Das ist ihr Revier: Die beiden Luxus-Allradler VW Touareg und Mercedes ML beim Cruisen durch die Stadt.
Mit gelifteter Nase und und viel neuer Technik hat VW den Touareg frisch gemacht. Das SUV wirkt deutlich edler als bisher. Ob es jedoch reicht, ...
... dem erfolgsverwöhnten Mercedes ML gefährlich zu werden, zeigt der Vergleichstest.
Hauben hoch: Die beiden Geländegänger aus Wolfsburg und Stuttgart treten mit aufgeladenen Sechszylinder-Dieseln an.
Zwei Allradler für den großen Auftritt: Anders als manche Gesichter in der Menge vergisst man diese beiden Autos nicht so schnell.
Das Bild täuscht: Sowohl die Slalom-Wertung als auch den Vergleich ...
... gewinnt der ML 320 CDI. In sämtlichen Kapiteln kann sich der Mercedes durchsetzen. Am Ende erzielt er 21 Punkte mehr als der Touareg.
Sehr souverän: Die M-Klasse überrascht immer wieder mit ihrer agilen und satten Straßenlage. Die Lenkung ist präzise, die Federung ausgewogen.
Immer gelassen und entspannt: Der V6-Diesel holt aus drei Litern Hubraum dank Turboaufladung 224 PS und 510 Nm Drehmoment.
In 8,9 Sekunden erreicht der ML 320 CDI aus dem Stand Landstraßentempo, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 215 km/h.
Wohnlich: Das Mercedes-Cockpit ist schick und bestens verarbeitet. Wer in der Mittelkonsole fernsehen will, zahlt dafür 3808 Euro – Navigationssystem inklusive.
Gut platziert: Der kleine Hebel für die Siebengang-Automatik liegt optimal zur Hand.
Komische Kombination: der Stumpf eines klassischen Zündschlüssels und der Starterknopf. Das "Keyless-Go" kostet im Paket mindestens 1749 Euro.
Im Fond bietet die M-Klasse jede Menge Platz. Die Sitze sind im Vergleich zum Touareg besser ausgeformt und bequemer.
Der Kofferraum ist variabel, bietet zwischen 500 und 1830 Liter Stauraum. Rückbank und Lehne lassen sich geteilt umklappen.
Auf Knopfdruck öffnet das Gepäckabteil elektrisch. Derartiger Komfort kostet 589 Euro extra.
Der Mercedes-Benz ML 320 CDI steht mit einem Grundpreis von 51.408 Euro in der Liste.
Noch muss sich der Toureg der M-Klasse geschlagen geben, er hat durch das Facelift aber nicht nur optisch ...
... sondern auch technisch gewonnen. Viele Details des Modellpflegeprogramms verstecken sich unter dem Blech.
Der lebhafte Dreiliter-V6 mit 225 PS und 500 Nm Drehmoment läuft etwas rauer und lauter als die Mercedes-Maschine.
Neu übersetzt: Dank veränderter Achsübersetzung wirkt der V6 TDI im neuen Touareg lebendiger als in seinem Vorgänger. Der Wagen ...
... beschleunigt in 8,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und erreicht maximal 202 km/h.
Ein Gefühl wie in einer Oberklasse-Limousine: Durch die feinen Materialien und die geschliffene Verarbeitung setzt der Touareg-Innenraum immer noch Maßstäbe in dieser Klasse.
So geht es doch auch: Der Motor wird mit einem ganz normalen Zündschlüssel zum Leben erweckt.
In dieser Klasse bietet der VW ein nicht übermäßig geräumiges Platzangebot im Fond. Für lange Beine wird es eng.
Kleiner Knopf, großer Preis: 462 Euro verlangt VW für die elektrische Öffnung der Heckklappe.
Sehr edel gemacht: Im Heck des Touareg reist das Gepäck first class. Der Kofferraum schluckt zwischen 555 und 1570 Liter.
Praktisch: separat öffnende Heckscheibe.
Im Rahmen der Modellpflege ließ VW das Fahrwerk des Touareg im Prinzip unverändert, investierte aber einiges an Feinarbeit. Der Allradler fährt auch jetzt noch ...
... eher gemütlich als stürmisch und im direkten Vergleich mit dem ML eine Spur behäbiger.
Neue Fahrassistenzsysteme: Die Distanzregelung ACC, die das Auto automatisch bremst und beschleunigt, kostet zusammen ...
... mit dem Umfeldbeobachtungssystem Front Scan – bei dem ein Radarsensor das Gelände vor dem Auto abtastet und den Fahrer gegebenenfalls warnt – 2031 Euro.
Den Spurwechselassistenten Side Scan gibt es für 564 Euro. Er überwacht den toten Winkel und warnt per Blinklicht im Außenspiegel, wenn trotz einer Gefährdung der Blinker zum Überholen gesetzt wird.
Preislich liegt der Wolfsburger auch nach dem Facelift noch unter dem Stuttgarter: Inklusive Automatikgetriebe kostet der VW Touareg V6 TDI 48.344 Euro.
Fazit von AUTO BILD-Redakteur Dirk Branke: "Starker Auftritt von beiden. Touareg und ML überzeugen mit Platz, Komfort, starken Dieseln und ...
... sind im Gelände nicht zu unterschätzen. Dem spürbar gereiften VW merkt man die Feinarbeit ...
... in vielen Details an, das Facelift hat sich gelohnt. Gegen den Erfolgs-Allradler ML ...
... hat er trotzdem keine Chance, dieser Überflieger kann fast alles noch besser."
Dynamischer Auftritt: der Mercedes-Benz ML 320 CDI.
Verbessert, aber preisstabil: Der Touareg ist nicht teurer geworden.
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