VW präsentiert mit dem Tiguan den jüngsten Wettbewerber im Segment der kompakten SUV. Platzhirsch bei den lifestyligen Softroadern ist aktuell der BMW X3, aber ...
... der Bayer sollte sich schon mal warm anziehen. In der Grundausstattung ist der Wolfsburger satte 8200 preiswerter. Kein schlechtes Argument im direkten Vergleich.
Die Perspektive täuscht: Der BMW X3 ist 14,2 Zentimeter länger und 4,4 Zentimeter breiter als der Tiguan, aber gleich hoch. Im ersten Aufeinandertreffen der beiden Konkurrenten ...
... kann der Tiguan überzeugen. Für den Neuling sprechen vor allem sein erstaunlich hoher Komfort, ...
... die gute Basisausstattung zum angenehm niedrigen Preis und ...
... die hohe Anhängelast. Nicht so gut gefällt ...
... die etwas umständliche Verstellung der Rücksitzlehnen und ...
... die Tatsache, dass er am Heck nur mit herkömmlichen Birnen leuchtet. Zumal die Optik der Rücklichter LED-Technik verspricht.
Der Tiguan ist in den drei Varianten "Trend & Fun", "Sport & Style" und "Track & Field" erhältlich. Immer an Bord ist der ...
... permanente Allradantrieb 4Motion, sodass es auf jeden Fall für leichteres Gelände reicht. Wer da auch größere Hürden nehmen will, ...
... sollte zum Tiguan "Track & Field" greifen. Dessen Nase ist kürzer als bei seinen beiden Brüdern und ermöglicht Böschungswinkel bis 28 Grad. Außerdem hat er viele elektronische Gelände-Helfer an Bord.
Der stellt den X3-Vierzylinder deutlich in den Schatten: Aus 1,4 Litern Hubraum presst der TSI dank Kompressor und Turbo 150 PS und 240 Nm Drehmoment, ...
... die den Tiguan in 9,3 Sekunden in den dreistelligen Geschwindigkeitsbereich schieben. In Sachen ...
... Höchstgeschwindigkeit stagniert der VW bei 192 km/h – da ist der BMW etwas schneller.
Heckansicht: Der VW entlüftet den Vierzylinder über ein doppeltes Endrohr.
Variable Größe: Tiguan "Track & Field" und "Trend & Fun" rollen serienmäßig auf 16-Zöllern, beim "Street & Style" sind 17-Zöller im Lieferumfang.
Erstaunlich komplett: Schon in der Basisversion verwöhnt der Tiguan seinen Fahrer mit CD-Radio, halbautomatischer Klimaanlage, beheizbaren Außenspiegeln und Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung.
Komfortabel: Die Rücksitzbank des Tiguan ist um 16 Zentimeter verschiebbar. Hinten gibt es Annehmlichkeiten wie ...
... ein großes Staufach in der Mittelarmlehne und ...
... ausklappbare Tische an den Vordersitzen (Serie ab "Street & Style"). Isofix-Kindersitzbefestigungen auf den hinteren Plätzen sind immer an Bord.
Der Golf Plus lässt grüßen: alles sehr ordentlich verarbeitet, die Materialien brauchen sich nicht hinter BMW zu verstecken.
Alles im Blick: Vier Rundinstrumente und ein zentrales Display informieren den Fahrer.
Handarbeit: Der 1.4 TSI verteilt seine Kraft über ein manuelles Sechsgang-Getriebe an alle vier Räder.
Endlich zeigt es mal einer! Blinkerhebel des VW Tiguan mit einer Grafik zur korrekten Bedienung von Fernlicht und Lichthupe.
Elektronischer Pfadfinder: Ein Navigationssystem gibt es ab 850 Euro. Mit Touchscreen-Monitor werden 2475 Euro fällig.
Standard: elektronische Parkbremse mit "Auto Hold"-Taste, die ein Zurückrollen am Berg verhindert.
Es werde Licht – und wie. Das Panorama-Schiebedach kostet 1130 Euro extra. Im Preis enthalten ...
... ist eine elektrische Jalousie, die den Innenraum im Bedarfsfall vor allzu intensiver Sonnenbestrahlung schützt.
Da ist Platz: Der Kofferraum des Tiguan fasst laut VW mindestens 470 Liter. Durch Umklappen ...
