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Wohnmobil-Test Etrusco gegen Mobilvetta

Mobilvetta K-Silver 59, Etrusco T 6900 DB
Die Deutschen lieben Italienurlaub. Leider ist dieses Vergnügen mit durchschnittlich 99 Euro Tageskosten ganz schön teuer geworden. Wir haben mal andersrum gedacht: Warum nicht einfach in einem Italiener auf Reisen gehen? Zum Beispiel mit dem nagelneuen Etrusco T 6900 DB oder dem Mobilvetta K-Silver 59. Die beiden Wohnmobile im Vergleich!
Bild: Christoph Börries
Wohnmobil-Test Etrusco gegen Mobilvetta
Los geht es mit dem Etrusco T 6900 DB. Er bringt auf 6,99 Metern vier Sitz- und Schlafplätze mit. Zu haben ist er ab 44.899 Euro, das ist mal eine Ansage.
Bild: Christoph Börries
Wohnmobil-Test Etrusco gegen Mobilvetta
Der T 6900 DB ist ein Kind des Synergieeffekts. Denn nach Sunlight und Carado bringt das Hymer-Imperium mit Etrusco die dritte Nice-Price-Marke in den Handel. Die Basis kommt aus dem Capron-Werk in Sachsen, die Montage über nimmt Laika in der Toskana.
Bild: Christoph Börries
Wohnmobil-Test Etrusco gegen Mobilvetta
Trotz des attraktiven Preises ist der Etrusco kein Langweiler aus der Retorte, sondern ein Teilintegrierter mit eigenem Stil. Seine Innendesigner ...
Bild: Christoph Börries
Wohnmobil-Test Etrusco gegen Mobilvetta
... mögen's sachlich, ohne dass der Wohnraum karg und kalt wirkt – mit warmen Beige- und Brauntönen, aber sparsamem Einsatz von Plastikchrom und Holzoptik. Bei der Verarbeitung haben die Laika-Leute nicht gespart, alles fasst sich fest und solide an. Bis auf den wackeligen Esstisch, dessen Bein immer im Weg steht. Wir verbuchen das als Vorserien-Nerverei.
Bild: Sven Krieger
Wohnmobil-Test Etrusco gegen Mobilvetta
Die Stehhöhe ist zu gering für Leute über 1,80 Meter, zumindest im Bereich der Sitzgruppe. Auch für die beiden Stufen im Boden und die schmale Aufbautür gibt's Abzug in der Verwöhn-Wertung.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Wohnmobil-Test Etrusco gegen Mobilvetta
Auf der Plus-Seite stehen dagegen die großzügigen Betten.  Das Hubbett senkt sich manuell nach unten, ist aber breiter als das im Mobilvetta.
Bild: Sven Krieger
Wohnmobil-Test Etrusco gegen Mobilvetta
Die offene Dusche ist eine simple und clevere Lösung. Die Abtrennung lässt sich wegfalten, das schafft Luft und Freiheit im Heck und die Schlafenden schauen auf keine Wand.
Bild: Sven Krieger
Wohnmobil-Test Etrusco gegen Mobilvetta
Geräumig und praxisnah fällt auch der Küchenblock aus. Das gehört sich aber auch, schließlich sitzen wir hier beim Italiener. Die Arbeitsfläche lässt sogar Platz für die stilechte Espressomaschine.
Bild: Sven Krieger
Wohnmobil-Test Etrusco gegen Mobilvetta
Beleuchtete Gashähne, viel Platz für Vorräte, ein richtiger Mülleimer – perfekt.
Bild: Sven Krieger
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Das Bad: klein, aber komplett ausgestattet mit zwei Spiegeln und praktischen Handtuchhaltern.
Bild: Sven Krieger
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Platz für Gepäck ist ausreichend vorhanden, ...
Bild: Sven Krieger
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... für eine echte Garage ist der Stauraum im Heck des Etrusco aber zu überschaubar.
Bild: Sven Krieger
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Auf der Straße benimmt sich der Etrusco gut genug, um es hier kurz zu machen: Der 130-PS-Motor reicht zum Mitschwimmen, ...
Bild: Christoph Börries
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... aber vor dem Kreuzchen beim 150-PS-Diesel sollten Etrusco-Käufer an ESP und Beifahrer-Airbags denken (nur im Paket, 2149 Euro). Dafür klappert das Geschränk des Etrusco auch auf fiesen Pisten nicht.
