Der Begriff GTI definiert genau wie der Golf eine eigene Klasse. Unglaublich, dass der Wolfsburger Werks-Sportler bereits in die sechste Auflage rollt – und das scharf wie nie zuvor.
Mit 210 PS kitzelt er noch mal zehn Pferdchen mehr aus dem Zweiliter-TSI als der Vorgänger ...
... und fast doppelt so viele wie der Ur-GTI. 240 km/h Spitze sind fünf km/h mehr als bisher und 58 mehr als als beim ersten GTI.
Erstmals kommt serienmäßig die elektronische Quersperre (XDS) im GTI zum Einsatz. Sie soll das Kurvenverhalten und die Traktion neu definieren.
Sobald die Elektronik erkennt, dass das kurveninnere Rad der Vorderachse bei schneller Fahrt zu sehr entlastet wird, ...
... baut die ESP-Hydraulik an diesem Rad gezielt einen Bremsdruck auf, ...
... um wieder die optimale Traktion herzustellen.
Das für Fronttriebler typische Untersteuern soll so entfallen.
Neu ist auch ein Soundgenerator und eine neu konzipierte Abgasanlage (je ein Endrohr links und rechts), die passend zur Beschleunigungsorgie für entsprechend sportliche Akustik sorgen.
Der sechste GTI ist mit einem speziell konfigurierten Sportfahrwerk ausgerüstet: Vorne wurde es um 22 Millimeter, hinten um 15 Millimeter abgesenkt.
Federn, Dämpfer und hinterer Stabilisator wurden komplett neu abgestimmt. Optional lässt sich das Fahrwerk ...
... per Knopfdruck mit der elektronischen Dämpferverstellung DCC in drei Stufen von "Comfort" über "Normal" bis "Sport" einstellen.
Beim Exterieur wollen die VW-Designer Erinnerungen an den ersten Golf GTI wecken: Die rote Einfassung des Grills und die horizontale Ausrichtung von Kühlermaske und Scheinwerfern stammen vom Ur-GTI.
Jetzt ist der schwarz lackierte Grill ist wieder flach, oben und unten rahmt ihn jeweils ein roter Streifen ein.
Der GTI-Schriftzug wanderte von rechts nach links. Unten im Lufteinlass sind links und rechts je drei Kiemen platziert, ...
... durch weit nach außen gesetzte Nebelscheinwerfer soll der GTI noch breiter wirken.
Die schwarzen Seitenschweller laufen nicht mehr wie beim Vorgänger komplett von vorn nach hinten durch.
Hinten runden ein neuer Dachkantenspoiler und der breite Stoßfänger mit schwarzem Diffusor das GTI-Paket ab.
Für erhellende Momente verbaut VW gegen Aufpreis neu gestaltete Bi-Xenonscheinwerfern inklusive dynamischem Kurvenlicht.
Am Kürzel sollt ihr ihn erkennen – ansonsten sehen die Heckleuchten aus wie die vom Serienbruder.
17-Zöller sind Serie, 18-Zöller kosten Aufpreis.
Der Motor ist laut VW nicht einfach eine leistungsgesteigerte Variante des Vorgängers, ...
... sondern eine Neuentwicklung. Das Aggregat erfüllt die Euro 5-Norm.
Innen bleibt sich der GTI treu: Die Sportsitze mit Lordosestütze sind traditionsgemäß mit Karo-Stoff bezogen, Leder kostet Aufpreis.
Dazu gibt es zahlreiche Verstellmöglichkeiten, ...
... neu sind die aktiven Kopfstützen, auf denen das GTI-Zeichen prangt.
Sechs handgeschaltete Gänge inklusive Schaltempfehlungsanzeige sind Serie, das DSG mit sechs Stufen gibt's gegen Aufpreis.
Ist DSG an Bord, darf der Fahrer sich auch an Schaltpaddeln am Lenkrad versuchen.
Das abgeflachte Lenkrad mit roten Ziernähten und "Chrom-Applikationen in Seidenmatt".
Wer jetzt erneut vom GTI-Fieber infiziert ist: Generation sechs kann ab sofort bestellt werden, ab 4. April ...
... steht der Golf GTI beim Händler. Ab 26.650 Euro und damit nahezu für den vierfachen Preis des ersten GTI. Bilder zur GTI-Historie ...
... und die wichtigsten Konkurrenten finden Sie ab Bild 57. Jetzt gibt's erst mal ein paar weitere Eindrücke des roten Renners vor städtischer Kulisse ...
... sowie die Lack-Vaniante in modischem Weiß. Einfach weiterklicken!
