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Wohnmobil-Dauertest Marco Polo Edition 250 d

Wohnmobil-Dauertest Marco Polo Edition 250 d
Für einen Grundpreis von fast 60.000 Euro gibt es bei anderen Herstellern ein voll ausgestattetes Wohnmobil der Mittelklasse. Beim Mercedes Marco Polo kommt noch eine lange und kostspielige Ausstattungsliste hinzu. Uff, wer soll das bezahlen? Und lohnt sich die große Investition in den kleinen Camper trotzdem? Wir haben's im Redaktionsalltag geprüft.
Bild: Goetz von Sternenfels
Wohnmobil-Dauertest Marco Polo Edition 250 d
Sechs Monate und 30.366 Kilometer lang war der Marco Polo Edition in Hamburg zu Hause. Wobei er von der Hansestadt wenig gesehen hat. Denn dass es einen Marco Polo im Dauertest bei AUTO BILD REISEMOBIL gibt, hat sich schneller im Büro herumgesprochen.
Bild: Helene Schmidt / Auto Bild
Wohnmobil-Dauertest Marco Polo Edition 250 d
Die erste Dienstreise steht unter keinem guten Stern steht: Ein liebestoller Marder tobt seinen Spieltrieb am Marco Polo aus. Nach mehrmaligem geräuschvollen Rutschen auf dem ausgeklappten Aufstelldach kriecht das Raubtierchen in den Motorraum und perforiert mit seinen spitzen Zähnen den Kühlwasserschlauch. Das bedeutet ...
Bild: Helene Schmidt / Auto Bild
Wohnmobil-Dauertest Marco Polo Edition 250 d
... die erste Zwangspause für den Dauertester – denn die lokale Mercedes-Werkstatt hat keinen Ersatzschlauch vorrätig.
Bild: Helene Schmidt / Auto Bild
Wohnmobil-Dauertest Marco Polo Edition 250 d
Nach der Reparatur geht es mit Autor Jens Lehmann auf Reportage. Dabei stört den Kollegen besonders die laute Schiebetür: "Warum keine Schiebetür, die sich automatisch zuzieht?" Was Kollege Lehmann zu diesem Zeitpunkt nicht weiß: So was gibt's – doch es kostet 727,09 Euro extra.
Bild: Alexander Broch / Auto Bild
Wohnmobil-Dauertest Marco Polo Edition 250 d
Das Dachbett bekommt dafür volle Zustimmung: "Fast so bequem und komfortabel wie zu Hause!" Der hohe Liegekomfort gefällt auch anderen Kollegen.
Bild: intern AUTO BILD
Wohnmobil-Dauertest Marco Polo Edition 250 d
Lediglich bei den umgebauten unteren Schlafplätzen sind sich die Reisenden uneinig: Der eine findet sie zu hart, dem anderen sind sie gerade recht.
Bild: Alex Failing
Wohnmobil-Dauertest Marco Polo Edition 250 d
Einhelliges Lob gibt es dagegen für den Fahrkomfort. Mit dem langem Radstand, Fahrassistenzsystemen (360-Grad-Kamera, Totwinkel-, Abstands- und Kollisionswarner) und dem druckvollen 190-PS-Motor macht der Marco Polo richtig Spaß. ESP und Lenkung sind gut abgestimmt.
Bild: Christian Bittmann
Wohnmobil-Dauertest Marco Polo Edition 250 d
Apropos Diesel: Der Marco Polo fährt mit SCR-Kat und verbraucht im Testschnitt 1,3 Liter AdBlue auf 1000 Kilometer.
Bild: Katrin Bredemeier / AUTO BILD
Wohnmobil-Dauertest Marco Polo Edition 250 d
Zudem schätzen alle Fahrer die Navigation mit Echtzeit-Verkehrsinformation inklusive problemloser Smartphone-Koppelung. Während das Cockpit oben auf dem neuesten technischen Stand ist, sieht das Bedienpanel für Heizung, Kühlbox und Wasserstand wenige Zentimeter weiter unten alt aus. Das Schwarzweiß-Display ist gut versteckt und passt nicht so recht ins Bild des edlen Mercedes-Vans.
Bild: Alex Failing
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Dafür kühlt die Kühlbox innerhalb von wenigen Stunden so gut herunter, dass den Reisenden gelegentlich die Vorräte anfrieren. Auch das Beheizen des Marco Polo funktioniert besser, als manchem Kollegen lieb ist: Die Dieselheizung feuert selbst auf der niedrigsten Stufe so gut, dass einige Benutzer über Hitzewallungen klagen.
Bild: Sven Krieger
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Mangelware: Die kleine 1,8-kg-Flasche von Campinggaz ist im Handel nicht immer vorrätig.
Bild: Helene Schmidt / Auto Bild
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Praktisch: Der kleine Camper passt auch mit seiner Markise in normale Portalwaschanlagen.
Bild: Alex Failing
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Gegen Ende der Testzeit steht noch einmal ein kurzer Werkstattbesuch auf dem Programm: Windgeräusche ab 120 km/h! Ursache: Die Schnappverschlüsse für das Aufstelldach sind locker und sitzen nicht mehr stramm genug. An Spannkraft ...
Bild: Sven Krieger
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... verlieren auch die Gummiprofile der Bodenschienen. Beide Probleme behebt Mercedes auf Garantie. Auf Nachfrage erklären die Schwaben, dass ein Lösen der Gummiprofile selten sei, diese aber selbstverständlich auch bei Kundenautos auf Garantie ersetzt werden. Zudem werde das Nachjustieren des Aufstelldachs normalerweise im Rahmen der Inspektion erledigt.
Bild: Alex Failing
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Eine andere Macke: die schwer verschiebbare Rückbank. Dieses Problem haben die Entwickler erkannt und gelöst, wie Baureihenchef Andreas Hasselwander bestätigt: "Durch das Nachjustieren der Laufschienen kann bereits viel erreicht werden. Ferner wird ab Frühjahr 2018 ein neues System zum Einsatz kommen und die Rückbank dann auf rollengelagerten Schlitten stehen. Dieses System ist natürlich auch nachrüstbar."
Bild: intern AUTO BILD
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Uns bleibt nach 30.366 Test-Kilometern die Erkenntnis, dass der Marco Polo sein Geld wert ist. Und ein Hinweis darauf, dass sich sein Preis drücken lässt: Das Basismodell Activity für 41.412 Euro ist schließlich auch ein echter Mercedes.
Bild: Dennis Voth / Auto Bild
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Fazit von Redakteurin Helene Schmidt: "Ja, der Marco Polo ist teuer. Dafür bietet er ein durchdachtes Wohnkonzept und gute Verarbeitungsqualität. Mit hohem Fahrkomfort und Alltagstauglichkeit war der Marco Polo schnell der Langstrecken-Liebling der Redaktion." Urteil: 4,5 von fünf Punkten.
Bild: Katrin Bredemeier / Auto Bild