"LEAF" (deutsch: Blatt), so heißt das erste Null-Emissions-Fahrzeug von Nissan, das nach AUTO BILD-Informationen in Deutschland ab 2011 für weniger als 20.000 Euro angeboten wird. Nissan-Chef Carlos Ghosn hat den Prototyp enthüllt.
Für Japan, Europa (Portugal, Irland, Dänemark) und die USA ist der LEAF schon Ende 2010 vorgesehen. Die wahre Innovation befindet sich unter der Motorhaube des Kompakten: Als reines ...
... Elektrofahrzeug kommt die Schräghecklimousine ganz ohne Verbrennungsmotor aus. Mit seinem Lithium-Ionen-Batteriepaket ...
... kann der LEAF 160 Kilometer weit fahren. Zum Vorreiter völlig abgasfreier Mobilität soll er werden, wenn es nach Nissan geht.
Der LEAF sei nicht von einem bestehenden Modell abgeleitet, sondern eine völlige Neukonstruktion, sagt Nissan. Er sei ganz auf die Anforderungen an ein batteriebetriebenes Auto hin gebaut.
Wie ein Blatt die Luft von CO2 reinigt, so soll der Nissan LEAF die Mobilität von Emissionen frei halten. Deshalb der Name. Je nach Einsatzort wird der Neue in der Nissan-Familie von Steuervorteilen und Förderungen profitieren.
Für 90 kW sind die Lithium-Ionen-Batterien des Nissan gut. Sein Elektromotor leistet 80 kW (109 PS) und entwickelt ein Drehmoment von 280 Newtonmetern. Damit hängt er gut am Gas.
Weil der LEAF zusätzlich seine Bremsenergie zurückgewinnt, schafft er es auf eine Reichweite von 160 Kilometern. Das dürfte laut Nissan den täglichen Anforderungen von mehr als 70 Prozent der Autofahrer genügen.
Über eine Schnellladefunktion können bis zu 80 Prozent der Batteriereserven in weniger als 30 Minuten nachgeladen werden. Die komplette Ladung über eine 220-Volt-Steckdose dauert acht Stunden.
Chassis und Fahrgastzelle sind völlige Neukonstruktionen, "um den Ansprüchen moderner Autofahrer an Komfort, Raumgefühl und Ladekapazität zu genügen".
Masato Inoue, Chefdesigner von Nissan, ist besonders stolz darauf, dem LEAF ein eigenes Gesicht gegeben zu haben.
Eindeutig zu identifizieren und als Teilhabeber emissionsfreier Mobilität klar zu erkennen, das waren die Vorgaben für die Haut des LEAF.
Die aufrechte V-Form und große LED-Scheinwerfer charakterisieren die Front. Die Seitenlinie fließt zum schlanken Heck zusammen.
Die Frontscheinwerfer halten den Fahrtwind von den Außenspiegeln fern und reduzieren Windgeräusche.
Dazu verbrauchen sie nur 10 Prozent der Energie normaler Scheinwerfer. Der LEAF soll nur der Anfang einer ganzen Reihe zukünftiger Elektrofahrzeuge sein, die die Renault-Nissan-Allianz auf die Räder stellen will.
Das Nissan-Emblem sitzt mittig auf der Schnauze.
Dahinter verbirgt sich ...
... der Tankstutzen des Zukunft. Links für die Schnellladung mit Drehstrom.
Damit sind die Batterien in weniger als 30 Minuten zu 80 Prozent geladen. Wenn es in der Mittagspause mal schnell gehen muss.
Rechts für die Ladung mit normalem 220-Volt-Haushaltsstrom.
An die Steckdose angeschlossen, lädt der LEAF in acht Stunden komplett auf.
Genauso lange, wie sein Besitzer zum Regenerieren braucht, so die Japaner.
Drei Dioden unter der Frontscheibe zeigen den Ladezustand der Akkus an. Leer ...
... und acht Stunden später wieder voll.
Gefällig und elegant wirkt der Innenraum. Er soll fünf Erwachsenen Platz bieten.
Die Farbe Blau findet sich überall am und im Auto wieder.
Das IT-System verbindet den Fahrer 24 Stunden lang mit einem globalen Datencenter.
Der Batteriezustand kann abgelesen werden, in der Nähe befindliche Ladestationen werden angezeigt.
Das System wird über ine Art Joystick bedient. Klimaanlage und Handy können auch dann benutzt werden, wenn der LEAF ausgeschaltet ist. Per Fernbedienung lässt sich die Aufladung der Batterien programmieren.
Die Lithium-Ionen-Batterien sind unter den Sitzen angeordnet.
So haben nicht nur die Passagiere ausreichend Platz im Nissan, sondern auch deren Koffer.
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