Alfasud

Alfasud Gebrauchtwagen

— 26.01.2011

Ein Alfa: preiswert wie kein anderer

AUTO BILD Archiv-Artikel 3/1987: Als der Alfasud Ende 1972 das Licht der Autowelt erblickte, setzten die Alfa-Romeo-Händler große Hoffnungen in ihn. Auf den Italiener wartete eine ros(t)ige Zukunft.

Erste Fahreindrücke be­scheinigten dem Neuling her­vorragende Fahreigenschaf­ten. Selbst hubraumstärkere Fahrzeuge brachte der südlän­dische Heißsporn ins Schwit­zen. Und das erfreuliche dabei: Im Vergleich zur damaligen Golf- und Kadett-Konkurrenz war der Italiener erheblich preiswerter. Für viele Alfasud -Käufer wur­de der Traumwagen im Laufe der Zeit jedoch zum Alptraum. Der Vierzylinder-Boxermotor, der Frontantrieb oder das Ge­triebe gaben nur selten Anlass zur Kritik. Doch so zuverlässig sich die Technik des kleinen Alfa erwies, so rostanfällig ent­puppte sich sein Blechkleid. Es dauerte nicht lange, und der Alfasud hatte den Ruf einer Rostlaube weg.

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Nachdem das Image ruiniert war, wollte ihn keiner mehr haben. Da nutzte auch nichts, dass im Laufe der Jahre umfang­reiche Rostvorsorgemaßnah­men am Blechkleid vorgenom­men wurden. Die Gebraucht­wagenpreise purzelten von Jahr zu Jahr schneller. Zu guter Letzt sahen sich die Verant­wortlichen gezwungen, die Produktion des Alfasud im Herbst 1983 einzustellen. Mit ihm verschwanden in Deutsch­land einige Alfa-Romeo -Ver­tragshändler. Was geblieben ist, sind etli­che tausend Alfasud-Modelle, die sich bei den Gebrauchtwa­genhändlern die Reifen in den Blechbauch stehen. Alfasud-In­teressenten zwingen heute na­hezu jeden Verkäufer in die Knie. Über Listenpreis lässt sich derzeit nämlich selbst ein top-gepflegtes Exemplar nicht mehr veräußern.

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Nach unten hört die Preisskala bei "ge­schenkt" auf, nach oben ist sie einzig durch Ihr Schamgefühl begrenzt. Schämen Sie sich nicht, und nutzen Sie Ihre star­ke Position. Wenn Alfasud-Kenner sich einen Gebrauchten suchen, dann achten sie vor allem auf das Baujahr. Denn erst bei Exemplaren, die nach 1978 vom Band liefen, wurden die Karos­seriebleche etwas besser ge­gen Rost geschützt. Und wer halbwegs auf Nummer Sicher gehen will, interessiert sich ein­zig für ein jüngeres Fahrzeug ab Baujahr 1980. Auf jeden Fall sollten Sie den Verkäufer fragen, ob an dem Wagen schon mal irgendwelche Schweißarbeiten vorgenommen worden sind. Wenn ja, ist größte Vorsicht geboten.

Wichtig: die Unterwelt

Schauen Sie dann unter jede Boden­matte, in jeden Kotflügel und vor allem unter das Auto, auf die vorderen Rahmenträger. An Verdickungen können Sie er­kennen, wo der Rost nagt. Zeigen sich am Blechkleid keine Schwächen, wird es auch mit der Technik meistens keine böse Überraschung geben. Es sei denn, es handelt sich um ein Exemplar, das nicht regelmä­ßig zur Inspektion war und un­pfleglich behandelt wurde. Und sollte es nach dem Kauf den­noch technische Probleme ge­ben, keine Angst. Auf nahezu jedem Schrottplatz gibt es billig gebrauchte Ersatzteile. Und bei kurzen Wartezeiten bekommt man ab Werk auch noch jedes Teil neu.
Gesamturteil: Bedingt empfehlenswert.

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