Kindersitze und Babyschalen

Sicher & geschützt unterwegs!

  • Von Eltern getestet

  • Top-Marken im Praxis-Test

  • Die wichtigsten Daten

  • Über 80 getestete Modelle

Auf der Suche nach einer Babyschale oder einem Kindersitz für Ihr Kind? AUTO BILD testet für Sie die neusten Modelle von Herstellern wie MAXI-COSI, Recaro und vielen mehr. Finden Sie hier über 80 verschiedene Kindersitze mit unserer Testnote, allen Produktdetails und unserem ausführlichen Testbericht!

Kindersitze für verschiedene Altersstufen

Babyschalen
Gruppe 0/0+

  • Gewicht: 0 - 13 kg
  • bis 15 Monate
Babyschalen

Kindersitze
Gruppe 0/1

  • Gewicht: 0 - 18 kg
  • bis 3 Jahre
Kindersitze Gruppe 0/1

Kindersitze
Gruppe 1

  • Gewicht: 9 - 18 kg
  • 9 Monate - 3 Jahre
Kindersitze Gruppe 1

Kindersitze
Gruppe 1/2/3

  • Gewicht: 9 - 36 kg
  • 9 Monate - 12 Jahre
Kindersitze Gruppe 1/2/3

Kindersitze
Gruppe 2/3

  • Gewicht: 15 - 36 kg
  • 3 - 12 Jahre
Kindersitze Gruppe 2/3

Die Kindersitz-Testsieger

1
Note
CYBEX Aton 4

CYBEX Aton 4

Körpergewicht 13 kg
Altersklasse Geburt bis ca. 15 Monate
Gewicht -
UVP 160 EUR
1
Note
CYBEX Aton Q

CYBEX Aton Q

Körpergewicht 13 kg
Altersklasse Geburt bis ca. 15 Monate
Gewicht 5,0 kg
UVP 190 EUR
1
Note
CYBEX Soultion Q-fix

CYBEX Solution Q-fix

Körpergewicht 36 kg
Altersklasse 4 bis 12 Jahre
Gewicht 7,0 kg
UVP 199 EUR
1
Note
CYBEX Solution Q2-fix

CYBEX Solution Q2-fix

Körpergewicht 36 kg
Altersklasse 4 bis 12 Jahre
Gewicht 7,0 kg
UVP 199 EUR
1
Note
CYBEX Aton 3S

CYBEX Aton 3S

Körpergewicht 13 kg
Altersklasse Geburt bis ca. 15 Monate
Gewicht 4,0 kg
UVP 160 EUR
1
Note
CYBEX Aton 3

CYBEX Aton 3

Körpergewicht 13 kg
Altersklasse Geburt bis ca. 15 Monate
Gewicht 4,0 kg
UVP 160 EUR
1
Note
CYBEX JUNO 2-FIX

CYBEX JUNO 2-FIX

Körpergewicht 18 kg
Altersklasse 9 Monate bis ca. 4 Jahre
Gewicht 6,0 kg
UVP 205 EUR
1
Note
CYBEX Sirona

CYBEX Sirona

Körpergewicht 18 kg
Altersklasse Geburt bis ca. 4 Jahre
Gewicht 15,0 kg
UVP 450 EUR
1
Note
CYBEX Aton 2

CYBEX Aton 2

Körpergewicht 13 kg
Altersklasse Geburt bis ca. 15 Monate
Gewicht 3,7 kg
UVP 139 EUR
1
Note
CYBEX Pallas 2-fix

CYBEX Pallas 2-fix

Körpergewicht 36 kg
Altersklasse 9 Monate bis 12 Jahre
Gewicht 11,0 kg
UVP 219 EUR

So fährt Ihr Kind sicher im Auto mit

Welcher Sitz passt zu welchem Kind? Worauf muss ich beim Kauf achten und welche Fehler gilt es bei der Sicherung von Kindern zu vermeiden? Bei der Auswahl und der Benutzung von Kindersitzen und Babyschalen gibt es viel zu beachten.

