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Vergleich: Skoda Octavia gegen VW Passat

Skoda Octavia VW Passat
Wenn am 15. Februar 2013 die dritte Generation des Skoda Octavia auf den Markt kommt, dürfte sich der eine oder andere Kunde fragen: Muss es unbedingt der teure VW Passat sein, oder reicht nicht auch der deutlich günstigere Skoda? Ein Vergleich gibt die Antwort.
Skoda Octavia VW Passat
Schon beim ersten Aufeinandertreffen fällt auf: Der Octavia hat spürbar an Format gewonnen. Länge, Breite, Radstand – Skodas Bestseller hat Mittelklasseformat erreicht.
Skoda Octavia
Beim Platzangebot kann der neue Octavia locker mit dem bekannt großzügigen Passat mithalten. Zumindest in Reihe eins, ...
VW Passat
... denn im Fond ist der Volkswagen dann doch noch eine halbe Nummer größer. Selbst Redakteur Stefan Voswinkel (zwei Meter groß) sitzt bequem.
Skoda Octavia
Auch der Skoda zwickt nirgends wirklich. Selbst große Passagiere sitzen bequem. Der Octavia ist mit seinem Platzangebot in der Mittelklasse angekommen. Auch hier reicht der Raum aus.
Skoda Octavia VW Passat
Beim Kofferraum hingegen punktet der Tscheche. Sein Gepäckraum ist nicht nur größer, sondern dank niedrigerer Ladekante und großer Heckklappe auch besser zu beladen, ...
Skoda Octavia
... dazu kommen nette Details wie klappbare Haken zum Befestigen von Tragetaschen oder ein Wende-Ladeboden, dessen Rückseite gummiert ist. Ins Skoda-Heck passen zwischen 590 und 1580 Liter, ...
VW Passat
... während der Passat-Kofferraum 565 Liter schluckt.
VW Passat
Im Cockpit wird der Altersunterschied der Konzernbrüder besonders deutlich. Der Passat ist bereits seit 2005 auf dem Markt. Er wurde 2010 aufgefrischt, doch er ist spürbar in die Jahre gekommen. Bedienung und Qualitätsanmutung sind zwar einwandfrei, ...
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... das Multimediasystem wirkt allerdings veraltet.
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Skoda hingegen kann auf einen neu entwickelten Elektronikbaukasten mit bis zu acht Zoll großen Displays zurückgreifen. Das neue System arbeitet schneller, die Navigation gefällt mit feiner Kartengrafik.
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Keine Unterschiede gibt es bei der Verarbeitung – und den verwendeten Materialien. Die bei beiden im oberen Bereich des Cockpits weich geschäumt sind, unterhalb des Handschuhfachs wird jedoch billiges Hartplastik verbaut.
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Im Gegensatz zu VW hat es sich Skoda verkniffen, eine elektrische Handbremse zu verwenden, und setzt lieber auf einen konventionellen Hebel.
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Erst einmal in Fahrt, fällt schnell auf, dass der Octavia leichter ist als der Passat. Obwohl sein 1,6-Liter-Turbodiesel mit 105 PS exakt gleich viel leistet wie der des Passat, beschleunigt er temperamentvoller.
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Dazu kommt, dass der Motor im Skoda trotz gleichen Hubraums neu konstruiert ist, seine maximale Leistung bereits bei 3000/min erreicht – und damit 1400 Umdrehungen früher als der Motor im VW.
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Abzüge handelt sich der Octavia für sein Getriebe ein. Es muss mit fünf Gängen auskommen. Entsprechend größer fallen die Drehzahlsprünge beim Gangwechsel aus.
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Den Fahrwerten schadet das jedoch nicht. Bei beiden reicht die Leistung im Alltag völlig aus, auch dank des hohen Drehmoments von 230 (Octavia) und 250 (Passat) Newtonmetern schon knapp über der Leerlaufdrehzahl.
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Beim Verbrauch macht sich die Gewichtsreduzierung des Octavia um bis zu 102 Kilogramm gegenüber dem Vorgänger bemerkbar. Der Skoda kommt im Test mit vorbildlichen 4,5 Liter Diesel 100 Kilometer weit. Der Passat verbrauchte auf unserer Testrunde einen halben Liter mehr.
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Bei der Abstimmung der Fahrwerke verfolgen die Hersteller unterschiedliche Philosophien. Volkswagen legt den Passat betont komfortabel aus. Er schluckt kleine Stöße ebenso gekonnt wie lange Wellen – ohne schaukelig zu wirken. Noch immer eines der besten Mittelklasse-Fahrwerke.
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Der Skoda hingegen – basierend auf der Kompakt-Plattform des Golf – ist straffer abgestimmt. Vor allem bei kleinen Unebenheiten kommt schneller Unruhe ins Auto. Nicht wirklich dramatisch oder nervig. Immerhin werden die Tschechen erstmals gegen Aufpreis ein verstellbares Fahrwerk anbieten, das mehr Komfort verspricht.
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Lange Wellen schluckt der Skoda dank seinem langen Radstand auch mit dem Serienfahrwerk ähnlich gut wie der Passat. Vorteile bietet die sportlichere Auslegung des Skoda beim Fahrverhalten. Der Octavia fährt sich leichtfüßiger, umrundet Kurven ohne große Seitenneigung.
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Der Passat wirkt limousiniger – und schwerfälliger.
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Und die Preise? Bereits im Grundpreis liegt der Tscheche rund 4200 Euro unter dem Passat, obwohl er als "Elegance" mit serienmäßiger Klimaautomatik, Radio und Aluminiumrädern ähnlich gut ausgerüstet ist. Bei der Sicherheitsausstattung hat der Octavia ...
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... mit serienmäßigem Knieairbag, aktiver Motorhaube und Multikollisionsbremse sogar die besseren Argumente. So gewinnt er auch die Gesamtwertung klar. Der Abstand des neuen Octavia zum Passat fällt überraschend deutlich aus.
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Platz zwei mit 504 von 700 Punkten: Der VW Passat (hier als 1.6 TDI) gehört immer noch zu den besten Mittelklasse-Limousinen – das zeigt das Ergebnis von über 500 Punkten. Im direkten Vergleich zeigt sich jedoch auch: Der VW ist in die Jahre gekommen.
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Platz eins mit 520 von 700 Punkten: Skoda ist mit dem Octavia (im Test der 1.6 TDI) ein großer Wurf gelungen. Die Limousine bietet ordentlich Platz und Technik aus der Oberklasse, bleibt aber trotzdem bezahlbar. Das straffe Fahrwerk ist Geschmackssache.
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Das Fazit von AUTO BILD-Redakteur Stefan Voswinkel: "Die Sensation ist perfekt – wenn es denn eine ist: Der neue Skoda Octavia gewinnt im ersten Vergleichstest gegen den VW Passat. Und zwar souverän. Er ist ähnlich groß, aber sparsamer, ...
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... und er bietet dabei bessere Fahrleistungen. Dazu kommen die deutlich günstigeren Preise. Auffällig beim ausgewogenen Passat: Er ist nicht mehr der Jüngste."