1571 Euro Differenz liegen zwischen den beiden Mega-SUV. Kann der teurere Porsche Cayenne Turbo S den Audi Q7 mit V12 TDI auch sonst auf Abstand halten?
Die 1,1 Liter mehr Hubraum und 250 Nm mehr Drehmoment bringen dem Audi Q7 keine Vorteile, denn der 242 Kilogramm leichtere Porsche mit dem V8-Turbobenziner zieht beim Beschleunigen vorbei.
Fahrleistungen und Fahrverhalten sind im Porsche überragend. Sein enormer Benzinverbrauch aber schmerzt. In unserem Test liefen 21,9 Liter auf 100 km durch den V8.
Der Audi zeigt sich mit 15,3 Liter genügsamer, gar sparsam. Mit seinem 100-Liter-Tank schafft er gut 200 km mehr als der Cayenne, mit ebenfalls 100 Liter im Tank.
Der Ziffern/Zahlen-Block macht auch bei Unwissenden Eindruck. Der V12 hat knapp sechs Liter Hubraum. 1000 Newtonmeter glatt werden an alle vier Räder gereicht.
Zwei Meter misst der Q7 in der Breite. Durch seine 15 Zentimeter mehr Radstand und ...
... 26 Zentimeter mehr Gesamtlänge bietet der Audi mehr Platz als der Porsche. Das macht sich vor allem beim Gepäckraum bemerkbar.
Beeindruckend unbeeindruckend: der 500 PS starke V12 versteckt sich unter Plastik.
Das Cockpit weicht keinen Millimeter von gewohnten Audi-Tugenden ab. Der V12-Turbodiesel wummert auch im Innenraum überraschend vernehmlich.
Auf bis zu 245 mm Bodenfreiheit fährt die Luftfederung auf Kommando hoch.
Die Ledersitze gibt es im Q7 serienmäßig ab Werk. Eine Memory-Funktion kostet 540 Euro Aufpreis.
Die Länge des Audi bietet hinteren Passagieren ausreichend Kniefreiheit.
Da geht ordentlich was rein. Die ebene Ladefläche wird von den inneren Radhäusern kaum eingeschränkt.
Nur beim Audi Q7 V12 TDI ist die elektrisch öffnende Heckklappe serienmäßig.
Keine Angst vor großen Namen. Den Cayenne gibt es länger als den Q7. Den Turbo S seit 2005.
Mit knapp zwei Meter Breite entsteht der Cayenne im Rohbau gemeinsam mit dem VW Touareg, in Bratislava. Die V8-Motoren kommen aus Stuttgart. Endmonatge ist in Leipzig.
Mehr Bodenfreiheit und die höhere Frontschürze lassen den Cayenne im Gelände besser aussehen als den Audi.
Unter der Haube wummert ein 4,8-Liter-V8 mit 550 PS und 750 Newtonmeter Drehmoment.
Im Cayenne-Cockpit gibt sich der V8-Turbobenziner leise und erinnert an einen startenden Linienjet
Per Drehregler ermöglicht die Luftfederung im Porsche bis zu 270 Millimeter Bodenfreiheit.
Einfache Bedienung: hoch- oder runter. Drei Fahrmodi (Komfort, Normal, Sport) lassen sich per Tastendruck einstellen.
Im Cayenne Turbo S sitzt man auf Ledersitzen mit serienmäßiger Memory-Funktion.
Hinten herrschen nicht ganz die Platzverhältnisse des Q7. Zwei Personen sitzen bequem, die dritte nicht.
Die tiefe Ladekante ist angenehm, die Ladefläche eben. Insgesamt ist der Laderaum im Cayenne Turbo S aber kürzer als im Q7.
Man kann nicht alles haben, auch wenn man entsetzlich viel Geld hat. Denn der Benziner-Porsche rennt zwar wie der Teufel los, säuft aber. Und der Diesel-Audi zieht zwar wie ein Ochse an, spuckt aber trotz weniger Verbrauch mehr Schadstoffe aus. Was also tun? Beide kaufen, aber selten fahren.
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