... der Rückbank lässt sich das Volumen auf bis zu 1510 Liter erweitern. Unterhalb ...
... des Kofferraumbodens ist neben der Reserveradmulde Platz für Kleinkram. Der Deckel ...
... kann mit einem Stift an der Seitenverkleidung arretiert werden. Eine Kleinigkeit, die das Autofahrerleben deutlich erleichtert.
Unter der Tiguan-Haube arbeiten ausschließlich aufgeladene Direkteinspritzer. Zum Start gibt es den ...
... 1,4-Liter-Benziner mit 150 PS und den neuen Common-Rail-Diesel mit 140 PS. Im Frühjahr 2008 kommen ...
... noch zwei weitere TSI-Benziner mit 170 und 200 PS auf den Markt, ...
... und der Diesel ist dann auch mit 170 PS zu haben. Einstiegsmodell des Tiguan ist ...
... der 1.4 TSI, den es ab 26.700 Euro gibt. Bei den Dieseln beginnt die Preisliste bei 28.800 Euro.
AUTO BILD-Redakteur Diether Rodatz meint: "Die mächtigen Hoppla-hier-komm-ich-SUV werden von der CO2-Debatte ausgebremst. So gesehen kommt der Tiguan zum richtigen Zeitpunkt. Und zum richtigen Preis."
Der Konkurrent aus München hat schon bald vier Jahre auf dem Buckel, sieht nach seinem Facelift beim Design aber alles andere als alt gegen den Tiguan aus. Beim Preis schon eher: Für einen ...
... X3 2.0i verlangt BMW mindestens 34.900 Euro. Bis jetzt konnte das an seiner Marktführerschaft nicht rühren.
Die Seitenansicht zeigt es deutlich: Für Ausflüge ins Gelände ist der BMW mit seinem kürzeren Vorderwagen besser geeignet als die beiden Onroad-Versionen des Tiguan. Wie im VW ...
... sorgt auch beim X3 ein permanenter Allradantrieb für zusätzliche Traktion abseits befestigter Straßen. Eine spezielle Geländeuntersetzung fehlt aber auch hier.
Vier Zylinder, zwei Liter Hubraum, aber keinerlei Aufladung: Das BMW-Aggregat schickt wie die VW-Maschine 150 PS in den Antriebsstrang, aber ein 20 Prozent geringeres Drehmoment (200 Nm) ...
... bei deutlich höherer Drehzahl (3750 Touren) bedeuten nur den zweiten Platz in der Sprintwertung. Von 0 auf Tempo 100 braucht der X3 2.0i 11,5 Sekunden.
Bei der Höchstgeschwindigkeit hängt der Bayer den Wolfsburger ab: Mit viel Anlauf sind 198 km/h drin.
Bescheiden: Im Gegensatz zum Tiguan kommt der X3 mit einem Endrohr aus.
Wenig komfortabel: Die Federung beim BMW ist im Vergleich zum VW knüppelhart, ...
... was für den Fahrer nicht sehr angenehm ist. Die Servolenkung arbeitet präzise, die des Tiguan aber besser: Rein elektrisch unterstützt, lässt sie keine Stöße von der Straße durchkommen.
Für das Plus an Sportlichkeit in der Kompakt-SUV-Klasse sorgt das Cockpit des Bayern. Das griffig-dicke Lederlenkrad und die glänzenden Metall-Akzente wirken hochwertig.
Der kostspielige X3 rechtfertigt seinen Preis durch viel Sicherheit, ausreichend Platz und tolle Sitze. Auch hinten ...
... kann man sich's richtig nett machen. Der Fond des Tiguan bietet im Vergleich allerdings die besseren, weil höheren Plätze.
Bei geklappter Fondbank entsteht kein ebener Ladeboden, aber ...
... immerhin sind 1560 Liter maximales Ladevolumen 50 Liter mehr als der Tiguan zuladen kann.
Vorsicht, X3! Während die Konkurrenz die Nischen besetzt, kommt VW mit schöner Regelmäßigkeit erst Jahre später und erobert die Käufergunst im Sturm – siehe Sharan, Touran oder Touareg. Mit dem Tiguan soll das Erolgsrezept jetzt erneut aufgehen. Die Chancen stehen nicht schlecht.
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