Wer zum ersten Mal vor der Aufgabe steht, eine Babyschale oder einen Kindersitz zu kaufen, merkt schnell: Das Thema ist vielschichtig und ganz sicher keine Sache, die man mal eben nebenbei erledigt. Schließlich geht es bei diesem Thema um die wertvollste Fracht überhaupt: Ihr Kind. Den passenden Sitz zu finden, ihn korrekt einzubauen und zu benutzen und schließlich zu erkennen, wann er wieder ausgemustert werden muss, ist nicht einfach. Hier kommen die wichtigsten Infos.
  1. Kindersitzpflicht: Gesetze und Vorschriften
  2. Kindersitz-Gruppen: Welcher Sitz für welches Kind?
  3. Was beinhaltet die neue Norm i-Size?
  4. Warum rückwärtsgerichtete Kindersitze (Reboarder)?
  5. Wann zum nächstgrößeren Kindersitz wechseln?
  6. Sicherheitstechnologien für Autokindersitze
  7. So funktioniert das Isofix-System
  8. Tipps für den Kindersitz-Kauf
  9. Die häufigsten Fehler beim Einsatz von Kindersitzen

Kindersitzpflicht – So schützt der Gesetzgeber Kinder im Auto

Die Gesetzeslage zum Thema Kindersicherung im Auto ist sehr eindeutig: Kinder dürfen im Auto nur in geeigneten Rückhaltesystemen mitfahren. Die Kindersitzpflicht in Deutschland gilt bis zum Alter von zwölf Jahren oder einer Körpergröße bis 1,50 Meter – je nachdem, was zuerst erreicht wird. Sorgt ein Fahrer nicht für die vorschriftsmäßige Sicherung eines Kindes, sind 30 Euro Verwarnungsgeld fällig. Bei mehreren Kindern sind es 35 Euro. Fährt ein Kind ganz ohne Rückhaltesystem mit, zahlt der Fahrer 60 Euro Bußgeld und kassiert einen Punkt in Flensburg. Nimmt er so mehrere Kinder mit, sind 70 Euro Bußgeld und ein Punkt fällig. Verantwortlich sind immer die Fahrer, auch wenn sie nicht die Eltern sind. Und: Auch im Taxi gilt die Kindersitzpflicht. Fragen Sie bei der Bestellung nach einem Taxi mit passendem Sitz. Babyschalen müssen die Eltern selbst mitbringen.

ECE-Prüfplakette

Die ECE-Prüfplakette zeigt, dass der Kindersitz in Deutschland zugelassen ist und dem Mindeststandard genügt.

Wie die vom Gesetzgeber geforderten geeigneten Rückhalteeinrichtungen aussehen, legt die ECE-NORM R 44/04 fest. Um sie zu erfüllen muss jeder Hersteller eine gesetzliche Prüfung ablegen und europaweit einen Kindersitz-Crashtest nach dieser Norm bestehen. Ohne die entsprechende Prüfplakette darf bei uns kein neuer Sitz verkauft werden. Diese Plakette ist entweder eingestanzt oder als orangefarbener Aufkleber am Sitz zu sehen. Auch Sitze der ECE- 44/03-Norm sind noch erlaubt, sie erfüllen aber lediglich die Anforderungen einer älteren Vorschrift für Kindersitze. Zu beachten ist auch, dass die Prüfnormen lediglich einen Mindeststandard festlegen. Zwischen den zugelassenen Sitzen gibt es daher beträchtliche Unterschiede bezüglich Schutz und Handhabung.

Welcher Kinderautositz eignet sich für welches Kind?

