Alfa 33

Alfa 33

— 06.09.2010

Vieles blieb beim alten

AUTO BILD-Archiv-Artikel 40/1986: Die Autobauer in Mailand wollen mit dem neuen Alfa 33 mehr Kunden gewinnen als mit dessen Vorgänger. Doch das wird nicht einfach. Denn der neue 33 hat unliebsame Macken geerbt.

Eins vorweg: Auch der neue Alfa 33 wird es in Deutschland nicht leicht haben. Zu viel erinnert schon in unserem Testwagen an die bekannten Schwachpunkte: Das Getriebe kratzt beim Einlegen des ersten und des Rückwärtsgangs, der Tachometer zeigt oft gar keine Geschwindigkeit an, und die Heckklappe quietscht. Auch das Äußere zeigt kaum Neues: einen glatteren Kühlergrill und weiß eingefärbte Blinkergläser sowie neue Leichtmetallfelgen, die vom größeren Alfa 75 stammen – damit hat’s sich auch schon. Mehr tat sich allerdings unter der Haube. Das Spitzenmodell, mit dem für deutsche Zungen umständlichen Namen "Quadrifoglio verde" (grünes Kleeblatt), bekam einen 1,7-Liter-Boxermotor mit 115 PS spendiert.

Das Original: Der Artikel von 1986 als kostenloser Download

Nach dem Starten wieder Altbekanntes: Der Boxermotor röhrt heiser, und beim Gaslupfen knattert der Auspuff sportlich. Richtig: Das Basistriebwerk des neuen Motors ist die alte 1,5-Liter-Maschine (105 PS). Das ist aber kein Nachteil. Der Motor reagiert spontan auf jedes Niedertreten des Gaspedals. Erfreulich ist die Drehfreudigkeit: Erst bei 7000 U/min setzt ein Begrenzer der Orgie ein Ende. Verblüffend ist dabei, dass der Motor bei höheren Touren ruhiger läuft. Dies ist ein Vorteil des Boxermotors (Käfer und der Porsche 911 haben auch Boxermotoren) gegenüber den üblichen Reihenmotoren. Die Fahrleistungen sind sportlich: 0 bis 100 km/h in 9 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 196 km/h – verspricht das Werk.

Überblick: Hier geht es zu AUTO BILD KLASSIK

Und der Verbrauch? Im Schnitt sollen es 8,6 Liter Super auf 100 Kilometer sein. Neues gibt’s auch vom Innenraum zu berichten. Die gesamte Armaturentafel wurde umgebastelt – übersichtlicher gestaltet. Geblieben ist das höhenverstellbare Lenkrad. Leider schwingt der Instrumententräger aber nicht mehr wie beim alten Modell mit nach oben oder unten. So kann es passieren, dass je nach Lenkradstellung ein Tell der Rundinstrumente verdeckt ist. Das bisher schon sichere Fahrwerk wurde an der Vorderachse durch einen Stabilisator der neuen Motorleistung angepasst.

Es lässt enorm hohe Kurvengeschwindigkeiten zu, verlangt dem Fahrer aber auch einige Nehmerqualitäten ab. Die Federung ist extrem straff, gibt fast jede Unebenheit an die Insassen weiter. Da helfen selbst die bequemen Vordersitze nicht mehr viel. Und der Preis? Um 21.000 D-Mark wird der neue Alfa 33 kosten, wenn er im Oktober zu den deutschen Händlern rollt. Das wäre angesichts der kompletten Ausstattung, die sogar Alufelgen, elektrische Fensterheber und eine Zentralverriegelung umfasst, und des kräftigen Motors ein überlegenswertes Angebot.

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