Vergleich BMW 3er: Welcher ist der beste?

40 Jahre BMW 3er: Vergleich dreier Generationen

— 11.12.2015

Welcher BMW 3er ist der beste?

Seit 40 Jahren beweist der 3er-BMW: Aller guten Dinge sind drei. Hier der Test dreier Generationen: Welcher 3er-Bayer ist der richtige für Sie?

E21: Kompakte Maße, hohe Agilität und geringes Leistungsgewicht - ein Alltagsklassiker.

Oldtimer, Youngtimer, Klassiker von morgen: Die ersten drei Generationen des BMW 3er decken das komplette Altersspektrum ab, vom E21 über den E30 bis zum E36. Während frühe Exemplare der kompakten Sportlimousine längst in Liebhabergaragen parken, werden späte nach wie vor – kaum zu glauben – als billige Winter­autos verheizt. Wir fragen: Was verbindet die BMW aus drei Jahrzehnten? Und was unterscheidet sie?

Das Urmodell E21

Das Cockpit mit zum Fahrer geneigter Mittelkonsole wird zur BMW-Spezialität.

Da ist einmal das Urmodell E21. Es atmet noch spürbar den Geist des Null­zwo. Handliches Format, dünne Dachpfosten und große Glasflächen bilden ein erfrischendes Kontrast­programm zur automobilen Jetztzeit. Der 3er scheint uns zuzurufen: Willkom­men in den 70ern, als die Aschenbecher noch groß sein durften und die Sitze auch stämmiger gebaute Fahrer noch nicht tadelnd in den Hintern kniffen. Selbst beim Einstiegs­modell 316 kommt kaum das Gefühl auf, dass man was verpasst. Unter seiner Haube steckt der bewährte Vierzylinder des 02, niedri­ger verdichtet allerdings und so für das damals noch erhältliche Normalbenzin geeignet, etwas leis­tungsstärker und mit automatischem Choke.

Wo ist der fünfte Gang?

E30: Doppelscheinwerfer sind ab der zweiten 3er-Generation kein Privileg der großen Motoren mehr.

Da der Ur-3er nur wenig mehr als eine Tonne wiegt, haben 90 PS keine Mühe. Gasbefehle setzt der 1800er spontan in Vortrieb um, zieht schon im Keller herzhaft durch und legt mit steigender Drehzahl kon­tinuierlich zu. Leider auch beim Geräusch. Heute macht sich das vor allem auf der Autobahn bemerkbar. Immer wieder ertappt man sich dabei, dass die rechte Hand zum Schalthebel zuckt und nach dem Fünften stochert. Es gab ihn gegen Aufpreis zwar, der hennarote Testwagen von 1980 hat ihn aber nicht. Kurven umrundet der E21 mit deutlicher Seitenneigung, eine Folge der gegenüber dem 02 stärker komfortbetonten Auslegung. Aber er spurt sicher und lässt sich auch mit for­schem Gaseinsatz nicht aus der Ruhe bringen. Wer im Rück­spiegel sehen wollte, wie das Heck zum Überholen ansetzt, musste schon zum 320i greifen oder, besser noch, zum Top­modell 323i.

BMW 3.0 Si: Tagebuch des Dauertest-Bayern

Mit dem E30 beginnen die 80er

Übersichtlicher Arbeitsplatz des E30, hier mit Sportlenkrad aus der Aufpreisliste.

Der Umstieg in den Nach­folger E30 versetzt uns in die 80er: alles sehr sachlich hier. Die Cockpitlandschaft wirkt geglättet und nicht so zerklüf­tet wie zuvor. Nach wie vor do­miniert jedoch der Eindruck eines zierlichen Kompakt-Automobils, ohne dass das Raumgefühl Anlass zur Klage gäbe. Nur hinten mag man, wie im Vorgänger, nicht unbe­dingt auf lange Reisen gehen. Der M20-Sechszylinder des jungfräulichen Testwagens aus dem BMW-Classic-Fuhrpark verfällt sofort in einen warmen, volltönenden Leerlauf. Unten­rum hat er Mühe, dem 316 auf den Fersen zu bleiben. Erst jen­seits von 3500 Touren kommt Leben in die Bude. Aber drehen mag er ja! Melodisch zoomt der 3er von Kurve zu Kurve, und sein spie­lerisches, am Li­mit leicht über­steuernd ausgelegtes Handling lässt sich sofort und zweifelsfrei der Marke BMW zuordnen, auch ohne den weiß-blauen Propeller vor Augen.

Bilder: BMW 320/6

BMW 320/6 E21 BMW 320/6 E21 BMW 320/6 E21

Sprung in die 90er-Jahre

E36: Die Doppelniere am Bug geht mit den Jahren in die Breite, der Chrom wird immer weniger.

Hat das der E36 auch noch so gut drauf? Er ist schließlich viel schwerer. Klare Antwort: Ja! Zumindest, wenn der rich­tige Motor unter der Haube steckt. Als der dritte 3er 1990 auf den Markt kommt, ist ein Sechszylinder im kompakten Limousinenkleid noch immer etwas Feines. Im moreagrünen Testwagen von 1999 arbeitet die 170 PS starke 2,5-Liter-Ausgabe, deren Typziffer beim Hubraum tiefstapelt. Ein Sahnemotor! Zwar braucht es eine Zeit, bis sich die Augen an das Schreifar­ben-Interieur gewöhnt haben, doch dann will man nur noch den Schaltknauf durch die Gänge schnippen, lustvoll mit dem trittsicheren Fahrwerk über die Landstraßen des Voralpenlandes wedeln und im hochflorigen Klangteppich kuscheln, den der famose Rei­hensechser knüpft. Wie bitte, das soll ein bald 20-jähriger Gebrauchter sein? Nein, Leute, hier steht der nächste Klassiker am Start!

Vergleich BMW 3er: Welcher ist der beste?

Autor: Martin G. Puthz

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