Ein neuer Supersportler aus München: Unter dem Projektnamen 442 plant
BMW einen Hybrid-Renner, ...
... zwei Jahre später ist dann Produktionsbeginn für das Coupé BMW i100
ActiveHybrid. Als Antrieb dient ein 1,5 Liter großer Dreizylinder, der zwischen 165 und 185 PS leistet. Verblockt ist das Aggregat einerseits mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DKG) und andererseits mit zwei Elektromotoren, denen manche Quellen über 100 PS nachsagen.
Obwohl schon die Basisausführung locker die 100.000-Euro-Marke knacken dürfte (im Bild die bis zu 450 PS starke M-Version), kalkulieren die Bayern über die fünfjährige Laufzeit mit mutigen 35.000 Einheiten. Wie sich das rechnet? Ganz einfach: Der Wagen ...
... ist Teil der Project-i-Familie. Wie die anderen
Project-i-Modelle besteht auch der 442 aus zwei horizontal miteinander verbundenen Elementen – dem als Drive Modul bezeichneten Chassis und der Life Modul genannten Karosserie aus Kohlefaser.
Der Unterbau wird inklusive der Radaufhängung zu großen Teilen aus Aluminium hergestellt. Integriert sind Antrieb, Lenkung, Elektronikplattform, Energiespeicher (Tank, Batterie) und die beiden Schottwände. "Wir wollen mit dem 442 und ...
... dem Megacity Vehicle (Bild) demonstrieren, dass der Project-i-Bogen sehr breit gespannt ist. Zwischen diesen zwei konstruktiv verwandten Extremlösungen ist noch viel Platz für weitere hoch effiziente Modellbausteine", heißt es aus München. Die Heckmotorarchitektur schafft auch im 442 Platz für zwei hintere Sitze, ...
... die die Konkurrenz nicht bietet. Der
Audi e-tron zum Beispiel ist ein Zweisitzer, fährt dafür allerdings rein elektrisch.
Und noch was haben die Ingolstädter den Münchnern voraus: Bereits 2010 soll eine Kleinserie ans Netz gehen; 2012 wollen die Herren der Ringe bereits 1000 e-tron bauen.
Der rote Renner ruht auf einer verkürzten
R8-Plattform, greift auch beim Design die Grundlinie von Audis Mittelmotor-Sportler auf, ...
Im Genick des Fahrers allerdings, wo sonst ein Acht- oder Zehnzylinder arbeitet, türmt sich beim e-tron ein riesengroßer Akku auf. Die Stromspeicher bringen satte 470 Kilo auf die Waage und ...
... treiben vier Elektromotoren an, von denen jeder für ein Rad zuständig ist. Zusammen bringen sie es auf insgesamt 313 PS und 4500 Nm Drehmoment. Die Kraft reicht, ...
... um den Wagen in 4,8 Sekunden auf Tempo 100 und bis auf maximal 200 km/h zu beschleunigen. Dann macht die Elektronik dem Vortriebsdrang ein Ende, denn ungehemmtes Rasen ...
... sorgt in Windeseile für leere Akkus – und die müssen selbst im besten Fall nach spätestens 250 Kilometern schon wieder zum Laden an die Steckdose. Einen ebensolchen Elektronenhunger ...
... dürfte auch dieser Supersportler aus Deutschland haben, der sich dem alternativen Antrieb ohne Verbrennungsmotor verschrieben hat: Der
Mercedes SLS AMG E-Cell zieht seine Energie ...
... aus 324 Lithium-Ionen-Zellen in sechs Kästen vom Format je eines Umzugskartons – insgesamt eine halbe Tonne schwer.
Nur eine Illusion: Nein, das hier ist kein Motor, das ist ein Teil des Monster-Akkupakets, das von AMG auf den leer geräumten Kardantunnel, den ursprünglichen Tankraum und den ehemaligen Motorraum verteilt wurde. Die Antriebsquellen sitzen ...
... wie im
Audi e-tron hinter jedem einzelnen Rad. Insgesamt versorgen die vier kleinen Elektromaschinen den Wagen mit 533 PS und ...
... Fahrleistungen, die denen seines Verbrennungsmotor-Pendents fast in nichts nachstehen: Der E-Cell stürmt in glatten vier Sekunden auf Tempo 100, 200 km/h liegen nach elf Sekunden an. Wer den Elektro-
SLS derart bestimmungsgemäß bewegt, ...
... wird deutlich weniger als die 150 Kilometer schaffen, die bei moderater Fahrweise drin sein sollen. Sind die Akkus leer, dann heißt es wie bei Audi: Ab an die Steckdose! Und warten, bis es weitergehen kann. Solche Pausen ...
... sind bei diesem sauberen Supersportler nicht zu befürchten. Gerade erst hat Porsche den
918 Spyder abgesegnet und die Markteinführung beschlossen. An Bord: E-Motoren und ein fetter Verbrenner.
Optisch hat der 918 Spyder so gar nichts von einem Sparer auf Rädern, soll aber mit drei Litern Sprit auf 100 Kilometer auskommen. So geizig mit dem Treibstoff ist der atemberaubende Mittelmotor-Spyder aber wirklich nur dann, wenn er soll. Ansonsten ist auch der 918 ein ganz typischer
Porsche, ...
... der seine beiden zusätzlichen Antriebsquellen am liebsten in Vortrieb umsetzt. Neben dem 3,4-Liter-V8 mit seinen 500 PS zerren an Vorder- und Hinterachse noch Elektromotoren, die es zusammen auf weitere 218 PS bringen.
So geht es in der Flunder in knapp unter 3,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und bis auf über 320 km/h. Auch auf einer Simulationsrunde auf der legendären Nürburgring-Nordschleife ...
... durfte der 918 Spyder bereits eine Duftmarke setzen und schlug dort in unter 7:30 Minuten sogar die Rundenzeit des
Carrera GT.
Verbrennungsmotor und E-Antriebe lassen sich über einen Stellknopf am Lenkrad unterschiedlich miteinander kombinieren: Im Modus "E-Drive" ist rein elektrisches Fahren mit einer Reichweite von bis zu 25 Kilometern möglich. Im "Hybrid"-Modus nutzt der 918 Spyder ...
... sowohl elektrischen als auch konventionellen Antrieb, verbrauchs- und leistungsorientiert. "Sport Hybrid" setzt beide Antriebssysteme im Sinne einer guten Performance ein, "Race-Hybrid" fordert alle Komponenten bis an ihre Leistungsgrenzen.
Die fluidgekühlte Lithium-Ionen-Batterie platziert Porsche hinter der Fahrgastzelle, sie lässt sich am Stromnetz aufladen. Zudem wird anfallende Energie beim Bremsen in elektrische Energie umgewandelt und in die Batterie eingespeist.
Das Cockpit der Studie gibt mit drei freistehenden Rundinstrumenten einen Ausblick auf die Zukunft. Die Beleuchtung der Instrumente variiert in den Farbtönen Grün (wenn gespart wird) und Rot (wenn die volle Leistung abgerufen wird). Der Spyder soll übrigens im Jahr 2014 starten und rund 400.000 Euro kosten.
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