Das Wörthersee-Treffen steht nicht nur unter dem Motto "Gummi, Gummi, Gummi". Volkswagen nutzt die Anwesenheit zigtausender GTI-Fans, um eine GTI-Studie vorzustellen: den Golf GTI "Wörthersee 09".
Lina van de Mars lässt den Traum zahlloser Tuning-Freaks von zwei Models enthüllen.
Da ist er! Rauch steigt auf aus den vorderen Radhäusern, noch bevor das Fahrzeug auch nur einen Meter gefahren ist. GTI-Fans lassen sich viel lieber durch Showeffekte als durch VDA-Kofferraummaße beeindrucken.
VW-Entwicklungschef Dr. Ulrich Hackenberg erläutert das Konzept des Wörthersee-GTI. "Der rote Sonderlack ist das Thema beim Wörthersee-GTI, die Farbe haben wir auch bei der Innenraumgestaltung aufgenommen."
"Firespark Metallic" heißt der rote Sonderlack, den die VW-Designer extra für den Wörthersee-GTI angerührt haben. Grillprofis ...
... kennen den Farbton – wenn die Kohle diese Farbe annimmt, werden die Würstchen super. Technisch ist der See-Golf ein GTI von der Stange. 210 PS, 238 km/h Spitze.
Der neue Sportauspuff wirkt sich zwar nicht auf die Leistung des Wörthersee-GTI aus – dafür aber auf dessen Klang. Das ist ja auch schon was.
Verbreiterte Schweller kommen immergut an beim Tuning-Publikum.
Schwarz lackierte 19-Zoll-Speichenräder mit rotem GTI-Streifen – sowas darf VW Zubehör gerne ins Sortiment aufnehmen.
Der Rot-Ton findet sich auch im Cockpit wieder. Neu sind die luftdurchlässigen Waben im Sitzbezug.
Damit die Insassen niemals vergessen, dass sie nicht in einem Standard-Golf sitzen, erinnern zwei GTI-Schriftzüge auf den Recaro-Sitzen an die Top-Variante.
Der Understatement-GTI: Abgesehen von der Sonderlackierung, den mattschwarzen Speichenfelgen auf Pirellis mit rotem Zierstreifen unterscheidet sich der Wörthersee-GTI kaum vom Serien-Pendant.
Auch von hinten gilt: Nur Fans können den Wörthersee-GTI von der Serien-Ausführung unterscheiden. Sicherstes Indiz ist der Sonderlack, ansonsten gibt es am Heck keinen Hinweis auf den GTI "Wörthersee 09".
Ganz anders im Einstieg. Hier erinnert eine gravierte Leiste wo der GTI zur "Welt" kam.
So sah das VW-Geschenk an die Fangemeinde vor 20 Jahren aus. Der Golf II aus Granit ist heute das Wahrzeichen der Gemeinde Maria Wörth.
Golf GTI "Wörthersee 09" schön und gut. Manchen Fans kommt die Studie etwas mager vor. Dagegen geht der Golf GTI Street mit deutlich mehr Härte zur Sache.
Vier VW-Azubis haben den weiß-schwarz lackierten GTI seit Anfang März unter ihre Fittiche genommen. Das Ergebnis ist ein 301 PS starker Krawallbruder.
Unter der Haube sitzt der bekannte 2,0-Liter-Vierzylinder mit Turboaufladung.
Bei den Details beweisen die vier Tuning-Schüler echten Geschmack: eingefrästes GTI-Logo in den Bremsscheiben. Die Bremsanlage stammt vom Golf R32.
Der Innenraum ist mindestens so hübsch und sportlich wie bei der Wörthersee-Studie: weißes Leder schmiegt sich um das Sportlenkrad. Die Lüftungsdüsen werden von ebenfalls weiß lackierten Rahmen in Szene gesetzt.
Enorm trendiger Tuning-Auftritt am Heck. Der 26 Zoll große Monitor zeigt die Inhalte der angeschlossenen X-Box.
Im Fond sieht nichts mehr aus wie im Serien-GTI. Der "Street" wurde von drei auf zwei Sitze umgebaut. Die Mittelkonsole stammt vom Flaggschiff VW Phaeton.
Knackige Auspuff-Optik unter der modifizierten Heckschürze. Die Edelstahl-Auspuffanlage ist speziell auf die 301 PS zugeschnitten.
Über der Heckscheibe sorgt ein schnittiger Flügel für optimale Abtriebswerte. Auch unterhalb des Golf zeigt VW Muskeln.
Auch sportliche Polo haben Tradition. An die zu ihrer Zeit teuflisch schnellen Polo GT, Polo G40 oder Polo GTI erinnern wir uns gern. Und natürlich soll auch die neuste Polo-Generation schon bald ein paar Muckis bekommen. Rein optisch ...
