"Ein Coupé wie kein Coupé" – so verheißungsvoll kündigt
Citroën den neuen DS4 an. Seine Publikums-Premiere feiert der Franzose auf dem
Pariser Autosalon 2010, die ersten Fotos gibt es schon jetzt.
Der DS4 verkörpert laut Citroën das Fahrzeugkonzept eines "höhergelegten Coupés mit vier Türen". Klingt ja auch spannender als schlicht "Kompaktlimousine". Und so kompakt ist der DS4 auch gar nicht geraten: Mit stattlichen 4,27 Meter Länge und 1,81 Meter Breite ...
... fährt der Citroën DS4 denn auch fast auf Augenhöhe ...
... des
Alfa Giulietta (4,35/1,79). Wobei, was die Höhe betrifft: Mit 1,53 Metern ist der DS4 tatsächlich sieben Zentimeter größer als die
Giulietta (Foto); die schwindelnde Höhe eines Hochdach-Kompakten à la
VW Golf Plus (1,59 Meter) erreicht er aber nicht.
Wenn es schon mal um Zahlen geht, dann verrät Citroën auch gleich das Kofferraumvolumen des DS4: 370 Liter Gepäck passen ins Heck, die Giulietta schafft 350 Liter.
"Das Fahrverhalten hält, was das Design verspricht", sagt Citroën. Zum Marktstart gibt es zwei Diesel mit 110 und 160 PS. Der HDi 110 kommt auf Wunsch auch als e-HDi mit Start-Stopp-System. Später folgen drei Benziner aus der BMW-Kooperation mit BMW mit 120, 150 oder 200 PS.
Der Topmotor namens THP 200 liefert 275 Newtonmeter Drehmoment und stößt laut Citroën 149 Gramm CO2 pro Kilometer aus – das entspricht einem Verbrauch von etwa 6,4 Litern auf 100 Kilometer.
Drinnen geht es zu wie einer lässigen Lounge. Wie beim kleineren Citroën DS3 reicht die Panorama-Frontscheibe weit ins Dach hinein, mit einem Sichtfeld von 45 Grad nach oben. DS4-Fahrer haben die Wahl zwischen "vier polyphonen Tonwelten", ...
... mit denen die Warn- und Signaltöne ins Öhrchen rieseln sollen: Classic, Crystal Symphony, Jungle Fantasy und Urban Rythmik. Dazu kommen drei Strömungsintensitäten der Klimaanlage (sanft, mittel stark) und verschiedene Farbnuancen für die Kombiinstrumente (von weiß bis blau). Noch mehr Wellness-Feeling ...
... versprechen die optionalen Massagesitze für Fahrer und Beifahrer. Von einem Duftspender wie im Lifestyle-Flitzer DS3 ist bislang noch nicht die Rede. Aber kann ja noch kommen.
Très chic: Chromapplikationen um die Belüftungsdüsen, ...
... den Schalthebel und andere Elemente in der Mittelkonsole bringen zusätzlich einen Hauch von Luxus.
Im höchsten Ausstattungsniveau sind Armaturenbrett, Seitenverkleidungen und Vordersitze mit genarbtem Leder in "Bracelet"-Finish (= Uhrarmband) bezogen.
Trotz schnittiger Linien will der DS4 kein Sportler sein, sondern eher ein vornehmer Leisetreter. Was beim Alfa Giulietta kernig sein soll, wünscht sich Citroën lieber "gedämpft und angenehm": Motor- und Fahrgeräuschen wird mit jeder Menge Dämmaterial zu Leibe gerückt.
Das kennen wir schon vom Alfa Giulietta: Bei der Konstruktion der hinteren Türen hat Citroën nach Italien geschielt und "unsichtbare" Griffe in den Türrahmen integriert. Dieser Trick steht dem DS4 ziemlich gut und bringt ihn ...
... mit der weniger gestörten Gesamtlinie schon recht nah an das Ideal des "viertürigen Coupés" heran, das Mercedes in der Oberklasse mit dem CLS bereits seit 2004 in die Perfektion zu treiben versucht – ohne auf die konventionellen Türgriffe verzichten zu wollen.
