Bei Audi liegen Licht und Schatten in Sachen SUV dicht beisammen. Der Q5 verkauft sich wie geschnitten Brot, der Q7 ist dagegen zum roten Tuch für Öko-Fundis und SUV-Gegner geworden. Kein Wunder, dass man der erst 2013 fälligen Neuauflage einen deutlich schlankeren Auftritt verordnen will.
Der Erfolg des Q5 hat den Weg geebnet für den Q3, der ab 2011 auf dem SUV-Programm der Ingolstädter stehen soll und ...
... gegen die Premium-Konkurrenten BMW X1 und Mercedes BLK (siehe Bild 15) Boden gutmachen soll. Die technische Basis ist übrigens der Konzern-Bestseller VW Tiguan.
Angedacht, aber noch nicht beschlossen ist der Q1 als Ableger des neuen A1. So könnte es aussehen, das kleinste Audi-SUV, ...
... das allerdings auf den quattro-Antrieb verzichten müsste.
BMW hat den großen X7 ebenso zu den Akten gelegt wie den dreitürigen X4. Die wichtigste Neuheit aus München ist die zweite Generation des X3, die ab Ende 2010 auch dem X1 und dem X5 das Leben etwas schwerer machen dürfte. Der neue X3, der in den USA gebaut und den es auch als 4x2 geben wird, ...
... ist größer, hübscher, hochwertiger eingerichtet und umweltfreundlicher motorisiert. Vor allem das Hybridmodell, das sich am 5er ActiveHybrid orientiert, dürfte Beachtung finden. Alternativ dazu gibt’s neue Vierzylinder mit viel Mumm und wenig Durst.
Der X5 muss im Frühjahr 2010 unters Messer, und bei der Gelegenheit erhält er ein aufgewertetes Interieur mit aktuellster iDrive-Technik. Aufgehübscht wird der große Bayer ...
... an seinem Blechkleid überall dort, wo die bekannte psychedelische Tarnfolie klebt.
Kein Hersteller hat seine SUV-Palette breiter aufgefächert als Mercedes. Und kein Hersteller plant eine größere Auswahl an Hybridmodellen. Den Anfang macht die neue M-Klasse, ...
... die ab 2011 in nicht weniger als vier verschiedenen Hybridversionen vom Band rollen wird. Darunter ist ein Vollhybrid mit 109 PS starkem E-Motor, der auf Knopfdruck sogar längere Strecken vollelektrisch fahren kann. Die gleiche Technik ...
... erhält ab 2012 die nächste GL-Klasse, die noch geräumiger und luxuriöser ausfallen soll. Grund für das Wachstum: Mercedes plant einen vollwertigen Siebensitzer.
2010 wird die R-Klasse an Front und Heck überarbeitet – mit Erfolg. Die Technik orientiert sich an der M- und an der E-Klasse, die Umbenennung in GLR ist vom Tisch. Ein Nachfolgemodell dürfte es nicht geben.
Der klassische G ist dagegen nicht totzukriegen: Ein Militär-Großauftrag sichert den Bestand bis 2016. Deshalb ist 2012 für den Dinosaurier im Geländewagen-Programm der Stuttgarter eine neue Frontpartie fällig.
Apropos G: Unterhalb des GLK wird ab 2013 der BLK einparken. Der 4,45 Meter lange Crossover übernimmt die Allradtechnik vom Nachfolger der A- und B-Klasse.
Reine Geschmacksache: Wem der BLK mit seinem schrägen Heck und der flachen Frontscheibe gefällt, wird am kantigen GLK wenig Gefallen finden. Da kommen sich die beiden SUV nicht in die Quere.
2010 startet der bei Magna gebaute Mini Countryman mit Allrad und eigenständiger Karosserie. Woran erkennen wir den Allradantrieb? Richtig, an der höhergesetzten Karosserie, ...
... der größeren Bodenfreiheit und an den Ganzjahresreifen.
Wer genug Vorstellungskraft hat, sieht hier das Mini SUV – fast schon in voller Pracht. Nur mal eben die Türen hinzu denken, und schon haben Sie es. Im Januar 2010 präsentiert Mini ...
... auf der Detroit Motor Show den Beachcomber Concept. Er basiert auf dem Countryman und wird ebenfalls Allradantrieb haben. Eine schöne Reminiszenz an den Mini Moke.
In der Vergangenheit hat Opel seine SUV von anderen GM-Töchtern zugekauft – das war beim Frontera so, und das ist beim Antara immer noch der Fall. Doch weil die importierten Allradautos nur bedingt überzeugen, nahm man in Rüsselsheim die Sache selbst in die Hand: Goodbye Antara, welcome Astra-SUV.
So sauber wie es geht: Der ins Gehäuse des Doppelkupplungsgetriebes integrierte Mildhybrid-Baustein ersetzt beim Astra-SUV zwar nicht den Vollhybrid, aber mehr grüne SUV-Technik kann sich die Marke momentan nicht leisten.
Fürs Gelände fast schon zu schade ist dieser Kleine hier: Das neue Corsa-SUV ist eine Mischung aus Softroader, ...
... Crossover und Allroad. Der für das Astra-SUV eigens entwickelte Allradantrieb passt mit leichten Modifikationen auch in das kleinere Opel-4x4-Modell.
Ein ganz anderes Kaliber kommt aus Zuffenhausen auf uns zu: Ab März 2010 gibt es den neuen Porsche Cayenne – zwar nicht mehr als Turbo S, aber dafür ...
... als extra-grünen V6-Benzin-Hybrid. Als Alternative zu den fetten V8-Aggregaten kann man künftig zwischen drei Sechszylindern wählen: einem selbst entwickelten 3.6-Benziner mit 300 PS, dem V6-Diesel und eben dem V6 mit E-Unterstützung.
Gewachsen: Der neue Cayenne ist zwar 50 Millimeter länger und fünf Millimeter höher als sein Vorgänger, aber das Gewicht konnte um satte 200 Kilogramm gedrückt werden. Porsche hat alles versucht, um dem SUV einen sozialverträglicheren Anstrich zu geben.
Dass Porsche ein zweites SUV unterhalb des Cayenne plant, gilt als sicher. Die Frage ist nur, was sinnvoller ist: ein zeitnaher Q5-Ableger oder eine echte Neuentwicklung, ...
... die als Vorläufer der artverwandten nächsten Cayenne-Generation (kommt 2017) viel radikalere Gewichts- und Technikkonzepte verfolgen könnte. Man darf gespannt sein.
Die SUV-Strategie von VW ist geprägt von späten Anläufen und großen Lücken im Angebot. Der deutlich leichtere Touareg-Nachfolger wird nach langem Warten im Frühjahr 2010 eingeführt, ...
... doch das Hybridmodell mit dem 333 PS starken V6-Benziner muss noch ohne moderne Lithium-Ionen-Batterien auskommen.
Der Tiguan ist zwar ein Spätstarter, hat sich aber mit Hilfe bekannter VW-Qualitäten schnell an der Spitze des Segments etabliert. Beim Facelift im Frühjahr 2011 werden die Heck- und die Frontpartie runderneuert – es grüßt der Golf. Außerdem im Programm: neue Ausstattungspakete und ein 2.0 TDI mit 204 PS.
Nissan hat’s vorgemacht mit dem Qashqai, der auch als 21 Zentimeter längerer +2 angeboten wird. Doch VW zögert und will den geräumigeren Tiguan XL vorläufig nur dort vermarkten, wo er gebaut wird – in China.
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