Bilder: Mercedes 300 SL "Sportabteilung"

Mercedes 300 SL "Sportabteilung" Mercedes 300 SL "Sportabteilung" Mercedes 300 SL "Sportabteilung"

Auktion: Mercedes 300 SL "Sportabteilung"

— 17.11.2015

Einzigartiger Flügeltürer wird versteigert

Ganze vier 300 SL "Sportabteilung" wurden gebaut. Im Dezember 2015 kommt einer der raren Flügeltürer bei RM Sotheby's unter den Hammer.

Dieser Mercedes 300 SL Flügeltürer, der am 10. Dezember 2015 bei RM Sotheby's in New York unter den Hammer kommt, ist auch unter den besonderen Klassikern noch außergewöhnlich. Vier Exemplare des W 198 mit Stahlkarosserie hat die Sportabteilung in Sindelfingen in den 50ern für die Entwicklungsabteilung und für den Motorsport aufgebaut. Dieses Fahrzeug ist laut Chassis-Nummer das erste. In der Sportabteilung bekam der SL den NSL-Motor mit mechanischer Einspritzung und 240 PS. Dazu kamen ein manuelles Vierganggetriebe, Schraubenfedern und belüftete Bremsen rundum, Stahlräder mit Zentralverschluss, modifizierte Achsen und eine satte Tieferlegung.
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Zweiter bei der Tour de France

1956 saß hier Stirling Moss – und fuhr der Konkurrenz bei der Auto-Variante der Tour de France davon.

So diente der 300 SL dreizehn Monate lang als Versuchsträger und Trainingsgerät. Neben anderen sollen während dieser Zeit des Wiedereinstiegs in den Motorsport bei Mercedes prominente Piloten wie Juan Manuel Fangio, Karl Kling und Hans Herrmann bei verschiedenen Gelegenheiten hinterm Steuer gesessen haben. Seine Sternstunde erlebte der Wagen aber, nachdem ihn Georges Houel und dessen Geschäftspartner Hans Hommel Mercedes abgekauft hatten. 1956 starteten Houel und sein Freund Stirling Moss mit der Nummer 149 bei der Tour de France für Autos – einem brutalen Straßenrennen quer durch Frankreich. Nach anfänglichen technischen Problemen und einem Nahezu-Ausfall konnte Moss (am Steuer) gegen eine ganze Meute Ferrari 250 Berlinetta eine wahnwitzige Aufholjagd starten und das Rennen auf Platz zwei beenden. Den Sieger retteten nur seine Punkte.

SL-Historie: vom 300 SL bis zum AMG GT

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Sinn fürs Detail: Das Auto wurde in den Zustand von 1956 zurück versetzt.

In den folgenden Jahren fuhr Houel noch selbst bei einigen Rennen mit, verkaufte das Auto aber Ende der 50er. Der Vater des aktuellen Besitzers erwarb den SL 1966 und begann nach einem Jahr eine Restaurierung, die er jedoch aus Zeitgründen wieder aufgeben musste. Nach 40 Jahren Dämmerschlaf führte sein Sohn das Projekt ab 2008 zu Ende und versetzte den Wagen mit viel Liebe fürs Detail zurück in seinen 1956er Zustand. RM Sotheby's geht von einem Verkaufspreis zwischen fünf und sieben Millionen US-Dollar (4,6 - 6,5 Millionen Euro) aus.
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