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Wohnmobil-Test Mercedes Sprinter James Cook

Wohnmobil-Test Mercedes Sprinter James Cook
Er ist ein Superstar mit Tradition: der James Cook auf Sprinter-Basis. Wie sein Vorgänger ging er aus einer Kooperation von Mercedes und Westfalia hervor. Schon in den 90ern sprengte er schnell mal die 100.000-Mark-Schallmauer. Sein ausgeklügeltes Konzept mit maximalem Praxiswert hat auch heute noch viele Fans. Und das spiegelt sich in den Preisen auf dem Gebrauchtwagen-Markt.
Bild: Christoph Boerries
Wohnmobil-Test Mercedes Sprinter James Cook
Der edle Hochdachkasten trägt nicht von ungefähr den Namen des berühmten britischen Seefahrers und Entdeckers und hat fünf Sitz- und vier Schlafplätze an Bord. Ab ca. 20.000 Euro ist ein solches Wohnmobil auf Basis der ab 1995 produzierten Sprinter-Baureihe zu haben. Ist das stramme Preisniveau am Gebrauchtmarkt gerechtfertigt?
Bild: Christoph Boerries
Wohnmobil-Test Mercedes Sprinter James Cook
Mit kompakten 5,59 Meter Außenlänge geht der James Cook als stadttauglich durch und ist trotzdem auch für ausgedehnte Touren in der großen, weiten Welt geeignet. Mit 3,15 Meter Fahrzeughöhe sind Tiefgaragen und Parkhäuser natürlich tabu.
Bild: Christoph Boerries
Wohnmobil-Test Mercedes Sprinter James Cook
Sein Cockpit entspricht dem nüchternen Zeitgeist der 90er. Die Nähe der damals komplett neuen Nutzfahrzeugbasis zu den Pkw-Baureihen ist ergonomisch von Vorteil, alle fünf Sitzplätze verfügen über Dreipunktgurte.
Bild: Christoph Boerries
Wohnmobil-Test Mercedes Sprinter James Cook
Der Besitzer ließ die originalen Sitze nachträglich beledern und besticken.
Bild: Christoph Boerries
Wohnmobil-Test Mercedes Sprinter James Cook
Der Innenraum wirkt dank seiner cleveren Raumaufteilung auf drei Ebenen extrem luftig. Der Grundriss hat drei klar definierte Funktionszonen und berücksichtigt die Bedürfnisse von bis zu vier Urlaubern. Das Hub-Doppelbett im Alkoven wirkt durch große Fenster freundlich und hell.
Bild: Christoph Boerries
Wohnmobil-Test Mercedes Sprinter James Cook
An die Vordersitze schließt eine Halbdinette an. Spärlich ist der Stauraum: James-Cook-Fans lernen zwangsläufig, durch geschicktes Packen die Zuladung von 710 Kilogramm dennoch auszuschöpfen.
Bild: Christoph Boerries
Wohnmobil-Test Mercedes Sprinter James Cook
Die Sitzgruppe lässt sich mit wenigen Handgriffen in ein schmales Doppelbett verwandeln.
Bild: Christoph Boerries
Wohnmobil-Test Mercedes Sprinter James Cook
Eine beeindruckende L-Küche nebst schlank geschnittener Nasszelle sind erhöht im Heckabteil verbaut und keinesfalls Notlösungen.
Bild: Christoph Boerries
Wohnmobil-Test Mercedes Sprinter James Cook
Der gut isolierte Kühlschrank mit Mini-Gefrierfach sitzt im seitlichen Sideboard.
Bild: Christoph Boerries
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Solche Badeinbauten sind eine harte Geschmacksprobe, Ersatzteile außerdem rar. Leider schwächeln nach 20 Jahren oft Plastikteile im Bad und die Isofenster.
Bild: Christoph Boerries
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Wohltemperiert: Nachgerüstete Dachklimaanlage für angenehme Aufenthalte an Bord.
