40 Jahre VW-Porsche 914
— 18.05.2009Mittel-Stürmer
Deutschlands erster serienmäßiger Mittelmotor-Sportwagen feiert jetzt seinen 40. Geburtstag! Die Präsentation des VW-Porsche 914 auf der IAA 1969 war das Ende einer dramatischen Entwicklungsgeschichte und der Beginn eines großen Erfolgs.
Die Entwicklung des 914 wurde per Handschlag besiegelt
Das Projekt 914 stand auf der Kippe
VW und Porsche konnten sich anfangs nicht einigen, die Zukunft des 914 stand mehr als einmal auf der Kippe. Schließlich einigten sich die beiden Firmen in einem Kompromiss darauf, den Sportwagen "VW-Porsche" zu nennen und durch ein gemeinsames Vertriebsnetz auf den Markt zu bringen – die Geburtsstunde der "VW-Porsche-Vertriebsgesellschaft mbh". Auf der IAA 1969 feierte der VW-Porsche 914 dann seine Premiere als erster serienmäßiger Mittelmotorsportwagen Deutschlands. Die Bezeichnung "VW-Porsche" war jedoch nicht die glücklichste Wahl, denn die Edelschmiede aus Zuffenhausen wurde von nun an in Verbindung mit dem Massenhersteller VW gebracht. Bezeichnungen wie "Volks-Porsche" oder "Vo-Po" verunglimpften den Mittelmotor-Sportwagen.
914/6: reizvoll, aber zu teuer
Besonders das Top-Modell, der VW-Porsche 914/6 mit dem zwei Liter großen Sechszylinder-Boxer aus dem 911 T 2.0, fand kaum Akzeptenz bei der anspruchsvollen Kundschaft. Im Vergleich zu den Vierzylindern war er viel zu teuer (Grundpreis 914/6 im August 1969: 19.000 D-Mark, 914 1.7: 12.560 D-Mark), von dem 110 PS starken Mittelmotor-Renner wurden nur 3338 Stück hergestellt. Nach nur drei Jahren Bauzeit wurde er vom 914 2.0 mit Zwei-Liter-Vierzylinder (100 PS, Preis im August 1972: 14.400 D-Mark) abgelöst. Trotz ähnlicher Leistung konnte er nicht an den Reiz des unwiderstehlichen Sechszylinder-Boxers anknüpfen. Heute ist der 914/6 einer sehr gesuchtes Sammlerfahrzeug, Top-Exemplare kosten mittlerweile über 35.000 Euro (Stand April 2009).
Der 914 eroberte die Herzen der Sportwagen-Fahrer
Die preiswerteren VW-Porsche 914 mit Vierzylinder-Boxer wurden im gegensatz zum 914/6 zu einem großen Erfolg. Bis zum Produktionsende im Frühjahr 1976 wurden 115.631 Vierzylindermodelle des 914 produziert, der damit zum bestverkauften Sportwagen seiner Zeit avancierte. Die meisten 914 wurden in die USA exportiert, wo der 914 als reiner Porsche ohne den VW-Namenszusatz vermarktet wurde. Mittlerweile gilt der VW-Porsche 914 als Liebhaberauto, dem sich weltweit zahlreiche 914-Clubs verschrieben haben.
Das könnte Sie auch interessieren
Anzeige




