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Weinsberg, Roadcar, Clever: Wohnmobil-Test

Weinsberg Caratour 541 MQ, Roadcar R 540, Clever Vans Tour 540
Komplizen für kleine Fluchten: AUTO TEST stellt drei kurze Kastenwagen von Clever Vans, Roadcar und Weinsberg vor. Alle drei sind auf aktive Paare zugeschnitten, stadtfreundliche 5,41 Meter lang, bis 163 PS stark und mit Startpreisen von 33.000 Euro bzw. 34.000 Euro sehr attraktiv kalkuliert.
Bild: Roman Raetzke
Weinsberg, Roadcar, Clever: Wohnmobil-Test
Los geht es mit dem Weinsberg Caratour 541 MQ, einem wohnlichen Kastenwagen für preissensible Camper (ab 33.990 Euro).
Bild: Roman Raetzke
Weinsberg, Roadcar, Clever: Wohnmobil-Test
Im Cockpit gibt es coole Pilotensitze mit Konturierung, ...
Bild: Sven Krieger
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... in der Dinette feste Polster und einen Tisch, der als einziger in diesem Vergleich einen richtig festen Stand hat. Vergrößern lässt er sich aber nicht. Serienmäßig ist auch ein Notbett in der Dinette.
Bild: Sven Krieger
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Im Podest unter der Sitzgruppe ist die Elektrik untergebracht.
Bild: Sven Krieger
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Die Verarbeitung macht im Großen und Ganzen einen guten Eindruck. Im Detail störte uns nur eine herausgerissene Schraube am hinteren rechten Fensterrahmen. Und die Schiebetür dürfte gern mit dem gleichen Material verkleidet sein, das man in Sitzgruppe und Heckbereich verwendet hat.
Bild: Sven Krieger
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In der tiefen Küche bilden Herd und Spüle eine kompakte Einheit, sodass genügend Arbeitsfläche bleibt. Das schränkt aber den Durchgang ein.
Bild: Sven Krieger
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Im Bad kostet das feste Waschbecken Platz, dank ausziehbarem Wasserschlauch (inkl. Halterung am Dach) und aufblasbarem Vorhangring ist aber gut duschen.
Bild: Sven Krieger
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Das an sich flexible Heckbett nervt in der Handhabung ein wenig. So fehlen Möglichkeiten, Matratzenteile und Lattenrost zu fixieren. Die Truhen im Untergeschoss sind die größten im Vergleich. Dadurch schrumpft allerdings die Durchlade.
Bild: Sven Krieger
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Die Heizung im Bettkasten kann empfindliche Camper beim Schlafen stören.
Bild: Sven Krieger
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Die gut zugänglichen Wassertanks sind im Staukasten hinten rechts eingebaut.
Bild: Sven Krieger
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Der Caratour hat alles, was ein ordentlicher Kastenwagen haben muss. Manches Extra-Paket lohnt sich dennoch. Im Tour-Paket für 1099 Euro beispielsweise sind u. a. eine Trittstufe, Fahrerhaus Verdunkelungen, Kombirollos rundum und das Truma-I-Net-System enthalten. Die Heckfenster kosten 355 Euro.
Bild: Roman Raetzke
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Im Trio der Leisetreter ist der Weinsberg der lauteste. Klappergeräusche von Schiebetürverkleidung und Fahrerhaus-Verdunkelungen ...
Bild: Roman Raetzke
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... trüben den ansonsten tadellosen Fahreindruck. Nur ein kleiner Makel, denn in Sachen Fahrverhalten und Fahrsicherheit leistet sich der Weinsberg absolut keine Patzer.
Bild: Roman Raetzke
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Mit der Lackierung in sündigem Rot gibt der Roadcar R 540 den Exaltierten in unserem Trio.
Bild: Roman Raetzke
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Innen geht es eher sachlich zu, hell und freundlich. Nur leidlich gemütlich ist die schmale Sitzbank der Dinette mit steiler Rückenlehne. Selbst zwei Schlanke passen kaum nebeneinander. Die festen Polster sind dagegen bequem. In der Sitztruhe sind Heizung (schön leise), hinter einer Klappe auch Sicherungskasten und Gashähne untergebracht.
Bild: Sven Krieger
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Der kleine Tisch erfüllt nur rudimentäre Funktionen, immerhin kann er verlängert werden.
Bild: Sven Krieger
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Klappwaschbecken, WC, Spiegelschrank und Ablagen: Im einfachen, aber (fast) kompletten Bad fehlt nur ein Halter für die optionale Dusche.
Bild: Sven Krieger
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Der stattliche Küchenblock bietet Dreiflammenherd (kein Piezo), Spülbecken, passable Ablageflächen, Stauraum – und Kühlschrank so wie Besteckschublade an der Stirnseite.
Bild: Sven Krieger
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Der Kühlschrank ist auch von außen zu erreichen, hat ein entnehmbares Gefrierfach.
Bild: Sven Krieger
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Das Querbett genügt für Camper bis 1,80 Meter. Frieren werden die darin wie im Rest des Roadcar nicht, denn die Warmluftverteilung ist optimal. An der Laderaum-Abtrennung erleichtert eine kleine Trittstufe den Einstieg ins Bett.
Bild: Sven Krieger
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Die beiden Gasflaschen sind sicher im Heckstauschrank auf der linken Seite verzurrt.
