Drei Typen, ein Thema: stark, schnell und trotzdem geeignet für die Fahrt zur Arbeit. Doch welcher ist der wahre GTI?
Der Ford fährt klar vorne weg. Nicht nur, weil der ST ohnehin 25 PS mehr Leistung hat. Die läßt sich nämlich noch mit einem Handgriff steigern. Mit Super plus statt wie empfohlen mit Super betankt, ...
... paßt sich die Motorsteuerung des Focus "nach oben" an – und setzt weitere zwölf PS frei. Macht unter dem Strich 237 PS.
Der wahre GTI heißt: GTI. Platzangebot, Power und Prickelfaktor – der Wolfsburger bietet einfach ...
... den besten Mix. Daß er mit 24.550 Euro ....
... das teuerste Fahrzeug im Vergleich ist, kann ihn nicht vom ersten Platz verdrängen.
Schlichte Sportlichkeit: Beim Opel muß man nach dem Turbo-Schriftzug am Heckdeckel fahnden, um die starke Version zu erkennen. Beim Golf stellt immerhin der markante Grill ein auffälliges Merkmal dar. Der Focus ...
... läßt sich dagegen auf den ersten Blick als kurvenräubernder Kracher identifizieren. Er fährt auf üppig dimensionierten 18-Zoll-Alurädern.
Nicht zu halten: Der Focus nimmt den Konkurrenten jeweils ein paar Zehntel ab. In 7,2 Sekunden erreicht er 100 km/h, weitere 10,8 sind es bis Tempo 200.
Ford hat dem Motor im Leerlauf einen leicht humpelnden Zündzeitpunkt verpaßt – was einen herrlich nervös grummelnden Sportmotor vorgaukelt. Die ansonsten vibrationsarme Maschine ...
... glänzt mit samtig gleichmäßiger Leistungsentfaltung, sattem Punch aus allen Lagen und einer quirligen Drehwilligkeit.
Zeig her: Der Focus prahlt mit viel Metall und insgesamt sieben roten Zeigern.
Der Tacho reicht: Bei 241 km/h ist Schluß.
Das sitzt: Die Recaro-Sitze sind gut ausgeformt.
Sportler mit Alltagswert: Alle drei Autos können recht gut schlucken. Am größten ...
... ist der Kofferraum des Focus mit 385 Litern. Maximal passen 1247 Liter hinein; der sichtbare Polsterschaum bei hochgeklappten Sitzflächen ist aber unschön.
Volkssportler-Maße: Der Focus ST ist 4,36 lang, 1,84 Meter breit und 1,45 Meter hoch. Der Astra ...
... ist einen Zentimeter niedriger. Diese flache Silhouette stellt Schnelligkeit gut dar.
Eine runde Sache: Die schicken Aluräder in 17 Zoll gibt's ab Werk.
Dem Zweiliter-Vierzylinder mit 200 PS geht im sechsten Gang spürbar die Puste aus. Daß er insgesamt leise und unaufgeregt, in unteren Drehzahlbereichen aber störend dröhnig läuft, ...
... distanziert ihn in dieser Disziplin vollends vom Supermotor des Focus. Auch beim Sprintwettbewerb ...
... muß sich der Astra dem Focus (und auch dem VW) geschlagen geben: Bis Tempo 100 braucht er 7,6 Sekunden, 130 sind in 11,9 geschafft.
Opel dreht auf: Die Roll-Regler in den Lenkradspeichen gefallen. Nicht dagegen die Position der Klimaanlagenknöpfe: Sie sitzen zu tief.
Ordentlich aufgeräumt: Die Instrumente lassen sich gut ablesen.
Einsteigen leicht gemacht: Der Astra besitzt ab Werk die Easy-Entry-Funktion der Sportsitze.
340 bis 1070 Liter passen in den Kofferraum des Astra. Die dreigeteilte umklappbare Rückbanklehne kostet 180 Euro Aufpreis.
Dezent: Der Dachspoiler des Golf ist zurückhaltend klein, und auch vom Doppel-Endrohr ist nur wenig zu sehen.
Für den Alltag gilt: VW nehmen. Der 200 PS-TFSI ist sparsam, leise und im Leistungsverhalten der beste Kompromiß. In Zahlen ausgedrückt heißt das: von null auf 100 ...
... braucht er 7,5 Sekunden, von null auf 130 sind es 11,4 Sekunden.
Nur Akzente: Die rot lackierten Bremsscheiben bringen ein bißchen Farbe hinter die ansonsten recht schlichten 17-Zöller.
Hervorragend: Die Sportsitze passen wie angegossen.
Macht was her: Der Wolfsburger protzt mit einer prominenten Fußstütze, einem eigenwillig geformten Sportlenkrad und ...
... einem Tacho bis 300 km/h. Das wirkt allerdings reichlich übertrieben, denn der Golf fährt maximal 235 km/h.
Bei Bedarf läßt sich die Rückbanklehne nach vorne klappen. Das Fassungsvermögen wächst so von 350 auf bis zu 1305 Liter an.
Der GTI gewinnt den Vergleichstest. Stolzer Zweiter wird der 24.200 Euro teure Ford; knapp dahinter landet der Opel, der mit 23.785 Euro das günstigste Fahrzeug des Trios ist.
Noch ein deutscher Volkssportler: Der stärkste 1er mischt ebenfalls beim Kampf um den wahren GTI-Erben mit. Sein Reihensechser ...
... leistet 265 PS und dreht höchst eindrucksvoll bis 7000 Touren. Das macht er gleichmäßig souverän, ohne lärmende Kraftanstrengung.
Der Sprint von null auf Tempo 100 gelingt in 6,1 Sekunden. Ein Wert, der GTI-Fahrer erblassen läßt.
Das Fahrwerk ist stramm, ohne unnötige Härte. Feinfühlig vermittelt die Lenkung jederzeit den vollen Fahrbahnkontakt, allenfalls in sehr flott angefahrenen Kurven dürfte das Serienfahrwerk eine Spur straffer sein.
Der BMW ist stärker und schneller als die GTI-Konkurrenten. Aber auch deutlich teurer: Mindestens 32.500 Euro werden fällig.
Sportlich-klassisch: Der 1er besticht mit seinem klaren, aufgeräumten Cockpit. Das Sportlederlenkrad ist wie das Sechsganggetriebe Serie.
330 Liter Kofferraumvolumen bietet der bayerische GTI-Gegner. Klappt man alles um, können 1150 Liter gepackt werden.
Weitere Bildergalerien und Videos zum Thema finden Sie in den Empfehlungen auf der linken Seite.