Mercedes S 420 L von Theo Albrecht

Mercedes S 420 L mit Panzerung von ALDI-Chef Theo Albrecht Mercedes S 420 L mit Panzerung von ALDI-Chef Theo Albrecht

Aldi-Auto: Theo Albrechts Mercedes S 420 L (W140)

— 03.08.2010

Auto des Aldi-Gründers zu verkaufen

Die Limousine des jüngst verstorbenen Aldi-Mitbegründers Theo Albrecht steht zum Verkauf. Unter der unauffälligen Schale des Mercedes S 420 L stecken eine Nato-Panzerung und weitere Finessen.

Viel ist es nicht, was man vom jüngst verstorbenen Aldi-Mitbegründer Theo Albrecht weiß. Er lebte sehr zurückgezogen, galt als sparsam. Die selbst erwählte Nachrichtensperre mag seiner Persönlichkeit entsprochen haben, geht aber wohl vor allem auf ein einschneidendes Erlebnis zurück: die 17 Tage dauernde Entführung im Jahr 1971. Albrecht kam nach Zahlung eines Millionen-Lösegelds frei und umgab sich fortan mit aufwändigen Sicherheitsvorkehrungen. Wie weit das Sicherheitsbedürfnis der Albrechts ging, zeigt der gepanzerte Mercedes S 420 L (W140), der aktuell beim Düsseldorfer Autohändler Michael Fröhlich zum Verkauf steht. Den will der Fröhlich aus dem Umfeld der Familie Albrecht erstanden haben – was mit Blick auf die Spezialausrüstung des dicken Benz durchaus plausibel erscheint. Glamour sucht man an der Limousine aus dem Albrecht-Fuhrpark vergeblich. Äußerlich ist der Dienstwagen des Milliardärs unscheinbar, fällt niemandem ins Auge. Zwar soll Albrecht laut Händler Fröhlich 1996 etwa 1,5 Millionen D-Mark für den Wagen gezahlt haben – von Prasserei allerdings ist nichts zu sehen.

Überblick: Infos zum Mercedes W140

Die Bremer Firma Trasco sorgte für die umfangreiche Sicherheitsausstattung der Limousine.

Der Löwenanteil der Kaufsumme floss nämlich in spezielle Sicherheitstechnik, die der schutzbedürftige Unternehmer bei der Firma Trasco (heute Carat Security Group) in Bremen bestellte. Dank der Nato-Höchstschutzpanzerung (Widerstandsklasse B6/B7) vermag es der Mercedes, Angriffen mit Schusswaffen und sogar Sprengstoff- oder Brandbombenattacken zu widerstehen. Die Scheiben sind 6,5 Zentimeter dick, die Reifen schusssicher, der Motor lässt sich fernzünden, die Türen können bei Gefahr abgesprengt werden, eine eigene Sauerstoffversorgung garantiert größtmöglichen Schutz. Im Kofferraum gibt's als spezielles Extra gegen Entführungen sogar ein Telefon. Exklusivität, die bei der Einrichtung abrupt endet: Die Mercedes S-Klasse ist mit einfachen Stoffsitzen, einer schlichten Sitzbank im Fond und einem günstigen Radio ausgestattet. Extravaganzen? Fehlanzeige.

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Da wundert es schon, dass der Händler für den ALDI-Benz mit 174.000 Kilometern auf der Uhr 100.000 Euro haben möchte. Viel Geld für den mehr als behäbigen Mercedes. Eine Stichprobe zum Vergleich: Für einen vergleichbaren S 420 ohne Sicherheitsausstattung und Promi-Vorbesitzer müssen auf dem Gebrauchtmarkt zwischen 2500 und 10.900 Euro investiert werden. Dennoch: Die ersten Interessenten sollen sich bereits gemeldet haben.
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