Verehrt: 5000 Stück wollte Volkswagen 1976 vom ersten GTI bauen. Mehr Potential trauten die Wolfsburger ihrem ...
... neuen kleinen Renner nicht zu. Der Rest ist Geschichte. Mittlerweile wurden rund 1,7 Millionen GTI verkauft.
Verweichlicht: Beim Blick ins karge GTI-Cockpit stellt sich gar nicht erst die Frage, wo sich der GTI in fünf Generationen rund 500 Kilo Mehrgewicht angefuttert hat.
Nachgelegt: Der Start der zweiten GTI-Generation brachte den Fans vor allem mehr Vielfalt. Mit und ohne Katalysator gab es den Renner mit 107 bis 139 PS. Der damals heißeste GTI war der 160 PS starke G60.
Die Einrichtung unterschied sich durch das Sportlenkrad, die Sportsitze und die elektrischen Fensterheber von den zivilen Versionen.
Unvergessen: Mit der dritten Golf-Generation (ab 1991) legte auch der GTI an Leistung zu. Zur Wahl standen Vierzylinder mit 115 oder 150 PS.
Von 1996 bis 1997 hatte VW das Sondermodell "20 Jahre GTI" im Angebot, das erstmals auch einem TDI (110 PS) zum begehrten GTI-Logo verhalf.
Vereint: Schick. Drei Generationen GTI friedlich vereint. Die langweilige Silber-Lackierung will allerdings nicht so recht ins Bild passen.
Verschmäht: Mit Golf Nummer vier (ab 1997) begannen harte Zeiten für GTI-Fans. Das glorreiche Kürzel verkam zur Ausstattungslinie, die mit fast jeder Motorisierung kombiniert werden konnte.
Abgesehen vom nicht mitgelieferten Rennfahrer, den 16-Zoll BBS-Alus und dem GTI-Logo am Heck war er äußerlich nicht von seinen zivilen Brüdern zu unterscheiden.
Erst zum 25-jährigen GTI-Jubiläum 2001 beruhigten sich die Gemüter wieder. Der Geburtstags-GTI punktete mit einem anständigen Spoilerpaket, 18-Zoll-Alus und einem 180 PS starken Turbo-Vierzylinder.
Wiederbelebt: 2005 reanimiert Volkswagen den "Mythos GTI" und schickt die fünfte GTI-Generation an den Start.
Durch den schwarzen Kühler, schicke Schürzen und die durchdachten Details ist der Fünfer-GTI jetzt gut vom zivilen Golf zu unterscheiden, ohne allzu prollig zu wirken.
Entsprechend schnell stürmt er die Herzen der GTI-Fans. Zumal auch die Leistung stimmt. Unter der Haube schnaubt ein 200 PS starker TFSI.
Vergittert: Das schwarze Wabengitter ist seit GTI Nummer fünf eines der GTI-Markenzeichen.
Verspielt: Ein dickes, unten abgeflachtes Sportlenkrad und ...
... der kurze Schaltknüppel verpassen auch der Inneneinrichtung einen sportlichen Touch.
Festgeschraubt: Knallenge Sportsitze, natürlich im traditionellen Karo-Muster, bieten in schnellen Kurven Seitenhalt.
Grenzenlos: VW selbst zeigt, was sich mit so einem GTI alles anstellen lässt. Dieser 240 PS starke Gumball-GTI wurde 2005 für das gleichnamige Rennen gebaut.
Konkurrenz in dieser Klasse gibt es reichlich. 240 PS wirft der Opel Astra OPC in die Waagschaale, ...
... 225 sind es beim Ford Focus ST, der den Motorsound über ein Rohr hinterm Armaturenbrett zu de Passagieren leitet.
260 Pferdchen treiben den gerade aufgefrischten Mazda3 MPS vehement nach vorn, ...
... nochmal fünf PS mehr mobilisiert der Audi S3. Der spielt aber, ...
... genau wie der BMW 135i bereits in einer anderen Preisliga.
Das neue Top-Modell der Mégane-Baureihe hatte gerade in Genf ebenfalls seinen großen Auftritt. Der Mégane Renault Sport – so die genaue Bezeichnung – wird von einem Zweiliter-Motor mit zweistufiger Turboaufladung befeuert, der 250 PS leistet und damit den Vorgänger nochmal um 26 Pferdchen überbietet.
Ebenfalls kein Leisetreter ist der Seat Leon Cupra mit 240 PS. Zumal er kaum teurer ist als der Golf GTI, aber noch mehr Leistung hat.
Weitere Bildergalerien und Videos zum Thema finden Sie in den Empfehlungen auf der linken Seite.