Chrysler Crossfire Roadster, BMW Z4 3.0i, Honda S2000 und Nissan 350Z Roadster: die schärfsten Windmaschinen des Sommers.
Der Nissan liegt hart und exakt, aber nicht vollkommen erbarmungslos. Preis: 36.500 Euro.
Der BMW fegt gierig und agil um die Kurven, lenkt aber manchmal etwas eckig.
Der Crossfire fährt lässig und entspannt. Mit dem Ami läßt es sich schön cruisen.
In zu schnellen Kurven kommt das Heck des Honda gern mal gewaltig. Und das alles passiert ohne Netz und doppelten Boden, denn ESP gibt es nicht.
Sehr ansehnliche Cockpit-Optik im Z4. Die Alu-Feinschliff-Leisten sind beim 3,0-Liter Serie.
Tempo-Limit: Am endlosen Strand von Rømø durften die vier Roadster nur maximal 30 km/h schnell fahren.
Die machen mächtig Wind: die offenen Roadster von Honda, Chrysler, BMW und Nissan (von links) im Formationsflug am Strand.
Das Design des Z4 dürfte immer noch ein Streitpunkt sein. Vor allem an der durchhängenden Flanke scheiden sich die Geister.
Das Heck ist die Schokoladenseite des BMW. Der Z4 hat einen relativ bescheidenen Auspuff. Preis des Bayern: 39.900 Euro.
Der Dreiliter-Reihen-Sechser (231 PS) ist uns ja schon bei vielen Gelegenheiten positiv aufgefallen, im Z4 spielt er eine Traumrolle. Er dreht wie stets samtweich und sahnig, hat besonders bei hohen Drehzahlen richtig Kraft.
Nur für Softies: das aufsteckbare Windschott zwischen den Bügeln (230 Euro).
Im BMW sitzt man etwas eingeklemmt fast auf der Hinterachse. Unsere Meßwerte sagen aber, daß der Z4 nach dem Nissan noch der Geräumigste in diesem Vergleich ist.
Kaum zu glauben, aber 240 Liter Kofferraumvolumen bedeuten in diesem Test Bestwert.
Statt Kiemen gibt es beim BMW Z4 einen schicken Blinker an der Flanke.
Bis zu mittlerem Tempo streicht der Wind zahm übers Haupt, ehe er dann bei hoher Geschwindigkeit doch wild ins Cockpit bricht.
Ungewöhnlich hohes Heck, aus den Rohren des Nissan 350Z Roadster bollert es gewaltig.
Der 3,5-Liter-Motor des Nissan ist ein kraftstrotzendes Tier mit 280 PS.
Wenn auch die Kunststoffe alle irgendwie abwaschbar aussehen – der Nissan ist mit viel Liebe zum Detail gebaut.
Die Instrumente im Motorrad-Stil bewegen sich mit dem verstellbaren Lenkrad auf und ab.
Rechts gibt es noch drei schöne Rundinstumente mit Voltmeter, Öltemperatur und einem kleinen Display für den Bordcomputer.
Weiches, cognacfarbenes Leder schmeichelt der Hand. Da macht das Schalten doch gleich noch mehr Spaß.
Der Nissan bietet in seiner Kanzel den meisten Platz – wobei das relativ ist, denn es ist eben nur am wenigsten eng hier.
Platz für Krimskrams: Ablagefächer hinter den Nissan-Sitzen.
Strandklamotten und sonst nichts: Kümmerliche 130 Liter passen ins Heck des 350Z Roadster.
Beim Crossfire zirkelt noch eine Kugelumlauflenkung so gut es eben geht – der schicke Ami fährt ja mit der Technik des ersten Mercedes-Benz SLK. Preis: ab 38.400 Euro.
Das Heck soll an Bootsformen erinnern. Schön: das Doppel-Endrohr des Crossfire Roadster.
Der 3,2-Liter-V6 mit 218 PS brabbelt heiser und sonor, zieht schön aus dem Keller. Er hat viel Dampf bei mittleren Touren und ist durchaus nicht langsam, aber ohne jede Hektik.
Innen geht es sehr eng zu – und leider auch recht lieblos: Der Crossfire hat einfach eine bessere Verarbeitung und hochwertigere Kunststoffe verdient.
Interieur vom alten Mercedes-Benz SLK. Kein echtes Alu, nur angestrichener Kunststoff.
In den winzigen Kofferraum passen 190 Liter, mit offenem Verdeck gar nur noch 104. Dazu ...
... muß das Abteil abgeteilt werden.
Gut getäuscht: Die Kiemen an der Crossfire-Flanke sehen gut aus, sind aber nur Attrappe.
Nicht jedermanns Geschmack, aber muß sein: Der Heckspoiler fährt bei 100 km/h aus, bei 60 km/h wieder ein.
Wer will, kann den Spoiler auch per Knopf ausfahren.
Der Honda trägt kein Gramm Speck auf der Hüfte, steht schlank und grazil auf der Straße. Die Schnauze spitz wie der Kopf einer Kobra, ähnlich giftig stößt der S2000 auch zu. Der ...
... irrwitzige Zweiliter-Vierzylinder (240 PS) dreht wie entfesselt bis ...
... knapp unter 10.000 Touren, bei 9000 beginnt der rote Bereich.
Wirklich schade ist nur, daß der Motor einfach nicht klingt – in einer Zeit, in der jeder Staubsauger vom Soundingenieur abgestimmt wird.
Die Lenkung spricht ultradirekt an, wirkt aber so künstlich wie an der Spielkonsole. Der Geradeauslauf entspricht dem eines Kite-Buggys bei wechselnd böigem Wind. Den S2000 gibt es ab 36.150 Euro.
Eine Geschmacksfrage ist sicherlich die Inneneinrichtung des Honda S2000. Das Lenkrad ist nicht verstellbar, ...
... links davon ist der Starterknopf untergebracht.
Nur ein paar Zentimeter weniger, und man müßte draußen bleiben, so winzig ist die Kanzel.
Kofferraum? Mit dem Seesack ist die 143-Liter-Luke fast voll.
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