Audi 80 Mazda 626 GLX 2.0i

Audi 80 gegen Mazda 626

— 13.09.2010

Bieten die Japaner mehr fürs Geld?

Deutsche Autos waren im Gegensatz zu den Japanern in der Basisversion bisher recht dürftig ausgestattet. Än­dert sich das mit dem neuen Audi 80 zumindest in der Mittelklasse?

AUTO BILD Archiv-Artikel 45/1986: AUTO BILD verglich die Ausstattung des billigsten Audi 80 mit dem Komfort des Mazda 626 GLX 2.0i Kat. Für 21.500 D-Mark gibt es den Mazda 626, für 21.980 D-Mark den neuen Audi 80. Was bekommt man dafür? Beim Audi 80 erhält der Käufer für diese Summe das Grundmodell mit 1,6-­Liter-Motor und 75 PS. Einen Katalysator gibt es für diesen Preis nicht. Sein japanischer Konkurrent bietet mehr zum Schutz der Umwelt. Er hat eine Zweiliter-Maschine mit 92 PS und einen geregelten Drei-Wege-Katalysator. Wer den Mazda noch vor Ende dieses Jahres zulässt, der wird mit 61 Monaten Steuer­befreiung belohnt. In dieser Zeit müssen Audi-Fahrer jedes Jahr 345,60 D-Mark an das Finanzamt überweisen. Da hilft es wenig, dass der Audi nur 1008 D-Mark Haftpflicht bei 100 Prozent kostet, denn der Mazda ist kaum teu­rer: 1136 D-Mark.

Das Original: Der Artikel von 1986 als kostenloser Download

Ergibt für den Audi 1353,60 D-Mark Festkosten und für den Mazda 1136 D-Mark. Indes: Bei der Kostenrechnung darf man nicht vergessen, dass der Audi nur alle 30.000 Kilometer zur Inspektion muss. Der Mazda soll die Werkstatt alle 20.000 Kilometer ansteuern. Erstaunlich: Obwohl der neue Audi 17 PS weniger hat, muss er dem Mazda nicht hinterherlaufen. Beide rennen auf der Autobahn 170 km/h (Werksangaben). Da macht sich die schnittige Form (0,29 cW) des Ingolstädters bezahlt. Beim Benzin­verbrauch ebenso: Der Audi braucht nur 7,8 Liter bleifreies Normalbenzin (Werks­angabe). Der Mazda ist nicht ganz so sparsam: Er konsumiert 8,2 Liter (Werks­angabe). Auch das ist für ein Auto dieser Größe kein schlechter Wert.

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Im Innenraum zeigt der neue Audi 80 ganz deutlich, dass er mit der BMW-3er-­Reihe und dem 190er Mercedes konkur­riert. Schon in der Einfachversion wirkt er recht gediegen. Die verwendeten Materialien erinnern bei weitem nicht an ein Billigauto (ist er ja auch nicht!). Selbst die Türen sind im oberen Bereich mit dem Stoff verkleidet, der auch die Sitze schmückt. An Ausstattung hat er alles, was der Fahrer unbedingt braucht. Dar­über hinaus sogar einen flauschig wei­chen Teppich, getönte Scheiben und eine große Uhr. Und nicht zu verges­sen: Der neue Audi 80 hat für Fahrer und Beifahrer eine Gurthöhenverstellung se­rienmäßig. Die gibt's bei Mazda nicht ein­mal als Extra.

Der Audi bleibt immer leise

Auch an der Ge­räuschdämmung wurde nicht gespart. Selbst bei hohen Touren bleibt der Audi angenehm leise. Auf den ersten Blick sieht der Mazda­-Innenraum nicht so edel aus wie der des Audi. Das liegt am reichlich verwendeten Kunststoff. Seine Serienausstattung ist aber viel umfangreicher: vier elektri­sche Fensterheber, Zentralverriegelung, Sportsitze, Velourspolster, umlegbare Rücksitze, Fünfganggetriebe, Drehzahl­messer sowie Fernentriegelungen für Kofferraum und Tankdeckel. Sicherlich – das sind alles Sachen, die man nicht unbedingt braucht, um mit einem Auto glücklich zu werden. Aber wenn dies alles quasi zum Nulltarif geliefert wird, nimmt man es gern und dankend – und freut sich.

Der Mazda ist besser ausgestattet

Das alles gibt's auch für den Audi. Aber alles hat seinen (Auf-)Preis. Außerdem: Wer sich seinen Wunsch-­Audi zusammenstellen will, braucht viel Zeit. Denn die Ausstattungen CC und CD gibt es nicht mehr. Stattdessen darf sich der Interessent durch eine lange Auf­preisliste nach Mercedes- und BMW-Vorbild wühlen. Welcher bietet nun mehr? Der Mazda 626 ist besser ausgestattet, bietet auf den ersten Blick mehr fürs gleiche Geld. Der neue Audi 80 ist aber das modernere und bessere Auto. Sein Fahrwerk ist komfor­tabler und fahrsicherer. Der Innenraum hat mehr Platz. Seine Karosserie ist vollverzinkt, deshalb wertbeständiger, und viel windschnittiger.

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Autor: Andreas Borchmann

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