Bild: Christoph Börries
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Der Mobilvetta K-Silver 59 misst 7,38 Meter und hat ebenfalls vier Sitz- und Schlaflätze an Bord. Preis: ab 55.670 Euro.
Bild: Christoph Börris
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Noch so ein neuer Europäer, schließlich gehört Mobilvetta in Italien zum französischen Trigano-Imperium. Und auch die können mit dem Rotstift umgehen. Der K-Silver 59 ist zwar teurer als der Etrusco, aber auch ein stolzes Stück länger.
Bild: Christoph Börris
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Statt eines hinteren Quer-Doppelbetts kommt er mit höhenverstellbarem Queensbett. Mit gerade mal 1,87 Metern Länge reicht es nicht ganz für Teutonen mit Gardemaß.
Bild: Sven Krieger
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Am Fußende des Betts gibt es eine Kiste für Kleider. Über die Stufen lässt es sich bequem erreichen.
Bild: Sven Krieger
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Klasse, das verstellbare Bett – aber die Arretierung ist zu schwergängig. Der Preis fürs Längsbett: Trotz viel Stehhöhe hat der Mobilvetta in Summe nicht mehr Gepäckraum als der Etrusco.
Bild: Sven Krieger
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Das Hubbett surrt elektrisch hoch und runter. Vornehm – aber die Bedienung ist fummelig.
Bild: Sven Krieger
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In der Küche gibt's ordentlich Platz, aber auch hakelnde Schubladenschlösser.
Bild: Sven Krieger
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Statt eines Holzbodens hat er eine Karosserie, die komplett aus glasfaserverstärktem Kunststoff besteht. Und noch etwas kann der Mobilvetta besser als sein Mitbewerber: Mit cremefarbenen Hochglanz-Möbelklappen, viel Plastikchrom und aufwendigem Lichtkonzept fährt er das große Lametta-Programm. Kurz: Er macht im landläufigen Sinne mehr her.
Bild: Sven Krieger
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Freier Eintritt ohne außen liegende Stufe – ein komfortables Argument für den Mobilvetta.
Bild: Sven Krieger
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Die Schiebetür des Bads schließt nur mit sanfter Gewalt.
Bild: Sven Krieger
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Generell nervt der Mobilvetta aber mit vielen kleinen Qualitätsmängeln. Schiefe Spaltmaße, hakende Schlösser, all sowas.
Bild: Sven Krieger
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Und wie fährt der Mobilvetta? Als sei er aus der Zeit gefallen. Das liegt daran, dass uns bisher noch kein Hersteller einen Ducato ohne ESP vor die Tür gestellt hat. Beim obligatorischen Ausweichtest ...
Bild: Christoph Börris
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... verhält er sich zwar nicht tückisch, fordert aber Erfahrung und eine feste Hand. Immerhin gibt's den Schleuderschutz gegen Aufpreis (583 Euro). Und wer länger im Mobilvetta fährt, würde garantiert auch für klapperfreie Möbel extra zahlen.
Bild: Christoph Börris
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Kommen wir zur Wertung: Den Sieg fährt der Etrusco T 6900 DB ein. Günstig ist gut! Der Etrusco überzeugt mit viel Platz, guter Qualität und attraktivem Preis. Innen wirkt er sachlich, aber nicht billig. Größtes Manko: geringe Stehhöhe in der Mitte. Urteil: vier von fünf Punkten.
Bild: Christoph Börries
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Auf Platz zwei landet folglich der Mobilvetta K-Silver 59. Stylish und geräumig ist er. Auch für Details wie das elektrische Hubbett und die XXL-Dusche lässt sich der Mobilvetta mögen. Aber, Mamma mia: dieses Geklöter beim Fahren! Und das kurze Queensbett! Urteil: drei von fünf Punkten.
Bild: Christoph Börris
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Fazit: Ganz schön schlau, die Hymer-Group-Strategie vom Sparen ohne Verzicht: Der Etrusco zeigt, wie geschmackssicher ein Einsteiger-Typ daherkommen kann. Sicher, es wird Käufer geben, denen das Innenraum-Design zu schütter wirkt, obwohl außer ein bisschen Bling nichts fehlt. Sie werden eher mit dem italienischen Wohnzimmer im Mobilvetta glücklich. Schade nur, ...
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
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... dass der teurere Typ mit Qualitätsmängeln enttäuscht. Und ESP gehört ebenso in die Grundausstattung wie der Beifahrer-Airbag. Ohne Wenn und Aber – und unabhängig vom Grundpreis.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD