Schaufenster der Eitelkeiten: Volvo mit Glasheckscheibe, Mini mit steilem Po: Die beiden Szenegänger ...
... Volvo C30 1.6D und Mini Cooper D teilen nicht nur ihr Dieselherz, sondern dürften auch noch exakt die gleiche Zielgruppe ansprechen.
Rational? Egal! Typen wie Mini und C30 werden mit dem Bauch gekauft, nicht mit dem Kopf.
Zwei Autos, ein Motor: Der Diesel stammt von Peugeot. Sowohl im C30 als auch im Mini holt er aus 1,6 Litern Hubraum 109 PS und 240 Nm Drehmoment. Das bessere Gesamtpaket bietet ...
... in diesem Vergleich allerdings der Volvo C30. Für den durchgestylten Schweden sprechen seine umfangreichere Ausstattung und das bessere Platzangebot.
In Fahrt fühlt sich der Volvo behäbiger an als der Mini. Das ist auch messbar: Für den Sprint auf Tempo 100 braucht der C30 11,3 Sekunden und ...
... erreicht maximal 190 km/h – in Sachen Fahrleistungen ist der Engländer vorne.
Optik mit Stammbaum: Der Volvo ist auf den ersten Blick als solcher zu erkennen. Das gilt für den Blick von vorne, ...
... als auch für die Heckansicht. Das ist die Schokoladenseite des C30 – nicht umsonst erinnert die große Glasklappe am Heck an den berühmten "Schneewittchensarg" P 1800 ES.
Schlicht schön: Die Sitze sind weicher gepolstert als im Mini, stützen sehr gut. Für 830 Euro Aufpreis lässt sich der Fahrersitz elektrisch verstellen. In der Topausstattung "Summum" gibt es das gratis.
Bei der Gestaltung des Cockpits orientieren sich die Skandinavier an ihrer aktuellen Designlinie. Vor allem die ...
... "schwebende" Mittelkonsole kennt man schon vom S40 und vom V50.
Klar gegliedert: Das Cockpit wird von zwei großen, gut ablesbaren Rundinstrumenten dominiert.
Eigenwillige Bedienung: Am Lenkrad sitzt die Steuerung für das Navigations-Gerät.
Einfach, gut und bewährt: Der C30 wird mit dem Zündschlüssel gezündet.
Gleicher Motor, anderes Getriebe: Im C30 reichen fünf Gänge, um die Kraft auf die Vorderräder zu verteilen.
Hier stirbt der tote Winkel: Eine Kamera im Rückspiegel schaut nach hinten und warnt vor dem Ausscheren, wenn sich ein Fahrzeug nähert.
Wer schaut denn da hin? Die Aufforderung zum Schließen des Sicherheitsgurtes platziert Volvo zwischen den Lampen im Dachhimmel.
Erstaunlich geräumig: Hinten sitzt es sich auf den beiden leicht in die Mitte versetzten Einzelsitzen recht bequem.
Der Gepäckraum unter der Glasklappe fasst nur 251 Liter – ist im Vergleich zum Mini aber immer noch groß. Durch umlegen der Rücksitze lässt sich das Volumen auf 894 Liter vergrößern.
Teurer Schwedenstahl: Mit dem 109 PS starken Peugeot-Diesel kostet der kompakte C30 mindestens 21.500 Euro.
Der zweite Platz geht an den Mini. Der Engländer punktet mit superagilem Fahrverhalten, aber leider fehlt serienmäßig ein ESP.
Dank seiner Overboost-Funktion holt der Cooper D kurzfristig 20 Nm mehr Drehmoment aus dem Motor als der Volvo. Zusammen mit dem geringeren Fahrzeuggewicht schlägt sich das in den Fahrleistungen nieder: In 10,2 Sekunden geht es auf Tempo 100, ...
... bei 195 km/h stößt der Mini gegen die Fahrtwindbarriere.
Auch nach dem Generationswechsel Ende 2006 ist sich der Mini optisch treu geblieben. Die Änderungen im Vergleich zum Vorgänger fallen kaum ins Auge. Die Blinker wurden in die Scheinwerfer integriert, ...
... am Heck hat Mini die Form der Rückleuchten behutsam überarbeitet. Was den Fans gefallen dürfte: Der Diesel ist jetzt auch ein echter Cooper und heißt nicht mehr nur schlicht "One D".
Schwarzweiß-Denken: Die Sitze im Mini bieten viel Seitenhalt, aber eine etwas kurze Beinauflage. Die Rückenlehnenverstellung zwischen Sitz und Armlehne nervt.
Runde Sache: Das Cockpit kreist alles ein. Für Instrumente und ...
... sonstige Designelement im Innenraum gilt: bloß keine Ecken und Kanten.
Multifunktionspizza: Der Tacho im XXL-Format zeigt nicht nur die Geschwindigkeit an, sondern beherbergt je nach Ausstattung auch noch die Bedienung für Radio und Navigationssystem.
Durchgestylt: Das ungewöhnliche Schalterdesign findet der Mini-Pilot sowohl auf der Mittelkonsole ...
... als auch am Dachhimmel wieder.
Der Mini macht die Mode mit: Der auffällig laut dieselnde Vierzylinder wird per Knopfdruck gestartet.
Einer mehr: Anders als im Volvo vertraut Mini bei der Kraftverteilung einem manuellen Sechsgang-Getriebe.
Etwas klein geraten: Das Handschuhfach im Cooper D trägt seinen Namen absolut zu Recht.
Das kann man sich sparen: Die 160 Euro Aufpreis für die Armlehne lohnen nicht. Meist ist sie im Weg, und mit scharfen Kanten drohen Kratzer.
Auf den Rücksitzen macht der Hersteller seinen Namen zum Programm: Hinten sitzt es sich im Cooper D wirklich nicht gerade luftig.
Bescheiden: Hinter der Heckklappe warten 160 Liter Stauraum, die auf maximal 680 Liter vergrößert werden können.
Mit seinem günstigeren Anschaffungskosten reicht es zum Preis-Leistungs-Sieg: Für einen Cooper D verlangt Mini in der Grundausstattung 19.400 Euro.
Für AUTO BILD-Redakteurin Margret Hucko steht fest: "Ob Mini oder Volvo – die Entscheidung fällt mit dem Geschmack, nicht mit der Technik. Der eine liebt das Schlichte, der andere das Klassische. Der eine fährt bequem, ...
... der andere sportlich. Obwohl sich beide die wichtigste Komponente teilen: den Diesel. Aber selbst der entwickelt in beiden Modellen einen ganz individuellen Charakter."
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