Bild: Sven Krieger
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Die Wassertanks befinden sich gut zugänglich im Stauschrank auf der rechten Seite.
Bild: Sven Krieger
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Der Roadcar hat das beste Gesamtpaket aus günstigem Preis, guter Verarbeitung und durchdachten Details. Empfehlenswerte Extras sind der 130-PS-Motor (1000 Euro), ein Tempomat (299 Euro) und das günstige Basic-Paket, das für 999 Euro u. a. Trittstufe, Moskitonetz an der Schiebetür, Duschausrüstung und Kombirollos rundum mitbringt.
Bild: Roman Raetzke
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Leicht und wendig fährt sich der Roadcar R 540. Und in der Regel auch schön ruhig. Nur ein paar nervige Zirp- und Klappergeräusche von der Fensterverkleidung und dem nicht ganz wackelfreien Tisch gibt es dann doch, wenn die Straße nicht ganz glatt ist.
Bild: Roman Raetzke
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An Fahrdynamik und -sicherheit gibt es aber nichts zu mäkeln.
Bild: Roman Raetzke
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Der Clever Vans Tour 540 ist ein zweckmäßiger Kandidat. Doch auch wenn er ein Modell für Sparfüchse ist (ab 33.990 Euro) – ungemütlich ist der Clever deswegen noch lange nicht.
Bild: Roman Raetzke
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Die Sitzfläche der Bank ist längs verstellbar. Dadurch thront man etwas lässiger und nicht so, als hätte man einen Stock verschluckt. Optional gibt es sogar weitere Sitze (1200 Euro).
Bild: Sven Krieger
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Der Tisch ist größer und besser nutzbar als bei der Konkurrenz – auch durch die clevere Verlängerung, die einfach ausgeklappt wird.
Bild: Sven Krieger
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Der Küchenblock ist schmaler als der im Roadcar, dadurch kann man die Badtür vollständig öffnen. Seine Ausstattung geht mit Zweiflammenherd, Spüle (unter getrennten Glasplatten), Kühlschrank und Ablagefläche durch ein Klappbrett an der linken Seite in Ordnung. Nur der Stauraum dürfte üppiger sein.
Bild: Sven Krieger
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Im Bad finden sich ein Waschbecken (das sogar von unten verkleidet ist) mit ausziehbarem Wasserhahn, Duschvorhang, Schwenktoilette, großer Spiegel und zweitüriger Schrank mit vier Fächern.
Bild: Sven Krieger
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Das leicht umbaubare Querbett reicht für Menschen bis 1,80 Meter.
Bild: Sven Krieger
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Im Bettkasten sind Gas-Absperrhähne und die vernehmlich brummende Heizung eingebaut.
Bild: Sven Krieger
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Der Laderaum bietet Platz für zwei Gasflaschen und jede Menge sperriges Gepäck.
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Der Vans Tour bietet eine tolle Verarbeitung und alles, was man zum sofortigen Loscampen braucht. Dazu gehört auch die Duschausrüstung. Das Ausbau-Sparpaket (1750 Euro) spart für den zweiten Akku, Schiebetür-Zuziehhilfe und Moskitonetz, Dachhaube, Trittstufe etc. 1350 Euro.
Bild: Roman Raetzke
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Der Clever Vans Tour fährt so leise, dass er eigentlich Flüster Vans Tour heißen müsste! Wird der Straßenbelag rauer, klappert nur dann und wann die Badtür. Ein paar Silikondämpfer sollten auch das ausmerzen.
Bild: Roman Raetzke
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Der 163-PS-Citroën-Motor (2000 Euro) hat einen spritzigeren Charakter als die Fiat-Diesel, dreht bis 4000 Umdrehungen willig hoch – und verbraucht einen halben Liter weniger. Respekt!
Bild: Roman Raetzke
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Kommen wir zur Platzierung: Der Weinsberg Caratour 541 MQ landet auf Rang zwei und muss sich diese Position teilen. Er bietet Wohlfühl­-Atmo­sphäre in trendigem Design, aber auch Detailschwächen wie das unhandliche Bett und die Klappergeräusche. Top: der Kleiderschrank im Küchenblock. Urteil: vier von fünf Punkten.
Bild: Sven Krieger
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Gleichauf liegt der Clever Vans Tour 540. Individueller geht kei­ner: Von der drehbaren Doppelsitzbank bis zum Auf­stelldach gibt die Aufpreisliste einiges her. Serienmä­ßig sind pfiffige Details und hohe Qualität. Urteil: vier von fünf Punkten.
Bild: Sven Krieger
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Den Sieg kann der Roadcar R 540 für sich verbuchen. Hier lockt nicht nur der günstigs­te Basispreis! Überzeugende Verarbeitung, praxis­nahe Bedienbarkeit und Details wie die nicht unter dem Bett verbaute Heizung bringen den Sieg. Urteil: 4,5 von fünf Punkten.
Bild: Sven Krieger
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Fazit: Dass bei allen drei Paar-Mobilen der Beifahrer-Airbag extra kostet, ist ein Unding. Wir schreiben das Jahr 2018! Sonst sind sie voll auf der Höhe der Zeit, gehen den Trend zur Reduktion aufs Wesentliche mit, sparen Parkraum und schonen Ressourcen. Am Ende liegt der Roadcar mit optimalem Preis-Leistungs-Verhältnis vorn, Clever und Weinsberg folgen dichtauf.
Bild: Roman Raetzke