Für "Neu-Eltern" ist die Einteilung der Kindersitze in Gewichtsklassen anfangs oft verwirrend. Dabei gibt es grundsätzlich nur drei Abstufungen. Gruppe 0/0+: Sitze für Säuglinge von der Geburt bis 13 Kilo Gewicht (ca. 15 Monate). Die so genannten Babyschalen werden immer entgegen der Fahrtrichtung befestigt. Sie werden entweder mit einem Dreipunktgurt gesichert oder auf einem Isofix-Sockel arretiert. Gruppe 1: Sitze für Kinder von neun bis 18 Kilo (ca. neun Monate bis vier Jahre). Hier sind mehrere Systeme auf dem Markt. Am beliebtesten sind Sitze mit Hosenträgergurtsystem (Fünfpunktgurte). Es gibt aber auch Sitze, in denen die Kinder mit einem Fangkörper (Aufpralltisch) gesichert werden. Bei manchen Modellen werden Kind und Sitz mit den Fahrzeugdreipunktgurten angeschnallt. Die meisten Sitze in dieser Gruppe werden in Fahrtrichtung montiert. Einige können auch gegen die Fahrtrichtung montiert werden. Gruppe 2/3: Sitze für Kinder von 15 bis 36 Kilo (ca. drei bis zwölf Jahre). Kind und Sitz werden mit den Dreipunktgurten des Fahrzeugs in Fahrtrichtung gesichert. Auch wenn die Sitze der Gruppe 2/3 laut ECE-Plakette nur bis 36 Kilogramm Körpergewicht zugelassen sind, können diese Sitze auch für schwerere Kinder genutzt werden. Die Begrenzung auf 36 kg kommt dadurch zustande, dass die größte Kindertestpuppe (Dummy) 36 Kilogramm wiegt. Zusätzlich zu diesen drei Klassen gibt es noch zwei weitere, unter die Sitze fallen, die ein größeres Altersspektrum abdecken: Gruppe 0/1 (0 bis 18 Kilo) und Gruppe 1/2/3 (9 bis 36 Kilo).
Einteilung nach ECE R 44/04
Gruppe 0/0+ (Babyschalen) 0/1 1 1/2/3 2/3
Gewicht 0 - 13 Kilo 0 - 18 Kilo 9 - 18 Kilo 9 - 36 Kilo 15 - 36 Kilo
Alter bis 15 Monate bis 3 Jahre 9 Monate - 3 Jahre 9 Monate - 12 Jahre 3 - 12 Jahre

Die neue Kindersitz-Vorschrift: i-Size bringt noch mehr Sicherheit

Im Juli 2013 ist die Testnorm i-Size (ECE-R129) in Kraft getreten. Sie bietet in unterschiedlichen Bereichen zusätzlichen Schutz. Die neue Norm wird die ECE R44/04-Norm zunächst nicht ersetzen, beide sind parallel gültig. Somit besteht auch keine Verpflichtung zur Nachrüstung. Dennoch können die neuen Sitze einiges besser: So schreibt die i-Size-Norm erstmals Sicherheitsstandards und Leistungskriterien für Unfälle mit seitlichem Aufprall vor. Außerdem können die Sitze ausschließlich mit Isofix-Befestigungen und nicht alternativ mit dem Dreipunktgurt im Auto angebracht werden. Sitze, die nach i-Size zugelassen sind, bringen zudem eine vereinfachte Regelung zum richtigen Zeitpunkt des Sitzwechsels mit sich. Das Hauptaugenmerk liegt hier – anders als bei der ECE R44/04-Norm – auf der Größe des Kindes.

Bis zum Alter von vier Jahren sind Reboarder sicherer

Babyschale

Auch wenn das Kind zu groß für die Babyschale ist, sollte es auch weiterhin rückwärts fahren. Denn nur der Reboarder schützt die Halswirbelsäule optimal.

Die wichtigste Änderung, die i-Size mit sich bringt, ist aber das verpflichtende, rückwärts gerichtete Fahren für Kinder bis zu einem Alter von 15 Monaten. Grundsätzlich sollten Kinder so lange wie möglich entgegen der Fahrtrichtung sitzen und deshalb auch nach der Babyschale in einen sogenannten Reboarder umsteigen. Denn ihr Kopf ist im Verhältnis noch immer sehr groß und schwer. Die Position im Reboard-Kindersitz schützt die Halswirbelsäule des Kindes, weil es bei einem Frontalaufprall in den Sitz gedrückt wird. Solange es geht, sollte das Kind dann weiter rückwärts fahren, denn erst im Alter von etwa vier Jahren gleicht sich die Kopfgröße des Kindes in Bezug auf den Körper aus, und die Hals-Muskeln haben sich genug entwickelt, um auch mit größeren Belastungen fertig zu werden.
Einteilung nach ECE R 129 (i-Size)
Klasse Q 0 Q 1 Q 1,5 Q3 Q6 Q10
Körpergröße Geburt - 60cm 60 - 75cm 75 - 87cm 87 - 105cm 105 - 125cm ab 125cm

Wann sollte man zur nächsthöheren Kindersitz-Gruppe wechseln?

