Vergangenheit und Zukunft: Der brasilianische Designer Eduardo Oliveira hofft auf eine Neuauflage des VW New Beetle und hat auch schon einen Vorschlag gemacht, wie die Retro-Retro-Version aussehen könnte.
Denn fest steht: Noch 2010 werden die Produktionsbänder des VW New Beetle im mexikanischen Puebla gestoppt. Für immer? Darüber wird viel spekuliert.
Zumindest die von Oliveira designte Front mit dem breiten Grinsen ähnelt dem alten Käfer mehr, ...
... als dies beim New Beetle der Fall war.
Allerdings sind die kreisrunden Scheinwerfer des Originals eckigeren Versionen gewichen.
Laut Designer ist das ein Tribut an das aktuelle
VW-Gesicht.
Die Rücklichter sind aber dem alten Käfer nachempfunden.
Den Motor sieht Oliveira traditionell im Heck verbaut. Auch wenn
VW derzeit keine Plattform für diese Anordnung hätte.
Nicht nur profane Ottos und Diesel sieht der Brasilianer als Antriebseinheiten, auch eine E-Version hat einen festen Platz in seinen Überlegungen.
Offen lässt der Designer neben der Lösung dieses Problems auch die Frage, ob die Kraft auf die vorderen oder hinteren Räder übertragen wird.
Konkrete Gedankenspiele zum Thema Türen: Der Entwurf hat optional zwei ...
... oder vier davon, im letzteren Fall gegenläufig öffnend.
Der Brazil-Beetle im GTI-Look.
Das Cockpit ist überaus schlicht gehalten. Den großen Tacho gab's auch im New Beetle.
Hier der Vergleich zum Beetle-Original. Für die Blumenvase scheint Oliveira keine Verwendung mehr zu haben.
Sogar über den Preis macht sich Oliveira Gedanken: 19.500 bis 26.000 Euro hält er für angemessen. Aus der theoretischen Zukunft in die gelebte Vergangenheit ...
Dauerläufer: Fast 22 Millionen Exemplare baute
Volkswagen von seinem Bestseller. Zunächst in Deutschland und ab 1978 in Mexiko. Dort lief das letzte Modell 2003 vom Band.
Runde Sache: 1955 durchbrach die Anzahl der weltweit produzierten Typ-1-
VWs die Millionenmarke.
Guterhaltene und gleichzeitig unverbaute Exemplare sind Mangelware, nachdem sich Generationen von Tunern und Bastlern am Käfer schadlos gehalten haben.
Schlicht, wenn nicht gar karg gestalteten die
VW-Designer das Cockpit. In der Nachkriegszeit störte das allerdings kaum einen Käufer.
Flügel-Tür: Einen Richtungswechsel zeigten anfangs keine Blinker am Heck an, sondern ausklappbare Winker. Erst 1960 bekam der Käfer eine Blinkanlage.
Ein echter He(c)ktiker: Ein Markenzeichen des Käfers war sein rückwärtig eingebauter Boxermotor.
Wer schön sein will, muss blechen: Rost an der Karosserie ist eines der größten Probleme des Käfers. Zum Glück mangelt es nicht an Ersatzteilen.
Der Vorläufer des Käfers war der KdF-Wagen (Kraft durch Freude) von 1938. Auf ihm gründet das einmalige Erfolgskonzept aus Wolfsburg.
"Dickholmer" ist der Spitzname der Modelle, die zwischen 1957 und 1964 gebaut wurden. Wie ihre Vorgänger sind sie mittlerweile selten und deshalb teuer.
Der letzte seiner Art: Mit den 3000 Autos der Última Edición endete die Karriere des Käfers 2003. Der Käfer – ein Auto, nahezu endloser Reichtum an Modellgenerationen und Umbauten. Hier geht es zur
Geschichte über den wahren Käfer.
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