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Wohnmobil-Test Winnebago Travato

Wohnmobil-Test Winnebago Travato
Winnebago ist bekannt für üppige Landjachten, doch die Amis haben auch Kastenwagen im Programm. AUTO BILD REISEMOBIL hat sich den neuesten Bestseller Travato mal genauer angesehen.
Bild: Christian Herb / AUTO BILD
Wohnmobil-Test Winnebago Travato
Unterm Blech steckt der Fiat Ducato, wie er die meisten von uns in die Ferien bringt. In Amerika heißt er Dodge Ram ProMaster und kommt aus dem großen Chrysler-Imperium. Der Travato bietet vier Sitz- und drei Schlafplätze. Preis: ab 85.476 Dollar, umgerechnet also etwa 82.000 Euro.
Bild: Christian Herb / AUTO BILD
Wohnmobil-Test Winnebago Travato
Und unter der Haube hämmert kein Turbodiesel, denn so was mögen die Amis nicht, sondern ein 3,6-Liter-Pentastar-V6-Benziner von Chrysler. 280 PS. Verbrauch? Frag nicht.
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Wohnmobil-Test Winnebago Travato
Der Travato ist viel trendiger als die anderen Winnebago. Denn Motorhomes in Kastenwagengröße, der Ami nennt sie "Class B", erleben in Amerika einen Boom. Weil sie ganz easy in die Einfahrt jedes Vorstadt-Familienhauses passen und Mom und Dad damit auch mal zur Shoppingmall oder zur Arbeit fahren können. Junge Käufer finden die B-Klassen ebenfalls richtig hip – trotz der saftigen Preise.
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Wohnmobil-Test Winnebago Travato
Mit ein paar gängigen Extras ist er nicht viel günstiger als ein Class-A-Integrierter vom Schlage eines Winnebago Brave. Wie das sein kann? Nun, die dicken Dinger sind simpler verarbeitet und entstehen im Takt der Fertigungsstraße, während Winnebago den Travato in Manufakturbauweise herstellt, also mit hohem Handarbeitsanteil.
Bild: Christian Herb / AUTO BILD
Wohnmobil-Test Winnebago Travato
Wir probierten den Travato 59G mit großem Längs-Zweierbett und Bad im Heck. Ergebnis: Mehr Nutzwert als unsere gewohnten Ducato hat er nicht. Allzu breit gebaut beispielsweise sollten Travato-Bewohner nicht sein: Das hintere Bett ist zwar komfortabel und fast zwei Meter lang, aber nur 1,17 Meter breit.
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Wohnmobil-Test Winnebago Travato
Auch der Küchenblock fällt erstaunlich zierlich aus: zwei Gas-Kochfelder, wenig Arbeitsfläche. Die unvermeidliche Mikrowelle ist natürlich serienmäßig an Bord.
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Wohnmobil-Test Winnebago Travato
Proper verarbeitet ist der Travato tatsächlich. Und: Er verkneift sich den typischen Countryclub-Stil der Amis. Das Holz heißt "Aosta Cherry", eindeutig amerikanisch wirkt nur die cremefarbene Kunstleder-Couchlette der vorderen Sitzgruppe.
Bild: Christian Herb / AUTO BILD
Wohnmobil-Test Winnebago Travato
Auf der Rückbank sitzt sich's leider nur kurze Zeit bequem. Dafür ist sie flexibel: Die vordere Essnische ...
Bild: Christian Herb / AUTO BILD
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... lässt sich zu einer weiteren, etwas kleineren Matratzenlandschaft umlegen, sodass auch mal drei Erwachsene im Travato schlafen können. Aber für zwei Reisende ist er natürlich besser geeignet.
Bild: Christian Herb / AUTO BILD
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Kommen wir zu den Fahreigenschaften: Die Tür fällt ins Schloss und der Fahrer in den muffinweichen Captain Chair. Das routiniert zusammengesteckte Hartplastik-Instrumentenbrett unterscheidet sich kaum vom Ducato, wie wir ihn kennen. Ungewohnt ist allerdings, in einem Ducato durch die Gegend zu juckeln und vorn kein Nageln zu hören. Stattdessen erledigt der Sechszylinder-Benziner seinen Job sehr smooth.
Bild: Christian Herb / AUTO BILD
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Ein bisschen Seitenwind bringt den Travato auf dem Freeway immer ein wenig ins Wanken; gefühlt ist er da etwas empfindlicher als sein europäischer Fiat-Verwandter. Dafür ...
Bild: Christian Herb / AUTO BILD
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... kaschiert der leise und druckvolle V6 sein mächtiges Übergewicht: Das Ding wiegt leer über vier Tonnen! Und das bei handelsüblichen 6,40 Meter Länge.
Bild: Christian Herb / AUTO BILD
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Die Zuladung ist allerdings gewaltig: Fast 1000 Kilogramm können mit. Das schafft nicht mal, wer das hintere Bett hochklappt und dachhoch stapelt.
Bild: Christian Herb / AUTO BILD
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Fazit von Lukas Hambrecht: Der Travato zeigt, dass die Amis auch Kastenwagen können. Dachklima, Mikrowelle, Flachbildfernseher und 2,8-kW-Stromgenerator sind serienmäßig. Das erwarten wir Europäer in einem Reisemobil dieser Größe nicht. Die Amis dagegen schon, wie der deftige Preis beweist. Urteil: vier von fünf Punkten.
Bild: Christian Herb / AUTO BILD
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Was bei uns Standard ist, entdecken die Amis gerade für sich: Reisemobile auf Kleinbus-Basis. Familien nutzen ihr Class-B-Mobil sogar als Alltagsfahrzeug. Mit der Nachfrage steigt die Zahl der Luxusfeatures. Günstig sind die Kompakten deshalb, wenn überhaupt, nur in Basisausstattung. Ein kurzer Blick auf die Konkurrenz des Travato: Den Roadtrek CS Adventurous auf Basis Mercedes Sprinter mit Turbodiesel gibt's beispielsweise ab 135.624 Dollar.
Bild: Roadtrek / Hersteller
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Ebenfalls beliebt ist der Roadtrek 190 Popular auf Chevrolet Express 3500 mit 6,0-Liter-V8. Ab 114.114 Dollar ist er zu haben.
Bild: Roadtrek / Hersteller
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Neu kommt jetzt der Coachmen Crossfit auf Ford-Transit-Basis mit Benziner. Preise gibt's noch nicht.
Bild: Coachmen / Hersteller