Gesundgeschrumpft: Der
Audi Q7 erhält 2013 einen Nachfolger – deutlich schlanker und weniger massig im Auftritt. Er wird wieder gemeinsam mit
VW und
Porsche entwickelt, legt mit seiner sportlichen Optik aber den Respektabstand zu den Zuffenhausern ab.
Eines der Entwicklungsziele ist die Gewichtsreduktion. Bis zu 500 Kilo könnten es im Idealfall sein – für mehr Dynamik und deutlich geringeren Durst. Dazu passen auch die sparsamen Vierzylinder, die in Europa zum Einsatz kommen könnten. Der mächtige V12 TDI dürfte wohl aus dem Programm fliegen.
Bereits 2011 schickt Audi den
Q3 ins Rennen. Er hat die gleiche technische Basis wie der
VW Tiguan, aber mehr Ausstattung und serienmäßig quattro – in diesem Fall ein angehängter Allradantrieb mit elektronisch gesteuerter Allradkupplung von Haldex.
Vier Motoren sollen zunächst zur Wahl stehen: zwei Zweiliter-Benziner mit 170 oder 200 PS, zwei Zweiliter-TDI mit 143 oder 170 PS. Auf Wunsch: 20-Zoll-Räder, Doppelkupplungsgetriebe.
Zurück zu den großen SUVs: Der VW Touareg geht schon im Sommer 2010 in die nächste Generation. Dabei gleicht der
Touareg II, der kurz vor dem Porsche Cayenne bei den Händlern steht, nur auf den ersten Blick seinem Vorgänger. Er tritt deutlich dynamischer auf als bisher, das Chrom-Lätzchen an der Front weicht ...
... einem strengen Blick. Neu im Angebot ist der Hybrid mit 380 PS Systemleistung.
VW verspricht einen Verbrauch von nur 8,2 Liter. Kampfansage an
Lexus!
Hinten bleibt sich die zweite Generation des Touareg treu. Die Rückleuchten erinnern ...
... an den
Golf, das Heck ist aber stärker eingezogen. Gegen Aufpreis öffnet die Klappe elektrisch. Der Kofferraum bietet nun 580 bis 1642 Liter Volumen. Vorher waren es 555 bis 1570 Liter
Ein typischer VW: Die Seite zeigt die unaufgeregte Designlinie Walter de'Silvas. Obwohl der Touareg II frisch aussieht, lässt er den Vorgänger nicht alt erscheinen. Der Radstand wurde gegenüber dem Vorgänger um vier Zentimeter verlängert. Das soll vor allem dem Platzangebot im Fond zugute kommen.
Passend zur neuen Karosserie hat VW den ohnehin vornehm-gediegenen Innenraum neu möbliert. Edle Materialien und sorgfältige Verarbeitung sind Ehrensache. Interessantes Extra: "Area View". Je eine Kamera in Heckklappe, in den Außenspiegeln und im Kühlergrill übertragen die Umgebung auf ein zentrales Display.
Auch die zig-fach verstellbaren Sitze wurden überarbeitet. VW verspricht deutlich mehr Langstreckenkomfort. Serienmäßig hat der Touareg II neun Airbags, reichlich elektronische Assistenzsysteme und ein CD-Radio an Bord.
Obwohl der Touareg bei der Ausstattung deutlich zugelegt hat, wird er nicht teurer. Im Gegenteil: Für das Einstiegsmodell V6 TDI BlueMotion müssen nun 50.700 statt 50.950 Euro bezahlt werden.
Am anderen Ende der Preisskala findet sich der Toureg Hybrid, für den VW stolze 73.500 Euro verlangt. Dafür gibt es einen kompressorgeladenen V6 TSI mit 333 PS und einen E-Motor mit 47 PS, der den Wagen bis Tempo 50 alleine antreibt.
Wie der Touareg geht auch der neue
Porsche Cayenne im Sommer 2010 auf Kundenfang. Auch der Cayenne setzt auf eine verträglichere Optik und ...
... deutliche Gewichtsreduktion. Das sportliche Dickschiff hat immerhin rund 200 Kilo im Vergleich zum Vorgänger abgespeckt. Das neue, rundlichere Heck ist ein Zugeständnis an den asiatischen Markt, der es optisch weicher mag.
Die typische Porsche-DNA soll allerdings weiter erkennbar sein. Das gilt sicher weniger für das Heck, ...