Kindersitz

Eltern dürfen ihre Kinder nicht zu früh in einen Sitz der nächsten Klasse setzen. Bei einem Unfall könnte sich das Kind aus dem Gurtverlauf drehen.

Wichtig ist es, dass Eltern ihre Kinder nicht zu früh in einen Sitz der nächsthöheren Klasse setzen. Bis zu einem Gewicht von neun Kilo muss ein Baby per Gesetz entgegen der Fahrtrichtung transportiert werden. Eine Babyschale aber ist erst dann zu klein, wenn der Kopf über den Schalenrand hinausreicht und das Baby mehr als 13 Kilo wiegt. Ab dann sollte man zu einem Kindersitz der Gruppe 1 wechseln. Wenn aber die Füße des Kindes über den Rand der Babyschale herausschauen oder es bereits die Beine anwinkeln muss, macht das nichts. Die Babyschale kann und sollte in diesem Fall weiter verwendet werden. Achtung: Der beliebte Verkäufertipp "Wenn das Kind sitzen kann, kann es in den nächsten Sitz" soll meistens nur den Umsatz steigern. Tipp: Mit Baby sind die Schalen auf Dauer oft schwer zu tragen, deshalb gibt es zu einigen Babyschalen passende Buggys oder Kinderwagengestelle (Travelsysteme). Auch bei den Sitzen der höheren Klassen ist es wichtig, die Größen- und Gewichtsangaben voll auszuschöpfen. Da einige Kinder schwerer und größer als andere sein können, sollten Altersangaben immer nur als Richtwert angesehen werden. Anhaltspunkte: Bei höchster Position der Kopfstütze dürfen die Schultern nicht mehr als zwei Zentimeter über der höchsten Öffnung für die Schulterriemen ragen. Bei größeren Kindern darf die Kopfoberkante leicht überstehen. Der Hinterkopf sollte aber immer von der festen Schale des Sitzes abgestützt werden.

Diese Sicherheitstechnologien schützen Ihr Kind

Die Hersteller entwickeln ihre Kindersitze fortwährend weiter, machen sie immer sicherer. Nach den Reboardern sind die Modelle mit Fangkörper, also einem "Tischchen" vor dem Bauch des Kindes, die sicherste Form des Transports von Kleinkindern. Sie schaffen es besser als herkömmliche Gurtsysteme, den kritischen Kopf- und Nackenbereich bei einem Unfall zu entlasten. In der Gruppe 2/3 wird meist der Dreipunktgurt zur Sicherung der Kinder im Sitz verwendet. Dabei sorgt ein optimaler Gurtverlauf dafür, dass der Gurt an der perfekten Stelle sitzt und nicht in den Hals des Kindes einschneiden kann. Viele Eltern lassen Kinder dieser Altersklasse nur auf einer Sitzerhöhung ohne zusätzliche Rückenlehne mitfahren. Das vereinfacht zwar die Montage, bietet aber weder Gurtführung im Oberkörperbereich noch Seitenaufprallschutz. Doch Kopf und Oberkörper sind im Falle eines Crashs besonders anfällig für Verletzungen. Bei einem Seitenaufprall bilden die Schultern den ersten Berührungspunkt, wodurch Kopf und Brustbereich aus dem Sitz geschleudert werden. Besonders gefährlich wird es, wenn sich das Kind auf der Fahrzeugseite des Aufpralls befindet und die Türen in den Innenraum gedrückt werden. Deswegen entwickeln die Hersteller für ihre Sitze explizite Seitenaufprallschutz-Technologien, mit deren Hilfe die Kräfte des Aufpralls vom Körper des Kindes weggeleitet werden.

So funktioniert Isofix

Isofix

Isofix: Die Rastarme des Kindersitzes werden einfach zwischen Sitzfläche und Lehne hindurchgesteckt, bis sie in den Bügeln am Auto einrasten.

