25 Jahre "Zurück in die Zukunft"

De Lorean DMC-12 De Lorean DMC-12

25 Jahre "Zurück in die Zukunft": DeLorean DMC-12

— 08.11.2010

Vom Flop zur Zeitmaschine

"Zurück in die Zukunft" setzte dem De Lorean DMC-12 ein Denkmal – konnte den skurrilen Edelstahl-Sportwagen aber auch nicht retten. Vor 25 Jahren kam der erste Teil der Trilogie in die Kinos. autobild.de geht mit dem Fluxkompensator auf Zeitreise.

"Du musst vierdimensional denken, Marty!" lautet einer der zentralen Sätze der 80er-Jahre-Filmtrilogie "Zurück in die Zukunft", mit dem Dr. Emmett L. "Doc" Brown (Christopher Lloyd) den jungen Marty McFly (Michael J. Fox) auf das zentrale Problem aller Zeitreisender hinweist: Woher wissen, ob es in Zukunft oder Vergangenheit genügend Auslaufzonen für einen durch die Zeit reisenden DeLorean DMC-12 gibt? Eine Frage, die zum Start des ersten "Zurück in die Zukunft"-Films 1985 die Massen in die Kinos zog – auch wenn es unter den Kinogängern definitiv unterschiedliche Interessen gab. Die Mädels wollten Michael J. Fox gucken, die Jungs den DeLorean sehen. Die Story um Marty und Doc, die den havarierten Flügeltürer aus dem Jahr 1955 per Blitz-Energie wieder zurück ins Jahr 1985 transferieren müssen, sorgte dann wieder für Einigkeit im Kinosessel.

Sportler des Grauens: Sportwagen, die keiner braucht

25 Jahre sind seit den Dreharbeiten zum ersten Film vergangen. Idee und Auto faszinieren aber noch heute. Grund genug, sich den von Giorgetto Giugiaro gezeichneten DeLorean DMC-12 noch einmal genauer anzusehen. Nur rund 8600 Exemplare dieses im nordirischen Dunmurry (nahe Belfast) von der DeLorean Motor Company (DMC) produzierten Sportwagens mit einer Karosserie aus gebürstetem und unlackiertem Edelstahl wurden ab 1980 gebaut. Die 12 im Namen steht für 12.000 US-Dollar, dem ursprünglich geplanten Preis. Dass es letztlich 25.000 Dollar wurden, lag vor allem daran, dass die kleine Firma den Entwicklungsaufwand für ein komplettes Fahrzeug unterschätzt hatte. Ursprünglich sollte Porsche das Fahrzeug entwickeln, die Schwaben ließen schließlich aber die Finger von dem Projekt. So sprang Lotus in die Bresche und trieb den DMC-12 in nur 25 Monaten durch die Entwicklung.

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Der DeLorean DMC-12 hatte mit vielen Kinderkrankheiten zu kämpfen. Die Verarbeitungsqualität ließ zu wünschen übrig.

Mit verheerenden Folgen: Statt eines agilen Mittelmotor-Sportwagens bekamen DeLorean-Kunden 1980 einen hecklastigen Heckmotor-Sportler präsentiert, der mit einem von Peugeot und Renault übernommenen 2,8-Liter-V6 mit lediglich 132 PS nicht konkurrenzfähig war. Hinzu kamen eklatante Verarbeitungsmängel und hartnäckige Probleme mit dem Mechanismus der Edelstahl-Flügeltüren. Bereits 1982 kam das Aus für DeLorean. Finanzielle Rücklagen hätten die Firma kaum gerettet. Denn das einzige Produkt der Firma war das Problem. So blieb der DMC-12 ein skurilles Nischenprodukt mit futuristischem Aussehen.

Für Robert Zemeckis, Regisseur und Drehbuchautor der "Zurück in der Zukunft"-Trilogie, genau die richtigen Zutaten für eine Zeitmaschine. Gleich sieben Fahrzeuge wurden für die Filme erworben und umgebaut. Der schwache Motor musste stärkeren Aggregaten aus amerikanischen Muscle-Cars oder einem Porsche-Boxer weichen. Das Äußere wurde den Bedürfnissen des Films angepasst. Schrott und Artikel aus dem Elektronikbedarf pimpten den DeLorean zur Zeitmaschine. Im zweiten Film wurde der Kernreaktor durch einen Fusionsreaktor namens "Mr. Fusion" ersetzt, der im echten Leben eine Designer-Kaffeemühle von Krups war.

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"Das schwierigste war, mit der Zeitmaschine einen möglichst hausgemachten Eindruck zu vermitteln", sagte Zemeckis in einem Interview. Dafür wurden dem Auto Heckteile und Heckfenster entfernt und die Instrumententafel überarbeitet. Innereien aus Panzern zogen ein. John De Lorean war der "Zurück in die Zukunft"-Trilogie und deren Macher Robert Zemeckis unendlich dankbar für die Anerkennung seines Traum und dessen spätem Ruhm. Zum 25. Jubiläum will autobild.de mit einer Bildergalerie an die großartigen Filme und den De Lorean DMC-12 erinnern. 









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