... aber vorne nimmt sich der Neue Anleihen bei Elfer und Panamera und passt damit bestens in die Familie.
Insgesamt schrumpft der Cayenne in den Augen des Betrachters um mindestens eine halbe Nummer – obwohl er in allen Dimensionen sogar leicht zugelegt hat. Fünf Zentimeter in der Länge, vier beim Radstand, 120 Liter beim Kofferraumvolumen (jetzt 670 bis 1780 Liter).
Das Cockpit atmet typischen Porsche-Sportsgeist: mit zentralem Drehzahlmesser, Zündschloss links, ineinander verschachtelten Instrumenten und üppig bestückter, ansteigender Mittelkonsole.
Hilft beim Sparen: Bis auf den Basis-Cayenne bekommen alle Modelle eine Achtstufen-Automatik mit Stopp-Start-Funktion.
Fünf Motorisierungen sollen dem Cayenne II ordentlich Dampf machen. Ab Mai 2010 sind zunächst die V8-Modelle zu haben (Cayenne S: 400 PS, 72.686 Euro; Cayenne Turbo: 500 PS, 115.526 Euro) im Juni folgt der Diesel (240 PS, 59.596 Euro), ...
... ab Juli ist der Einstiegs-V6 mit 300 PS für 55.431 Euro verfügbar. Kurz vorher fährt erstmals ein Cayenne Hybrid vor, den ein V6-Kompressor mit 333 PS und ein 34-kW-Elektromotor in Gang bringen. Preis: 78.636 Euro.
Auch die Konkurrenz aus München schläft nicht: Fast zeitlgleich mit Cayenne und Touareg geht der modellgeflegte
BMW X5 an den Start. Wichtigste Veränderung beim großen Bayern sind die neuen Motoren, alle mit Turbo, Direkteinspritzung und Efficient-Dynamics-Technik.
Dickschiffe wie der X5 haben es nicht mehr so leicht auf den Boulevards dieser Welt: zu groß, zu schwer, zu durstig. Genau da hat
BMW bei seiner Überarbeitung angesetzt. Alle Varianten des neuen BMW X5 sollen weniger Sprit konsumieren als ihre vergleichbaren Mitbewerber, ...
... zudem sind alle Aggregate an eine Achtgang-Automatik gekoppelt, deren feine Stufung ebenfalls zum Sparen beiträgt.
Natürlich hat BMW auch an der Optik gefeilt: Größere seitliche Lufteinlässe an der Front und ein erhöhter Anteil der in Wagenfarbe ...
... lackierten Flächen im Bereich der Front- und der Heckschürze sollen Wertigkeit signalisieren, die Neugestaltung des hinteren Stoßfängers wird durch die Einfassungen der Auspuffendrohre unterstrichen.
Die Doppelrundscheinwerfer verfügen in Verbindung mit dem Xenon-Licht (optional) über LED-Lichtringe. Dazu spendiert BMW neue Außenlackierungen und Leichtmetallfelgen.
Auch hinten strahlen die L-förmigen Heckleuchten in zwei Lichtleisten mit LED-Technik.
Innen kommt die neueste Generation des serienmäßigen Bediensystems iDrive mit einem 6,5 Zoll-Bildschirm zum Einsatz. Alternativ zur Klimaautomatik ist eine 4-Zonen-Klimaautomatik erhältlich. Auf Wunsch sind diverse Assistenzsysteme wie beispielsweise Spurhalteassistent, Speed Limit Info und Side View lieferbar.
Neue Größe: Der X5 schluckt zwischen 620 und 1750 Liter Gepäck und nimmt 3500 Kilo an den Haken.
Neues Topmodell ist der BMW X5 xDrive50i, dessen V8-Motor 407 PS auf die Kurbelwelle wuchtet. 600 Newtonmeter Drehmoment liegen bereits bei 1750 Touren an. So gerüstet spurtet der 2,5-Tonner in 5,5 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht 250 km/h Spitze. Darunter rangiert der X5 xDrive35i mit dem bekannten 306 PS starken Reihensechszylinder.
Bei den Dieseln stehen zwei Motorisierungen zur Wahl: der xDrive40d mit 306 PS und der xDrive30d mit 245 PS.
Alle neuen Motoren entsprechen der Abgasnorm EU5 und sind an das intelligente Allradsystem xDrive gekoppelt.
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