Volvo fährt in Sachen Elektro zweigleisig. Der
C30 PEV rollt als reiner Stromer vor, ein (geplanter) V60 soll als Diesel-Hybrid kommen. Am Rande einer Testfahrt mit dem Prototypen des C30 PEV (pure electric vehicle) ...
... erklärte Lennart Stegland, bei
Volvo Leiter der Abteilung Special Cars, gegenüber AUTO BILD: "Wir werden im Frühjahr 2011 mit der Kleinserienfertigung des C30 PEV beginnen."
Nach einem zwei Jahre dauernden Feldversuch sollen dann ab 2013 pro Woche zehn E-Autos eines völlig neuen Modells gebaut werden. Damit wäre
Volvo zwar spät dran, die Schweden, ...
... die von
Ford gerade an den chinesischen Hersteller Geely verkauft wurden, setzen aber vor allem auf eine typische Qualität, für die die Marke immer stand: Sicherheit. "Wir gehen da keine Kompromisse ein", so Stegland.
Die luftgekühlten Akkuzellen eines US-amerikanischen Zulieferers sollen bei einem Unfall auf keinen Fall eine Gefahr für die Insassen oder Passanten darstellen. Dafür hat Volvo bereits den Prototypen des
C30 PEV aufwendigen
Crashtests unterzogen.
Bei dem C30 PEV sitzt ein Batteriepack mit zwölf kWh Kapazität im ehemaligen Tank und ein gleichgroßes Akkupack im Mittelschacht, der dafür extra ein paar Zentimeter verbreitert wurde. Bei einem gezielten Crash mit 50 km/h gegen einen Pfeiler blieben alle Akku-Einheiten heil.
Der 82-kW-Motor treibt die Vorderräder an. Insgesamt ist der C30 PEV rund 150 Kilo schwerer als das Serienmodell mit Verbrennungsmotor.
Bei der Fahrt auf dem Volvo-Testgelände bei Göteborg zeigt sich der C30 PEV sehr komfortabel, was an der geänderten Feder-Dämpfer-Einheit liegt.
Die Testfahrt macht richtig Spaß, obwohl der Stromer auf 130 km/h begrenzt ist und ein Spurt aus dem Stand bei Tempo 110 endet.
Hinter einer Plastikklappe vorn im Kühlergrill sitzt ...
... der Anschluss für das Ladekabel, ...
... das einfach nur angedockt werden muss, damit der Stromer neuen Saft erhält.
Die Sitze sind hell und garantiert nicht aus Leder, damit es im Fahrzeug nicht noch wärmer wird und die Klimaanlage auch mal aus bleiben kann.
Überhaupt weist eine Analoganzeige im Cockpit darauf hin, wie viel Strom zusätzliche Verbraucher gerade verschlingen.
Ein neues Info-System mit digitalen Anzeigen zu Verbrauch, Reichweite usw. fehlt in dem Prototypen noch, kommt aber in der Serie.
Der knubbelige Wahlhebel hat nur drei Stufen: Fahren, Parken, Rückwärts.
Sämtliche E-Autos werden später in jenem weiß-blauen Design verkauft werden, in dem auch unser Testwagen lackiert ist.
LED-Tagfahrleuchten kommen mit fünf Watt aus statt den 110 der normalen Lampen. All das spart.
So hatte AUTO BILD-Redakteur Hauke Schrieber durchaus Spaß an der ersten Ausfahrt im C30 PEV.
Dass der Volvo-Leiter der Abteilung Special Cars, Lennart Stegland, in Schweden in Zukunft auch die Technologie für chinesische E-Modelle der Marke Geely entwickelt, ist für ihn nur eine Herausforderung mehr.
Schon Ende 2012 will Volvo den neuen V60 (hier als Erlkönig) als Plug-in-Hybriden auf den Markt bringen. Der Verbrennungsmotor wird dabei der Fünfzylinder-Diesel (D5) sein.
Der CO2-Ausstoß soll 49 g/km betragen, was einem Verbrauch von 1,9 Litern Diesel entspricht. Bis zu 50 Kilometer soll der V60 PHEV rein elektrisch fahren können.
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