Bild: Christoph Boerries
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Detailverbesserungen gab es zum großen Facelift 2000: Neben einer frischen Front waren das moderne CDI-Diesel (grüne Plakette durch Partikelfilternachrüstung) und ein gefälligeres Cockpit.
Bild: Christoph Boerries
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Kommen wir zu den Fahreindrücken: Das Wohnmobil verhält sich fast wie ein Pkw ähnlichen Baujahrs. Unser Testwagen ist ein frühes Exemplar von 1995 mit weicher Fahrwerksabstimmung. Die letzten zehn Jahre schnupperte es in Ostfriesland salzhaltige Nordseeluft.
Bild: Christoph Boerries
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Schlagseite: Der hohe Aufbau fordert in flotten Kurven und bei Seitenwind seinen Tribut.
Bild: Christoph Boerries
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Der Fünfzylinder-Turbodiesel nagelt vernehmlich und bietet auch für heutige Begriffe ausreichend Dynamik, moderaten Verbrauch und ordentliche Haltbarkeit. Das Fotofahrzeug bekam nach 280.000 Kilometern einen Austauschmotor spendiert.
Bild: Christoph Boerries
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Dank kontinuierlicher Investitionen (15.000 Euro allein in den letzten drei Jahren) ist der Gesamteindruck unseres Testwagens deutlich frischer, als es der enorm hohe Kilometerstand vermuten lässt.
Bild: Christoph Boerries
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Der James Cook erfreut sich bei der Käuferschaft größter Beliebtheit – trotz einiger Macken. Ärger machen kann beispielsweise das Fahrwerk: Achsen und Radaufhängung leiden unter dem Gewicht.
Bild: Christoph Boerries
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Auch Wassereinbrüche können ein Thema sein, meist an Anbauten, GFK-Rissen und Nähten.
Bild: Christoph Boerries
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Lager und Nebenaggregate schwächeln ab 200.000 km.
Bild: Christoph Boerries
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Türkanten und Schweller sind neuralgische Rostzonen.
Bild: Christoph Boerries
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Saisonbetrieb und lange Standzeiten setzen den Bordakkus zu.
Bild: Christoph Boerries
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Die Blechfalze sind nervige Problemzonen: Auch sanierte Sprinter gammeln dort wieder.
Bild: Christoph Boerries
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Der Auspuff erfordert auch besonderes Augenmerk: Solch rottige Exemplare können HU-Probleme machen.
Bild: Christoph Boerries
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Fazit von Redakteur Lars Jakumeit: "Die Entscheidung für einen James Cook ist ein teures Vergnügen. Wer einen nahezu perfekten Kastenwagenausbau sucht und keine Angst vor Rostbekämpfung hat, der kann mit dem pfiffigen Konzept der Sternenherberge langfristig glücklich werden." Urteil: 3,5 von fünf Punkten.
Bild: Christoph Boerries
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Zum Abschluss gibt's hier noch einen kleinen Blick auf die Modellhistorie: Als der erste James Cook 1977 auf den Markt kommt, wird er schnell zum Klassen-Vorbild in puncto Ausstattung und Funktionalität. Ab 1995 wird der neu eingeführte Sprinter (T1N) zur Basis des James Cook.
Bild: Westfalia
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2000 erhält der Sprinter im Rahmen einer Modellpflege u. a. neue CDI-Motoren, sein Innenraum wird dezent überarbeitet. Mit der dritten Generation des James Cook (Foto) entwickelt Daimler das Konzept 2006 moderat weiter. Die Kunden können bis zum Auslauf 2012 durch zwei Modellvarianten, zwei Ausstattungslinien und zahlreiche Extras ihr Fahrzeug stark individualisieren.
Bild: Daimler AG
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In der Sprinter-Generation VS30 kommt die Basis 2018 im digitalen Zeitalter an. Ein neuer James Cook folgt voraussichtlich 2020.
Bild: Daimler AG