Eine Technologie, für die die meisten modernen Autos präpariert sind, ist Isofix (Abkürzung für "Internationale Standard-Organisation für Fixierung"). Hierbei handelt es sich um eine standardisierte Technik zum Einbau von Kindersitzen in Autos. Zangen am Kindersitz und mit dem Fahrzeug verschweißte Bügel bilden hier eine starre Verbindung zwischen Sitz und Karosserie. Die Anwendung ist simpel: Die Rastarme werden einfach zwischen Sitzfläche und Lehne hindurchgesteckt, bis sie einrasten. Bei einer  Notbremsung oder Kollision erfolgt die Verzögerung des Kindersitzes sofort. Zudem verhindert Isofix den fehlerhaften Einbau des Sitzes und erhöht die Sicherheit des Kindes damit zusätzlich. Denn sehr viele, gerade unerfahrene Mütter und Väter bringen den Autokindersitz mit der Sicherheitsgurt-Variante falsch an. Dadurch wird der Schutz für das  Kind im Falle eines Unfalls drastisch gesenkt. Als Nachteil der Isofix-Sitze gelten die höheren Anschaffungskosten sowie ein etwas höheres Gewicht der Sitze. Beim Kauf beachten: Fahrzeugtypspezifische Isofix-Sitze dürfen nur in Autos benutzt werden, für die sie zugelassen sind (Kennzeichnung am Sitz). Sitze mit Universal-Isofix passen in alle Autos. Außerdem sind nicht alle Fahrzeuge mit dem Isofix-System ausgestattet. Die Fahrzeugtypenlisten der Kindersitz-Hersteller geben Auskunft darüber, ob das eigene Auto für Isofix vorgesehen ist. Wenn nicht, sollte man überprüfen, ob sich die Isofix-Bügel nachrüsten lassen. Ebenfalls gilt es zu beachten: Einige Isofix-Sitze können nicht mit der Sicherheitsgurt-Variante angebracht werden. Das schränkt die Flexibilität der Verwendung in verschiedenen Autos mitunter ein.

Tipps für den Kindersitz-Kauf

Kindersitze

Wichtiges Kaufkriterium: Das Kind muss sich in seinem Sitz wohlfühlen.

Doch ob Isofix oder nicht: Beim Kauf eines Kindersitz gibt es ganz allgemein viel zu beachten. Der erste Blick sollte der Prüfplakette gelten. Fehlt die orangefarbenen ECE-Prüfplakette, ist der Sitz in Deutschland nicht zugelassen. Im Fachhandel wird Ihnen so etwas wohl nicht passieren. Wohl aber könnte das Kind Einwände gegen die Sitz-Wahl der Eltern erheben: Sie sollten den kleinen Passagier immer zum Kauf des Sitzes mitnehmen. Denn der Sitz muss zum Kind passen, darf es nicht zu sehr einengen. Wenn sich das Kind im Sitz unwohl fühlt, wird es ihn nicht akzeptieren und entspannte Autofahrten rücken ins Reich der Wünsche. Insbesondere bei Kindersitzen mit Fangkörpern sollte das Kind den Sitz testen können, denn einige Kids fühlen sich mit diesem System unwohl. Kinder, die schnell im Auto einschlafen oder oft lange Strecken fahren, freuen sich über einen Sitz mit Liegeposition.

Auch das Auto sollte zum Probeeinbau des potenziellen neuen Sitzes bereitsehen. Achten Sie darauf, dass der Sitz möglichst einfach zu montieren ist und perfekt passt. Wichtig: Die Sicherheitsgurte hinten ausprobieren. Die sind in manchen Autos für die Babyschale zu kurz. Die Kinderhaltegurte müssen außerdem einfach zu verstellen sein, damit sie je nach Kleidung immer straff genug anliegen. Praktisch ist es zudem, wenn der Sitzbezug in der Maschine waschbar ist. Als Auswahlhilfe beim Kauf eines Kindersitzes können Tests – etwa vom ADAC, Stiftung Warentest oder AUTO BILD – dienlich sein. Hier prüfen Experten die neuesten Modelle auf Herz und Nieren, ermitteln ihre Crash-Sicherheit, überprüfen die Praktikabilität und testen die Sitze auch auf mögliche Schadstoffe.

