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Wohnmobil-Test Iveco Lyding Malmö 400

Wohnmobil-Test Iveco Lyding Malmö 400
Ein in die Jahre gekommenes Luxus-Wohnmobil zum Preis eines zweiwöchigen Familien-Pauschalurlaubs – geht sowas wirklich gut? AUTO BILD REISEMOBIL wollte es wissen und stöberte einen Iveco, Baujahr 1980, mit Lyding-Aufbau von 1984 auf. Uff, fast 40 Jahre alt, lächerliche 5000 Euro teuer – und ein Hersteller, den heute keiner mehr kennt. Spannend!
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD
Wohnmobil-Test Iveco Lyding Malmö 400
Unser Kandidat ist ein aus dem Vollen geschnitzter Alkoven mit H-Kennzeichen, der als rollendes Stück Autogeschichte ganz legal in jede Umweltzone darf, der voll wintertauglich ist und auf keinem Campingplatz ein zweites Mal auftaucht.
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD
Wohnmobil-Test Iveco Lyding Malmö 400
Klar, sein Grundriss wirkt für heutige Begriffe altmodisch, aber so waren Luxus-Womos Mitte der 80er fast immer aufgeteilt: Auf der Fahrerseite befindet sich die Nasszelle, über den Vordersitzen das Alkovenbett und rechts der Küchenblock. An Bewegungsfreiheit fehlt es nicht.
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD
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Pappelholz-Möbelfronten und eine Plüsch-Wohnlandschaft waren für manche Hochpreis-Hersteller noch bis in die 2000er-Jahre erste Wahl. Doch rein funktional ...
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD
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... ist dem kantigen Vier-Personen-Domizil wenig vorzuwerfen.
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD
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Den Vintage-Küchenblock mit gefliester Arbeitsplatte ...
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD
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... und die weich gepolsterte, zum Bett umbaubare Rundsitzecke könnten Berliner Prenzelberg-Hipster schon wieder kultig finden.
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD
Wohnmobil-Test Iveco Lyding Malmö 400
Teilweise nachgerüstete Details wie eine Druckwasserheizung oder die professionell auf dem Dach installierte Klima- und Solaranlage versprechen hohen Reisekomfort.
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD
Wohnmobil-Test Iveco Lyding Malmö 400
Das Cockpit ist definitiv von gestern, dafür jedoch erfreulich luftig und hell.
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD
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Die Machart des Aufbaus dokumentiert den hohen Anspruch des nordrheinwestfälischen Kleinserien-Herstellers: Alles fasst sich seriös und solide an, scheint für eine extrem lange Nutzungsdauer optimiert zu sein und weckt auch im vierten Jahrzehnt noch das Vertrauen des Käufers.
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD
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Lyding setzte bei seinen Aufbauten damals auf die gleiche Technologie wie Niesmann+Bischoff bei seinen Clou-Modellen: ein kältebrückenfreies Sandwich-Außenwandsystem mit einem Millimeter starken Aluplatten und Integralschaumkern. Umso mehr Aufmerksamkeit verdient der Zustand des Basisfahrzeugs, weil es in puncto Langzeit-Qualität nicht mithalten kann.
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD
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Der Iveco Daily ist ein klassischer Kurzhauber mit Leiterrahmen, Hinterradantrieb und Hang zum hemmungslosen Rosten. Das war zu Beginn der 80er noch kein Makel, sondern eine branchenübliche Erscheinung. Uralt-Dailys, die heute noch so proper aussehen wie das Fotofahrzeug, müssen große Zuneigung erfahren haben – entweder mit der Wachslanze oder dem Schweißgerät.
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD
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Weil der geringe Marktwert gegen größere Eingriffe in Profiqualität spricht, sind Hinterhof-Basteleien mehr Regel als Ausnahme: Laien sollten zum Ortstermin deshalb einen Experten mitnehmen, der sich mit Oldtimern auskennt und weiß, wie ein Schichtdicken-Messgerät funktioniert. Und sie sollten viel Zeit mitbringen. Nicht nur zum Check des Womos, ...
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD
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... sondern auch später, auf großer Fahrt. Unter der Haube hämmert ein 2,4-Liter-Wirbelkammerdiesel, ringt sich 72 PS ab und kämpft gegen fast vier Tonnen Gesamtgewicht. Das verlangt vom Fahrer selbst dann eine gehörige Portion Gleichmut und Gelassenheit, wenn sich keine größere Steigung in den Weg stellt.
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD
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Der Motor ist im Prinzip haltbar, aber Dauervollgas nimmt der 72-PS-Diesel übel.
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD
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Mangelhafte Konservierung fördert beispielsweise an der Bodengruppe Rost, Reparaturen sind aufwendig.
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD
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Hier kommen weitere Punkte, die sie bei der Besichtigung abhaken sollten: Ausgebesserte Partien sind im Billigsegment normal. Wie sieht es unterm Lack aus?
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD
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Sind alle Einbauten vollständig und intakt? Ersatz ist kaum noch aufzutreiben.
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD
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Funktionieren alle Teile des angejahrten Bordnetzes noch wie vorgesehen?
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD
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Wer das Flachland liebt, macht mit dem gepflegten und substanziell gesunden Klassiker wenig falsch. Der Lyding hat als Oldtimer noch viele gute Jahre vor sich.
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD
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Fazit von Redakteur Lars Jakumeit: "Der sympathische Oldie ist ein Fall für reiselustige Schrauber, denen ein niedriger Einstandspreis wichtiger ist als kraftvoller Durchzug und modernes Design. Die rostempfindliche Iveco-Basis ist dem hochwertigen Alkoven-Aufbau qualitativ eindeutig unterlegen." Urteil: 2,5 von fünf Punkten.
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD