Von Retro-Design keine Spur: Ohne jeden Vorgänger darf der A1 seine bullige Sportlichkeit ausdrücken. Wer denkt hier noch an den alten A2? Im Juli 2010 wird er bei den Händlern erwartet, AUTO BILD zeigt ihn schon jetzt: den neuen
Audi A1.
Spätestens wenn der neue A1 vorgestellt ist, könnte sich unter den vier Ringen eine Kundschaft tummeln, die bislang bei
Mini shoppen ging: junge, solvente Käufer, die ihren Kleinen nach allen Regeln des hippen Sendungsbewusstseins ausstaffieren wollen. Wer mehr Platz will, muss zur
Mercedes A-Klasse greifen.
Der Scheinwerfer des A1, wie ihn Audi bei seiner Einführungskampagne vorstellt: typisch die LED-Kette als Tagfahrlicht. Allerdings kostet auch diese Technik extra.
Diese Cockpit stammt noch aus der Studie von 2007. Aber der Serien-A1 soll viele Details von damals übernehmen. Auffällig: die schwebende Mittelkonsole und die Lüftungsdüsen.
Audis Kleinster, hier auf Testfahrt unterwegs, basiert auf dem
VW Polo, rollt zunächst als Dreitürer und im nächsten Jahr als optisch eigenständiger Fünftürer an den Start. Bei den Motoren gibt es zunächst die Wahl zwischen zwei Benzinern mit 86 und 122 PS sowie vier TDI.
Bevor im März das Blech des A1 auf dem
Genfer Salon 2010 unter dem Blitzlichtgewitter tausender Fotografen funkelt, schürt
Audi in einer aufwändigen Kampagne die Spannung. Die Mauer-Schau ist nur der Auftakt für ein multimediales Feuerwerk, das auch im Internet seinen Widerhall findet.
Der Pfeil meint natürlich noch ein anderes Ziel als die Heiligen Hallen am Lac Léman: Er zielt direkt auf den Kleinwagen, der das Lifestyle-Thema gewissermaßen als Kühlerfigur trägt ...
Genau, den
Mini (hier nur in Miniatur)! Ihm soll der
A1 ((hier eine frühere Studie) mit seinen sportlichen Ablegern auf den Pelz rücken. Der Neue aus Ingolstadt will nicht kleckern, sondern klotzen. 90.000 Autos pro Jahr gelten im ersten Anlauf als Ziel, aber das runderneuerte VW-Werk Brüssel gibt auch doppelt so viele Fahrzeuge her.
Der Fahrplan der zehnten
Audi-Modellreihe sieht im Detail so aus: • Premiere des A1 Coupé auf dem Genfer Salon 2010 • Markteinführung Zentraleuropa Juli/August • Markteinführung S1 Coupé im Februar 2011 • Verkaufsbeginn A1 Sportback viertes Quartal 2011 • Vorstellung A1 Cabrio Ende 2012.
Mutig und überraschend sollte das Design sein, als das Audi-Team 2007 das Showcar A1 project quattro für die Motorshow in Tokio gestaltete, 2008 dann den A1 Sportback concept für den Automobilsalon in Paris.
Natürlich wird der A1, eigentlich schon Premium, anschließend noch veredelt und als S1 Alltags-Sportsfreunde begeistern. Geplante Markteinführung: Frühjahr 2011. Die Sportversion S1 soll in 6,9 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen und 227 km/h schaffen.
Für den S1 ist die aufgeladene 1,4-Liter-TFSI-Maschine des Polo GTI vorgesehen, die 180 PS und 250 Nm mobilisiert. Den S1 gibt es nur mit der Siebengang-S-tronic (Doppelkupplungsgetriebe), die sonst Aufpreis kostet.
Klein – und doch premium: Der A1 Sportback (startet im vierten Quartal 2011) wurde auf der Paris Motor Show 2008 präsentiert. Es soll nicht irgendein Kleinwagen sein, sondern über das gewisse Etwas verfügen, das sich Audi mit seinen Autos zu verbinden bemüht - eben die "Nobilitätsgarantie", symbolisiert durch die vier Ringe.
Und das Gezeigte machte durchaus Eindruck: kurze Karosserieüberhänge, relativ üppiger Radstand (2,46 Meter), flache Dachlinie, dazu natürlich der große Audi-Grill, der sich in dieser geschrumpften Umgebung besonders mächtig ausnimmt. Und eine charakteristische Audi-Sicke in Hüfthöhe setzt sich am Hinterteil fort, läuft rund ums Auto.
Knapp 3,99 Meter misst der A1 in der Länge, relativ schmale 1,75 Meter in der Breite.
Die zweigeteilte Heckklappe war in Paris ein Hingucker, die Serienversion wird dieses Feature vermutlich nicht anbieten.
Breite Spur, 18-Zoll-Räder, aber mit Leichtlaufreifen – es muss (oberstes Gebot) gespart werden. Nur im Verbrauch, versteht sich, nicht in der Anmutung. 3,9 Liter soll der A1 Sportback konsumieren, Hybridantrieb sei Dank.
Das wird Mini wehtun: Der Audi A1 soll ein vollwertiger Viersitzer werden.
Und so wird das A1 Cabrio aussehen, dass Ende 2012 auf den Markt kommt.
Und das Tüpfelchen auf dem "i" könnte der Q1 sein, ein SUV-Crossover des kleinsten Audi. Er könnte ...
... ab 2013 die Rolle des Rabauken in der kleinen Familie spielen. Er ist zwar nur als Dreitürer vorgesehen, wird dafür aber Allradantrieb haben.
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