Falsche Handhabung bringt das Kind in Lebensgefahr

Video: Crashtest Kindersicherheit (2015)

Lauernde Gefahr für Kinder

Doch auch der beste Kinderautositz kann nur wirklichen Schutz bieten, wenn er auch korrekt montiert ist. Leider passieren hier oft Fehler. Die traurige Folge: Viele Kinder verunglücken als Beifahrer, weil sie nicht oder falsch angeschnallt sind. Das sind die häufigsten Fehler: Nur mal eben ein paar hundert Meter fahren? Da ist das Kind schnell auf den Schoß des Beifahrers gesetzt. Doch passiert jetzt ein Unfall, endet er für das Kind wahrscheinlich tödlich. Auch der Verzicht auf ein Rückhaltesystem auf der Rückbank kann schon bei kleinsten Geschwindigkeiten tödliche Folgen haben. Lebensgefahr besteht auch, wenn sich Kind und Erwachsener gemeinsam angurten. Denn der schwerere Körper könnte den kleineren zerquetschen. Ernste Folgen drohen auch, wenn Kinder zu locker im Sitz gesichert werden. So können etwa dicke Jacken verhindern, dass der Gurt straff genug anliegt, um im Ernstfall richtig zu schützen. Jacken sollten dem Kind daher ausgezogen werden und es lieber mit einer Decke zugedeckt werden. Ebenfalls ein oft zu beobachtender Fehler: Das Kind ist für den verwendeten Sitz zu groß oder zu klein. Auch ein nicht korrekt eingerasteter Isofix-Sitz oder eine offene Gurtklemme können kleinen Passagieren zum Verhängnis werden. Und schließlich: Wird eine Babyschale auf dem Beifahrersitz platziert, muss der Beifahrerairbag immer ausgeschaltet werden, sonst wird das Baby beim Crash verletzt oder sogar getötet.

Wichtig ist auch zu wissen, dass der Sitz nicht verändert werden darf. Wird eigenmächtig daran herumgebastelt, kann die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden. Bei einem Unfall reicht bereits eine fehlende Schraube aus, den Sitz durch die Wucht auseinander brechen zu lassen.

Wann muss der Sitz ausgetauscht werden?

Der Ernstfall ist eingetreten, Sie wurden in einen Unfall verwickelt. Nun muss der Kindersitz ausgetauscht werden. Auch kleinste, nicht erkennbare Haarrisse können ihn unbrauchbar machen. Sind keine Beschädigungen erkennbar, kann der Kindersitz von einem Sachverständigen oder vom Hersteller geprüft werden. Meist zahlt die Versicherung des Unfallverursachers die Kosten für eine Überprüfung, Reparatur oder Ersatz. Wer sich wegen der mitunter recht stattlichen Kosten für einen guten Kindersitz für ein gebrauchtes Modell entscheidet, sollte sich des Risikos der nicht erkennbaren Beschädigungen bewusst sein. Sicherer ist es, den Secondhand-Sitz im Bekanntenkreis zu erwerben. Allerdings muss man wissen, dass auch unbeschädigte Kindersitze der Materialermüdung unterliegen. Über die jeweilige maximale Verwendungsdauer eines fabrikneu gekauften Sitzes, kann man sich beim Hersteller informieren. Cybex gibt für seine Autokindersitze für Babys und Kleinkinder beispielsweise eine doppelte Verwendungszeit an. So darf etwa eine Babyschale, die bis zu einem Alter von 18 Monaten benutzt werden kann, insgesamt drei Jahre lang verwendet werden. Ein Sitz der Gruppe 1 (ca. neun Monate bis vier Jahre) kommt etwa drei Jahre lang zum Einsatz und ist dann bereit für eine zweite Runde, die ebenfalls noch einmal drei Jahre dauern darf.



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CYBEX Silver Solution X-fix

CYBEX GOLD Solution M-fix

Gruppe 2/3 (15-36 kg)

CYBEX GOLD Solution M-fix

Froggy BCS01

Gruppe 1/2/3 (9-36kg)

Froggy BCS01

CYBEX GOLD Pallas M-fix

Gruppe 1/2/3 (9-36 kg)

CYBEX GOLD Pallas M-fix

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