50 Jahre Ford Mustang

— 17.04.2014

Das Pony lebe hoch!

V8, Pferde-Logo, Chrom, Gänsehaut-Sound: Kaum ein Auto ließ in den letzten vier Jahrzehnten Männer-Herzen höher schlagen als der Ford Mustang. 2014 feiert die Musclecar-Ikone 50-jähriges Jubliäum. Wir zeigen die schönsten Bilder!



Der Ford Mustang ist in den USA ein Erfolgsmodell, für viele Auto-Fans der amerikanische Traum auf Rädern. Auch in Deutschland hat der extravagante Sportwagen eine große Fan-Gemeinde. Seit 50 Jahren wird das Pony Car nun gebaut – ein Produktionsstopp ist nicht abzusehen. Vor allem in der ersten Generation, die am 17. April 1964 vorgestellt und bis 1973 gebaut wurde, war der Mustang in Nordamerika ein Verkaufsschlager. Allein am ersten Tag wurden 22.000 Modelle verkauft, bis zum 31. Dezember 1964 fanden 263.434 neue Mustangs einen Käufer. Das Stufenheck-Coupé kostete 1964 rund 2400 Dollar, das Cabrio 2600 Dollar. Die Motorenpalette umfasste in den ersten zehn Jahren Reihensechszylinder und V8-Triebwerke von 100 bis rund 400 PS (GT500KR/Mustang Boss 429). Der Sound – vor allem bei den fetten V8-Triebwerken – wurde schnell zum Markenzeichen der wilden Ford-Pferde. Es gab unzählige Ausstattungs-Varianten, jedes Modelljahr bestach durch neue, raffinierte Details und schicke Design-Elemente.

Ford nimmt den Mustang an die Zügel

Ja, er ist ein Mustang. Die zweite Generation wurde kleiner, sieht bei weitem nicht so toll wie das Original aus, war aber ein voller Erfolg.

Doch Mustang war nicht immer gleich Mustang. Vor allem in den 80er- und 90er Jahren haben die Designer und Ingenieure von Ford durch unzählige optische und technische Fehlgriffe das einst so heroische Image des Musclecar stark bröckeln lassen. So lancierte Ford 1979 allen Ernstes einen Mustang mit 2,3-Liter-Vierzylinderaggregat und 89 PS, naußerdem war den Detroitern eine kostensparende gemeinsame Plattform mit dem Mercury Capri oder dem Ford Pinto wichtiger als Pony Car-Charisma. Das war zu viel für leidenschaftliche Mustang-Jünger. Die einstige Stil-Ikone verlor ihre Einzigartigkeit und mutierte zum Brot-und-Butter-Fahrzeug. Ford wollte ein "Weltauto" – weg von wunderschönen Formen, hin zum Alltäglichen. Das gelang perfekt – leider!

Die Renaissance des Ur-Mustangs

Alt trifft neu: Pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum des Mustang präsentierte Ford 2004 sein Musclecar im lang ersehnten Retro-Look.

Zum 40-jährigen Jubiläum des Mustang präsentierte Ford 2004 sein Musclecar im lang ersehnten Retro-Look.

Der Befreiungsschlag aus der fast 30 Jahre andauernden Tristesse kam 2003 und war ein Segen für die noch immer zahlreichen Fans der frühen Mustangs: Auf der NAIAS 2003 in Detroit stellte Ford ein Concept Car vor, das eine einzigartige Brücke zum Ur-Mustang schlug. Die Ford-Designer studierten monatelang alle möglichen Unterlagen, Zeichnungen, Kataloge und Bücher, die es zu den Mustangs der sechziger und siebziger Jahre gab. Die Details, die ihnen am besten gefielen, sollten sich im neuen Mustang wiederfinden. "Es gibt mindestens acht Millionen Mustang-Fans, denen gegenüber wir mehr als früher in der Verantwortung stehen", erklärte Greg Hutting, Projektmanager bei Ford und Vater des 2005er Mustangs. "Die Nase des 67er/68er Serienmodells mit dem Haifischmaul, die Nüstern auf der Haube des 68er Shelby GT500..." – die Entwickler pickten sich die Stil-Rosinen raus und verpassten dem neuen Modell einen bildschönen Retro-Look.

Vergleichstest Ford Mustang

Ford Mustang 289 cui High Performance Ford Mustang II 2.8 ghia Ford Mustang boss 302
Auch bei den Motoren machte Ford keine Kompromisse mehr, der "neue Alte" war bei seinem Markstart Ende 2004 ausschließlich mit sechs oder acht Zylindern zu haben. Natürlich gab es auch wieder den GT von Shelby und jede Menge hinreißend knackige Sondermodelle wie den Mustang Bullitt (2007) oder die Shelby-Miethengste GT-H und GT-H Cabrio. Auch der berühmte "King of the Road", der GT500KR, wurde 2008 – 40 Jahre nach seiner Geburt – in einer Kleinserie wieder gebaut. 2008 präsentierte Ford auf der LA Auto Show das Facelift für die fünfte Mustang-Generation. Während die Modernisierung relativ unspektakulär ausfiel, gab es auf dessen Basis zwei sagenhafte Sondermodelle: Der erste Knaller hieß Mustang Cobra Jet. Er sprintet in unter zwei (!) Sekunden von Null auf 100km/h, eine Straßenzulassung gab's für ihn allerdings nicht. Immerhin sind 50 dieser Kraftpakete entstanden. Der andere Mustang-Kracher hörte auf den Namen Shelby 1000 S/C, dieses Pony bringt über 1000 PS auf die Straße.

Bei diesem Mustang bleibt alles anders

Ford Mustang 50 Year Limited Edition: Zum Jubiläum macht Ford 1964 Kunden besonders glücklich. So sieht der Mustang des 21. Jahrhunderts aus. Punkt.

Während der letzte Mustang für europäische Fans nur als Grauimport zu haben war, wird im Jubiläumsjahr 2014 alles anders. Die sechste Generation des Mustang wird es auch wieder in Europa geben, allerdings mit einem 2,3-Liter-Vierzylinder – vor dem Neuen Europäischen Fahrzyklus ist eben auch eine Ikone nicht gefeit. Dafür stimmt das Design: modernisiert, mit Retro-Akzenten an den richtigen Stellen und noch immer als ein Spross des amerikanischen Ur-Ponys zu erkennen. Auf leistungsgesteigerte Sondermodelle werden Fans nicht lange warten müssen – der motorisierte amerikanische Traum geht also weiter.

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