VW läutet mit dem Golf VII eine neue Ära ein: Denn mit dem neuen Kompakten kommt der MQB – der "Modulare Querbaukasten". Und der wird die VW-Familie nachhaltig prägen.
Denn der MQB ist sehr flexibel: Die Motoren – egal ob Otto-Aggregate (Modularer Ottomotorbaukasten MOB) oder Selbstzünder (Modularer Dieselmotorbaukasten MDB) – werden quer eingebaut. Das schafft Platz.
Zudem können Details wie Radstände, Spurbreiten, Rädergröße und Sitzposition im Konzern abgestimmt und variabel gestaltet werden. Allein bei VW rollen künftig die Modelle
Polo,
Beetle, Golf,
Scirocco,
Jetta,
Tiguan,
Touran,
Sharan,
Passat und CC alle auf dieser einen Plattform.
Audi,
Seat und
Skoda profitieren ebenfalls vom MQB.
Zurück zum Golf VII: Der MQB schafft mehr Platz für Passagiere und Gepäck. Außerdem soll die Karosserie leichter, steifer und windschnittiger werden.
Neues Heck und doch ein Golf: Der neue Look ist deutlich kantiger als bislang. In Sachen Design macht der Golf VII im Vergleich mit dem ...
... Vorgänger einen Sprung, bleibt sich aber treu. Die Scheinwerfer werden zu Schlitzen, die Proportionen ändern sich.
Passend zum MQB-Baukasten werden neue Motoren entwickelt. Die kleinen Motoren der Reihe EA211 reichen von 60 bis 150 PS, darüber rangiert die Baureihe EA288 von 90 bis 190 PS.
Auch die Motoren werden modulartig aufgebaut. Das spart Kosten und erleichtert die Anpassung an das entsprechende Modell.
Dabei spielt es keine Rolle, ob ein TSI-Motor ...
... oder ein TDI verbaut werden. Auch für einen ....
... Hybridantrieb ist Platz. Ein Beispiel dafür ist der ...
... Golf Blue-e-Motion mit Hybridantrieb (Markstart 2013; hier ein Versuchsträger im Kleid des Golf VI). Aber auch Erdgas und reine Stromer werden kommen.
Dabei ist der MQB nicht nur flexibel, sondern setzt auch auf gleiche Teile in verschiedenen Modellen, wie die Grafik zeigt.
Und dass der Golf VII längst in den Startlöchern steht, beweisen diese Bilder: Hier durchbricht der Bestseller die Totenstille im Death Valley. VW hat seinen Kompakten zu Versuchsfahrten in die amerikanische Einöde geschickt ...
... und ihn unter einer zentimeterdicken Tarnung verpackt. An einem der heißesten Orte der Erde eine echte Tortur für Klima, Kühlung – und Erlkönigfotografen. Vor allem, weil hier nach zahlreichen "Mulis" der erste echte Golf VII vorfährt. Viel kann man in der Tat nicht erkennen, ...
... aber es lässt sich erahnen, dass der Golf breiter und flacher werden soll.
Aus dem Schatten des Anhängers ins gleißende Licht der kalifornischen Sonne. Ab Ende 2012 soll die
siebte Golf-Generation (im Bild als Dreitürer, Felgen und Auspuffanlage lassen auf GTI schließen) auch bei den VW-Händlern im (Scheinwerfer-)Licht stehen. Fehler gilt es bis dahin auszumerzen, ...
... denn VW muss und will die Führungsposition in der Kompaktklasse verteidigen.
Inzwischen gibt's neben den Computer-Illustrationen auch erste Erlkönig-Fotos des neuen Armaturenträgers. Interessant ist vor allem der Blick auf Tacho und Drehzahlmesser, das Drumherum ist noch der bekannte Golf VI-Look.
Tankanzeige und Kühlwasser-Temperatur wandern beim
Golf VII offensichtlich in die Skalierung von Tacho und Drehzahlmesser, die entsprechenden Füllstände und Temperaturen werden mit LEDs angezeigt.
Unter dem grob vorgebauten Navi-Display steckt ein Teil der neuen Mittelkonsole, inklusive höher platziertem Bildschirm. Die Drehregler von Lüftung und Klimaanlage bleiben offensichtlich, wo sie sind.
Streng geheime Versuchsträger in unschuldiges Weiß zu verpacken und sie als Autos von der Stange an den Erlkönig-Kiebitzen vorbeizuschmuggeln, ist ein beliebter wie alter Trick der Fahrzeugentwickler – und zum Glück meist erfolglos. Hier parkt ein weißer
Golf GTI ...
... auf einem Parkplatz, der sich bei näherer Betrachtung als ganz heißes Eisen entpuppt. Die Haube nicht ganz zu, Kabel bis an die Radnabe und üppig verformte hintere Radhäuser. Da stimmt doch was nicht. Ein Eindruck, der sich ...
... beim Blick ins Cockpit bestätigt. Gelbe Warnaufkleber, verbastelte Drehregler an der Klimaanlage und das vorgebaute Navi-System bestätigen: Hier parkt die nächste Golf Generation.
Konkret ist es aber kein Kassenmodell, sondern die kommende GTI-Generation, die erst im vierten Quartal 2013 an den Start gehen wird. Spannend ist der Blick ins Auto. Da "sitzen" Ballast-Tanks, die den Golf tief in die Federn drücken.
Wie Fahrwerk, Reifen und Karosserie darauf reagieren, erfassen Sensoren an den Rädern, die über Kabel mit den Computern der Ingenieure verbunden sind. Geht es nach der Auspuffanlage, hält hier der Golf VII
GTI seinen Hintern in die Kamera.
Allzu viele Rückschlüsse aufs neue Design des
Golf VII darf man allerdings noch nicht ziehen, denn noch versteckt sich die neue Quermotor-Plattform des Golf unter der grob zurechtgezimmerten Karosserie des
Golf VI.
Technisch bleibt's wohl beim vom aktuellen GTI bekannten 2.0 TSI, der im Standard-GTI-Trimm allerdings wohl 230 PS leisten wird. Apropos GTI: Hier schleicht sich der zweite sportliche Golf vom Hof, gut zu erkennen am Vierrohr-Auspuff. Gut möglich, dass hier ...
... nicht nur der Golf GTI VII erlegt wurde, sondern sogar der
Golf VII R – das sportliche Topmodell der Baureihe. Der sollte rund 300 PS zu bieten haben, die ihren Ursprung ebenfalls im bewährten 2.0 TSI haben.
Fett: Das Detailbild zeigt, wie breit der nächste Golf tatsächlich wird. Aller Voraussicht nach wird die
siebte Golf-Generation kaum an Länge, wohl aber an Radstand und eben Breite zulegen – bei gleichzeitig abnehmender Dachhöhe.
Noch lange nicht vom Tisch ist ein Golf Coupé, das mit der siebten Golf-Generation debütieren könnte. Fünf Türen, wie in dieser Illustration, sind allerdings wenig realistisch – zu nah am Jetta. Eher denkbar ist ein knackiger Dreitürer nach dem Vorbild der
Studie NCC, die 2010 in Detroit gezeigt wurde.
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