Audi 80

Audi 80

— 07.09.2010

Neuer Audi 80: Schneller, größer, sparsamer

Als AUTO BILD den neuen Audi 80 das erste Mal sah, entfuhr es einem der Kollegen: "Der sieht ja aus wie der alte NSU Ro 80!" Macht Audi etwa einen Schritt zurück? AUTO BILD lädt zur ersten Fahrt im neuen Audi 80 ein.

Kompakt, scheinbar vor Kraft strotzend – so steht er da: der neue Mittelklasse-Audi. Dabei ist die Modell-Palette, bis auf die Spitzenmotorisierung (jetzt 1,9 Liter, bislang 1,8 Liter) und die Tatsache, dass es ihn jetzt ausschließlich viertürig gibt, ganz die alte geblieben. Doch Audis Achtziger des Jahrgangs 1986/87 sieht einfach viel stärker aus als der Vorgänger. Die Form der Karosserie und jedes Detail sind ein Diktat der Aerodyna­mik. Das sieht man, und das spürt man. Ein cW-Wert von 0,29 kommt schließlich nicht von ungefähr. Schon die Hand, die die Audi-Tür öffnet, schlupft quasi unter die Haut der Karosse­rie. Der Audi 80 ist glatt wie ein Aal – auch im Bereich des Wagenbodens. Doch, bitte, steigen Sie erst einmal ein und betrachten Sie das Gefährt von innen.

Das Original: Der Artikel von 1986 als kostenloser Download

Der erste Eindruck: Alle Achtung! Alles wirkt irgendwie nobel. Von wegen Billig-Plastik. Die schwarze Cockpit-Verscha­lung fließt auch in die Türverkleidung über, wie man das sonst fast nur in der Nobel-Klasse kennt. Der Fahrer und vor allem auch der Beifahrer fädeln die wohlbehüte­ten Beine in halbrunde Zellen ein. Der Bei­fahrer fühlt sich als echter Copilot. Der Audi 80 1,9 E, in dem AUTO BILD die ersten Kilometer zurücklegt, bietet vorne hervorragenden Sitzkomfort: Ausgeprägte Seitenwülste drücken unten sanft an die Schenkel und stützen oben die Rippen. Al­lerdings: Bei den Basismodellen gilt das nur mit Abstrichen. In allen gleich per­fekt: die Deutlichkeit der Instrumente. Keine Uhr, kein Schalter, der getadelt werden musste. Und beim Blick nach hinten bleibt nichts unerkannt: Das kurze Stum­mel-Heck begünstigt präzises Einparken. Beim neuen Audi 80 wurde vieles besser und größer.

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Allerdings: Der Kofferraum wurde um ein Fünftel kleiner. Fassungs­vermögen: 401 Liter nach VDA-Quadermessung. Bei den Frontantriebsmodellen blieb er glattflächig und durch die niedrige Ladekante gut beladbar. Apropos Stummel-Heck. Das hat auch seine Tücken. In der quattro­-Ausführung zum Beispiel offenbart sich ein mickriges und zudem zerklüf­tetes, schlecht zu beladenes Gepäck­abteil. Zwar ist die Lade­kante auf Stoßfänger-Höhe, aber 325 Liter sind einfach zu wenig. Die Normalversion bietet immer­hin 401 Liter und eine ebene Ladefläche. Die Rückbank lässt sich nicht umklappen. Der Tank steht hinter den Rücksitzen – ergo: Durch­laden Fehlanzeige. Gegen harte Extra-Mark gibt's als Notlösung einen fünf Liter kleineren Tank mit zwei Höckern, damit we­nigstens ein Paar Ski rein­ passen. Und noch ein Karosse­rie-Manko: Der Einstieg nach hinten ist denkbar eng.

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