Der erste Vergleich: AUTO BILD lässt den neuen VW Scirocco gegen das BMW 1er Coupé antreten.
Die Frage aller Fragen: Macht der Scirocco seinem Namen alle Ehre oder ist er statt heißem Wüstenwind doch nur ein laues Lüftchen?
Zwei Maschinen, zwei Konzepte: Den VW befeuert ein Turbo-Vierzylinder, im BMW arbeitet ein Reihensechser ohne Aufladung.
Dieses Bild spricht Bände: Dem Wolfsburger Coupé gelingt es tatsächlich, sich vor den 1er zu schieben. Der Scirocco gewinnt ...
... die Wertung mit einem hauchdünnen Vorsprung von vier Punkten. Vor allem in Sachen Fahrspaß und bei den Kosten liegt der Fronttriebler vorne.
Freudenspender: Der aus dem Golf GTI bekannte Zweiliter-Turbo mobilisiert im Scirocco 200 PS und 280 Nm Drehmoment.
Schneller als erwartet: VW verspricht 7,1 Sekunden für den Sprint von 0 auf Tempo 100, bei der AUTO BILD-Messung brauchte der weiße Tiefflieger aber nur 6,3 Sekunden.
Der spielt gerne den jungen Wilden: Auf kurvenreichem Terrain benimmt sich der Scirocco wie ein von der Leine gelassener Terrier, schnüffelt mit Gusto ...
... in die engsten Biegungen, fackelt nicht lange. Kein lästiges Untersteuern, kein Wanken, nur Einlenken und rum.
Gelungen: Mit seiner breiteren Spur und dem tieferen Schwerpunkt wirkt der Scirocco noch trockener und präziser als der viel gerühmte Golf GTI.
Doppelendrohr: Ein hübscherer Sound würde dem Scirocco gut stehen, aber bitte ohne das Dröhnen bei 5000 Touren.
Runde Sache: VW stellt den kompakten Sportler serienmäßig auf Aluräder im 17-Zoll-Format.
Geschmacksache: Das Steilheck des Scirocco könnte für Diskussionen sorgen.
Gutes Gestühl: Die Sitze sind noch besser als die im Golf GTI.
Das Cockpit des Scirocco gleicht dem des Eos: praktisch, übersichtlich, sauber verarbeitet, aber langweilig.
Etwas zu optimistisch: Bei maximal 233 km/h bleibt die Tachonadel auch bei Vollgas noch ein gutes Stück vom Ende der Skala entfernt.
Erst die DSG-Schaltung bringt das volle Fahrvergnügen. Sie kostet allerdings 1850 Euro Aufpreis, und am Automatikmodus darf ruhig noch gefeilt werden.
Da sind Nehmerqualitäten gefragt: Egal in welcher Stellung das adaptive Fahrwerk steht, der Scirocco malträtiert seine Passagiere auf schlechten Straßen recht ungeniert.
Das volle Musikprogramm: Den Anschluss für einen MP3-Player findet der Scirocco-Pilot neben der Handbremse.
Desingobjekt: der Türgriff im Scirocco.
Umständliche Prozedur: Nicht nur in engen Parklücken erschweren die riesigen Türen den Einstieg. Auch die hinteren Passagiere ...
... müssen sich gekonnt hinter die Vordersitze falten und ...
... sich dann auf einem der beiden Einzelsitze niederlassen.
Der Lohn für die Mühen: Die beiden Rücksitze sind keine Folterbank, nicht einmal für Erwachsene.
Der Scirocco hat eine an sich praktische Heckklappe mit einer allerdings sehr hohen Ladekante. In der Konfiguration als Viersitzer lassen sich dahinter 292 Liter Gepäck verstauen, ...
... sind die Sitze nach vorne geklappt, passen bis zu 755 Liter ins VW-Heck.
Preis-Leistungs-Sieger: Für den Scirocco 2.0 TSI DSG ruft VW einen Preis von 28.350 Euro auf. Eingerechnet sind bereits das adaptive Fahrwerk für 925 und die Breitreifen für 205 Euro.
Knapp geschlagen: Die Minuspunkte, die sich der BMW durch seinen hohen Preis einhandelt, kann er in den anderen Wertungskapiteln nicht mehr aufholen.
Hebt auch ohne Turbo die Stimmung: Ab 4000 Touren legt der drei Liter große Reihensechszylinder richtig los. Das Aggregat schickt 218 PS und 270 Nm Drehmoment an die Hinterräder.
Unterlegen: Das 125i Coupé braucht für den Sprint auf Tempo 100 6,6 Sekunden, schlägt den Scirocco aber mit einer Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h.
Der BMW zeigt ein sanfteres Naturell als der VW: Schön handlich ist er, aber etwas knieweich ...
... beim Kurswechsel, das Lenkgefühl ist stärker gefiltert, nicht ganz so sportlich wie der Scirocco. Das 1er Coupé ist eindeutig die kultiviertere Alternative.
Akustisch ansprechendes Zusammspiel: Der perlende Lauf des Reihensechsers im Bug erzeugt am Heck einen edlen Klang.
Der BMW steht auf filigranen 18-Zöllern. Wer breite Mischbereifung aufziehen lassen will, muss 750 Euro extra nach München überweisen.
Sauber: Die vorderen Passagiere dürfen sich im 125i über tolle Sportsitze freuen.
Der BMW wirkt innen moderner als der VW, mehr im Einklang mit der gehobenen Preisklasse.
Klassische Handarbeit: Der Motor verteilt seine Kraft über ein manuelles Sechsgang-Getriebe.
Kein BMW ohne Startknopf. Aber ganz ehrlich: Ohne ihn wäre die Prozedur einfacher.
Zulandung und Gepäckraum sind im BMW größer: Wenn vier Passagiere an Bord sind, passen unter den Heckdeckel 370 Liter. Außerdem lassen sich ...
... die beiden Einzelsitze im Fond nach vorne klappen, wenn mehr Transporttalent gefragt ist.
Der Preis des BMW 125i liegt 4070 Euro über dem des Scirocco. In den 32.600 Euro schon eingerechnet ist die Mischbereifung des Testwagens.
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