... zeigt der Polo "Wörthersee 09", wohin die Reise bei einer sportlichen Polo-Version gehen wird. "Flashroter" Sonderlack, 18-Zoll-Alus, Sportfahrwerk, ...
... zwei schwarze Rallyestreifen und ein bisschen GTI-Zierrat in Kühler und Frontschürze. Hat was. Mit Blick aufs Heck wird aber klar, wo der See-Polo noch ...
... Defizite hat: bei der Leistung. Das dünne Endröhrchen entsorgt die Abluft des bekannten 86-PS-MPI-Benziners. Der reißt keine Brocken aus dem Asphalt. Kann ja aber alles noch kommen.
Auch live macht die Wörthersee-Studie des neuen Polo eine sportliche Figur. Besonders in Kombination mit den üppigen 18-Zoll-Rädern fällt auf, wie groß der neue Polo geraten ist. Gerade mal fünf Zentimeter kürzer als ein Golf III.
Die "flashrote" Lackierung und die schwarzen Anbauteile sind eine Reminiszenz an das Original, den allerersten Golf GTI.
Besonders von vorn besteht beim neuen Polo Verwechslungsgefahr mit dem Sechser-Golf.
Vor wenigen Jahren machte man sich mit Rallyestreifen noch lächerlich. Heute sind Folien in der Tuning-Szene sehr beliebt. Auf dem Wörthersee-Treffen folgen zahlreiche Fahrzeuge diesem Styling-Gag.
Die schicken 18-Zöller hören auf den weniger sportlichen Namen "Budapest".
Von der Seite betrachtet hat der neue Polo seine eigene Note. Dank des hinteren Dreieckfensters setzt er sich klar vom größeren Bruder Golf ab, für den traditionell die massive C-Säule prägend ist.
Knackiger Hintern: Die dezente Tieferlegung steht dem Polo ausgezeichnet. Tuning-Freunde werden sicherlich den dürftig dimensionierten Endschalldämpfer kritisieren.
Warum noch Golf GTI kaufen, wenn der mit Sicherheit zu erwartene Polo GTI genau so sportlich daher kommt? Nicht jeder braucht soviel Platz wie im Golf und ein sportlich aufgemachter Polo V hat in Sachen Handling Vorteile gegenüber dem schwereren Bruder.
Der Wörthersee-Polo setzt mit glänzend schwarz lackierten Außenspiegeln Akzente.
Bitte einsteigen: Mit fünf Türen ist der Polo sogar familienfreundlich. Tuning-Fans bevorzugen jedoch Dreitürer, das Design wirkt dann "glatter" und sportlicher.
Im Innenraum gibt es keine Überraschungen. So ähnlich wird wahrscheinlich auch der kommende Polo GTI aussehen.
VW hat die Studie mit einem unten abgeflachten Dreispeichen-Lenkrad mit roten Ziernähten à la Golf GTI ausgestattet.
Der Bezug der Sportsitze mit dem Namen "Hexagon" besteht aus Kunstfaser und ist besonders atmungsaktiv.
Beim Rücksitzraum der Wörthersee-Studie kann man schon fast von einem limousinenhaften Fond sprechen: Genug Platz für Beine und Kopf, elektrische Fensterheber, Kopfstützen und die lederähnlichen Polster lassen in Sachen Komfort nicht mehr viel vermissen.
Da geht noch was: Die Studie hat den bewährten 1,4-Liter-Vierzylinder mit Multipoint-Einspritzung unter der Haube. Nach VW-Angaben verbraucht der Polo mit diesem Aggregat nur 5,9 Liter Super.
86 PS und 177 km/h Spitze dürfte die wenigsten GTI-Fans zufriedenstellen. Benchmark für den nächsten Polo GTI: der Polo IV GTI Cup Edition mit 180 PS. Der rannte 225 km/h und erreichte nach 7,5 Sekunden 100 km/h. Da käme der Polo V dem Golf GTI gefährlich nahe.
Das Highlight am VW-Stand vom Wörthersee 2008: VW-Werksschrauber nahmen sich den Golf V GTI vor. Was dabei herauskommt, wenn die VW-Techniker mit einem Golf GTI eine Nacht in einer Halle voller Tuning-Zubehör ...
... eingesperrt werden, zeigt der Golf GTI Performance. Lambo-Doors, eine schicke ...
... Zweifarb-Lackierung und eine wirklich ...
... beeindruckende Heckschürze werden wohl so machem Hobby-Schrauber den Schlaf rauben.
Der Wahnsinn geht im Cockpit weiter. Das zweifarbige Armaturenbrett ist allerdings ...
... nicht halb so spektakulär, wie der Kofferraumausbau. Dort sitzt neben einem großen Schalensitz ...
... auch noch ein klangstarkes Multimediasystem. Serienstart? Defintiv ausgeschlossen!
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