Vom Handwerker-Mobil zum Lifestyle-Van? VW holt den Caddy aus der Ecke, verpaßt ihm ein "Life" und schickt ihn in den Kampf gegen ...
... Bruder Touran, der mit 21.990 knapp 3300 Euro mehr kostet. Und dafür wesentlich eleganter und limousinenhafter wirkt.
Die straffe dritte Sitzreihe macht den Caddy Life zwar zum Siebensitzer, blockiert aber selbst bei eingeklappter Lehne den Kofferraum und läßt sich von einer Person allein kaum ausbauen. Fondpassagiere ...
... sitzen in beiden VW-Vans beengt. Für Erwachsene ist die dritte Reihe – wenn überhaupt – nur für Kurzstrecken zu empfehlen. Und sie kostet extra: Im Caddy Life 534, im Touran 650 Euro.
Parktechnisch gesehen ist der Kasten ein Knaller: Auch in der schmalsten Lücke gelingt das Ein- und Aussteigen dank der Schiebetüren mühelos, Plastikfront und -heck sind robust und können kleine Rempler locker wegstecken. Auch innen ...
Nach Punkten fährt der Caddy dem Touran vor allem wegen der schlechteren Bremswerte, der fehlenden Windowbags und dem nur gegen 389 Euro Aufpreis erhältlichen ESP hinterher. Dieses ist aber spätestens bei Ausweichmanövern ...
Kleider machen Leute: Das Cockpit des Touran gleicht dem des Caddy auf den ersten Blick, ist aber qualitativ hochwertiger und wirkt deshalb viel wohnlicher.
... beherrscht den Caddy schmutzfestes Hartplastik-Einerlei, das aussieht, als ob es auch einer Putzaktion mit dem Hochdruckreiniger standhalten könnte.
Seine Raumnachteile gleicht der Touran mit seiner großen Variabilität aus. Die Sitze lassen sich verschieben, klappen, ...
... zum Tisch umfunktionieren oder auch ...
... komplett ausbauen.
Ene, mene, meck – Sitze, seid jetzt weg! Mit einem Griff verschwindet die dritte Sitzreihe mit einem Griff so perfekt im Boden, daß eine ebene Ladefläche mit 1913 Litern Volumen entsteht. Im Vergleich zum Caddy ...
... ist das nett, aber auch nicht mehr: Der 20 Zentimeter höhere Kastenwagen bietet 937 Liter mehr Kofferraum (2850 Liter).
Die Handwerkerhose läßt grüßen: Das Klempner-Mobil bietet überall offene, großdimensionierte Fächer und Ablagen. Die Krönung: seine breite Dachgalerie über der Windschutzscheibe, die ohne weiteres eine Aktentasche schluckt.
Im Billigbruder müssen die Hinterbänkler zudem mit den hakeligen, nicht ganz waschstraßendichten Schiebefenstern vorlieb nehmen.
... dringend geboten. Vor allem voll beladen bricht das Heck sonst gerne mal aus. Im Alltag ...
... schlägt sich der Caddy aber überraschend gut. Das Fahrwerk ist straff, aber nicht unkomfortabel abgestimmt, Fahrleistungen und Elastizität bleiben nur wenig hinter dem Touran zurück. Der Verbrauch liegt bei beiden um sechs Liter Diesel.
Die moderne Vierlenker-Hinterachse des Touran dämpft Unebenheiten gut. Allerdings kaum besser als die blattgefederte Starrachse des Caddy.
Der Touran steht aus Tempo 100 nach 38,7 Metern (kalt, 39,3 m warm); der Caddy benötigt dafür kalt 41,7, warm 41,5 Meter.
Der dritte im Bunde: Mit 20.040 Euro liegt der Golf Plus als 105 PS starker Diesel preislich genau zwischen Touran und Caddy. Er bietet zwar ...
... weniger Raum als seine Brüder (825 bis 1618 Liter), dafür kann er aber mit seinen Fahreigenschaften punkten. Er sprintet ...
... in 11,8 Sekunden auf Tempo 100, die Spitze liegt bei 183 km/h. Der Caddy braucht für den Spurt 14,7 Sekunden (max. 166 km/h), der Touran 14,5 Sekunden (max. 179 km/h).
Funktional, aber dennoch recht wohnlich: das Cockpit des Plus.
Mit Netz (an den Rückseiten der Vordersitze) und doppeltem Boden: Insgesamt gibt es im Hochdach-Golf 42 Ablagemöglichkeiten.
Im Fond haben Passagiere erstaunlich viel Platz, vor allem ...
... wenn der umklappbare Vordersitz (262 Euro) geordert wird. Die Rücksitze ...
... lassen sich nach Bedarf auch einzeln umklappen.
Weitere Bildergalerien und Videos zum Thema finden Sie in den Empfehlungen auf der linken Seite.