitsplatz des Plug-in-Modells gleicht dem des normalen Prius. Im Cockpit gibt es viele futuristische Anzeigen. Aber leider auch reichlich Hartplastik.
Bild: Toni Bader
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Platz zwei mit 460 von 700 Punkten: Der Hoffnungsträger Opel Ampera hat es nicht leicht – erst Brände nach Crashversuchen in den USA, ...
Bild: Toni Bader
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... dann sehr schleppender Verkauf und nun eine deutliche Niederlage gegen das Alternativmodell von Toyota. Elektro-Fahrspaß allein reicht eben nicht.
Bild: Toni Bader
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Platz eins mit 488 von 700 Punkten: Die Japaner sind Pioniere der Hybridtechnik. Ihre Erfahrung merkt man dem Plug-in-Prius an. Die Kombination und Abstimmung ... 
Bild: Toni Bader
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... zwischen Elektro- und Ottomotor ist ausgefeilt und effizient. Der Prius fährt insgesamt nicht nur günstiger, sondern bietet außerdem erheblich mehr Nutzwert.
Bild: Toni Bader
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Das Fazit vor AUTO BILD-Redakteur Jörg Maltzan: "Mit Saft aus der Steckdose fast lautlos durch die Stadt zu stromern hat seinen Reiz. Anders als bei reinen Elektroautos braucht der Fahrer mit Prius Plug-in und Ampera ...
Bild: Toni Bader
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... keine Angst zu haben, mit leerer Batterie liegen zu bleiben. Zum typischen Kurzstreckenpendeln vom Land in die Stadt taugt der Opel besser. Sein Ottomotor ist ein Notstromaggregat. Springt es an, läuft der Ampera leider ineffizient, ...
Bild: Toni Bader
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... ineffizienter als der Prius jedenfalls. Der Toyota ist der viel bessere Allrounder. Er wirkt ausgereifter und damit überzeugender."
Bild: Toni Bader