Audi 80

Audi 80 als Gebrauchtwagen

— 16.12.2010

Ein guter Kauf

AUTO BILD-Archiv-Artikel 16/1986: Unauffällig, zuverlässig, erfolgreich – kurz: Audi 80 sind eine Bank. Auch gebraucht – sofern sie nach 1977 gebaut wurden. Frühere Modelle nämlich leiden oft unter Rost.

In der Mittelklasse gilt der Audi 80 seit Beginn seiner Karriere als das Maß der Dinge. Mit der Stufenheck-Limousine präsentierten die Ingolstädter im Juli 1972 ein Fahrzeug, das seiner Zeit weit voraus war. Kennzeichen: Frontantrieb mit bremsstabiler Lenkung (negativer Lenkrollradius), geräumige Karosserie in Leichtbauweise, Zweikreis-Bremssystem, sparsame und leistungsstarke Motoren. Viele technische Komponenten, die Audi damals als Neuheit in die Mittelklasse einführte, wurden im Laufe der Zeit von der Konkurrenz übernommen. Der für den Audi 80 entwickelte Vierzylindermotor mauserte sich im Laufe der vergangenen 14 Jahre im VW-Audi-Konzern zum meistverwendeten Triebwerk.

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Er kommt nämlich in den verschiedensten Leistungsstärken nahezu unverändert im VW Golf und Passat zum Einsatz. Kein Wunder, das der Achtziger dank seiner Qualitäten auch gebraucht ein Renner ist und selbst im stattlichen Alter noch hohe Preise erzielt. Doch aufgepasst: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Stellt der Erwerb eines bis zu vier Jahre alten Gebraucht-Achtzigers sicherlich kein Risiko dar, so zeigen Exemplare bis Baujahr 1977 in der Regel erhebliche Schwächen. Erhöhte Aufmerksamkeit muss bei solchen Modellen vor allem dem Blechkleid geschenkt werden. Rostbefall an Falzen von Türen und Hauben bis hin zu starken Durchrostungen an tragenden Teilen ist keine Seltenheit. Einen angemessenen Korrosionsschutz nahmen die Ingolstädter erst ab Herbst 1977 vor. Und eine Durchrostungs-Garantie für sechs Jahre gewährt Audi erst seit Ende 1979, ein Jahr nach Einführung der zweiten Achtziger-Generation.

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 Und noch ein Punkt verlangt beim Kauf eines gebrauchten Audi 80 verschärfte Aufmerksamkeit: die Bremsanlage. Denn trotz mehrjähriger Reifezeit sind die vorderen Bremsscheiben bis heute nicht erwachsen geworden, quittieren immer noch nach recht kurzer Laufzeit ihren aufreibenden Dienst. In der Regel müssen sie alle 50.000 Kilometer erneuert werden. Geändert wurde hingegen eine Schwäche, mit der sich bisweilen Audi 80-Fahrer der Modelle bis Baujahr 83/84 rumschlagen müssen. Korrosion an den elektrischen Kontakten der Heckleuchten unterbindet den Stromfluss und knipst die Lichter aus. Abhilfe schafft ein zusätzliches Massekabel sowie regelmäßiges Einsprühen mit Kontaktspray.

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