Die schicken Leichtmetallräder im 19-Zoll-Format unterstützen den dynamischen Auftritt des DS4. Hinter ihnen verbergen sich Bremsscheiben mit üppigen 340 Millimetern Durchmesser, die den flotten Franzosen schnell zum Stehen bringen sollen.
Die schlitzartigen Scheinwerfer kennen wir vom kleineren DS3. Ein technisches Highlight sind die ...
... Nebelscheinwerfer mit statischem Abbiegelicht: In Kurven wird ein zusätzlicher Lichtstrahl eingeschaltet, um die Sicht bis zu 75 Grad zu erweitern. Das System wird automatisch aktiviert, sobald der Fahrer den Blinker betätigt oder sobald der Einschlagwinkel des Lenkrads 60 Grad erreicht.
Nach der Paris-Premiere im September 2010 müssen sich Citroën-Fans allerdings noch etwas gedulden: Erst im zweiten Quartal 2011 wird der DS4 in Deutschland verfügbar sein. Appetit auf den neuen Kompakten schürte Citroën schon ...
... mit der Studie
DS High Rider auf dem Genfer Salon 2010 – mit edlen Materialien wie genarbtem Leder und reichlich Chrom.
Auch das Innenleben der Studie fällt augesprochen edel aus: Armaturenbrett, Sitze und Innenflächen der Türen sind mit Vollnarben-Anilinleder bezogen und lassen eher an luxuriöse Lederwaren als an ein Auto denken.
Bei den Farben setzt
Citroën modische Trends: Sitze und Türverkleidungen – natürlich auch in Leder gehüllt – sind mit einem von Grau in Gold übergehenden Farbverlauf gestaltet, ...
... der durch den Auftrag spezieller Lacke von Hand erreicht wurde.
Auch der Sitz mit abgesetzten Nähten und schicker Prägung geht locker als Premium-Produkt durch.
Citroën zeigt sich also selbstbewusst. Mit der Studie DS High Rider schaffen die Franzosen einen frechen Stilmix zwischen Coupé und Crossover.
Die kompakte Studie sieht nicht nur gut aus – sie soll als Diesel-Hybrid auch die Umwelt schonen. Und sie soll den Spagat zwischen kompakten Abmessungen (Länge: 4,26 Meter, Breite 1,82 m, Höhe 1,48 m) und reichlich Platz im eleganten Coupékleid schaffen.
Dazu tragen die extrem kuzen Überhänge bei. Vorn hat der DS High Rider im wahrsten Sinne des Wortes eine große Schnauze, der riesige Grill wird flankiert ...
... von weit nach hinten gezogenen Scheinwerfern und großen seitlichen Lufteinlässen.
DS-typisch auch die weit in das Dach gezogene Windschutzscheibe. Der Name High Rider kommt nicht von ungefähr, der Franzose sieht aus wie ein hoch gelegtes Coupé. Das Dach ist mit Stoff bezogen und fällt nach hinten relativ steil ab, ...
... trotzdem soll der High Rider selbst im Fond ordentlich Platz bieten. Die B-Säule hat Citroën weggelassen und die Seitenlinie mit weit ausgestellten hinteren Kotflügeln samt einer halbrunden Sicke rausgeputzt, das wirkt alles sehr dynamisch. Warum der Fotograf ...
... nur das halbe Auto fotografiert hat, bleibt ein Rätsel. Eine breite Chromleiste unter den Seitenscheiben verstärkt den markanten Auftritt. Das gilt auch für das Heck, das mit LED-Leuchten, Doppelendrohr und Dachspoiler den Sportler mimt.
Doch der DS High Rider protzt nicht nur mit seiner Optik: Er kombiniert einen Dieselmotor samt Partikelfilter für die Vorderachse mit einem Elektromotor an der Hinterachse, der sich im rein elektrischen ZEV-Modus (Zero Emission Vehicule) bewegen lässt.
Das sorgt für ein sattes Drehmoment und einen Allradantrieb, der zusätzliche Sicherheitsreserven birgt.
Die Scheinwerfer sind scharf geschnitten, ...
... hinten sorgen moderne LEDs ...
... für eine schicke Heckleuchtengeometrie.
19-Zoll-Felgen aus diamantgeschliffenem Leichtmetall sollen der Studie einen ganz eigenen Look geben.
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