Aus für das Opel-Werk
— 10.12.2012Abschied von Bochum
Ausgerechnet in seinem 50. Jubiläumsjahr fällt Opel den Entschluss: Das Bochumer Opel-Werk wird heruntergefahren, ab 2016 werden dort keine Autos mehr produziert. Das ist der Anfang vom Ende einer langen Leidensgeschichte.
Nein, eine Überraschung ist es wirklich nicht. Aber das faktische Aus, dass die Opel-Konzernleitung am 10. Dezember für das Opel-Werk Bochum im Jahr 2016 verkündet hat, es tut trotzdem weh. Da sind zum einen mehrere tausend Arbeitnehmer, die in den nächsten drei Jahren – so steht es zu vermuten, solange nichts Genaueres bekannt wird – nach Hause gehen werden. Zum anderen ist da die Erinnerung daran, dass genau dieses Opel-Werk die Bochumer Arbeitnehmer vor exakt 50 Jahren aus einer anderen Krise gerettet hat. Die Ruhrpott-Stadt war damals arg vom beginnenden Zechensterben gebeutelt. Viele Kumpel erlebten etwas, dass man damals nur als Wort aus dem Duden kannte: Arbeitslosigkeit. Für das aufstrebende Unternehmen Opel wiederum war dies eine einmalige Gelegenheit, denn Arbeitskräfte waren sonst sehr schwer zu finden: in der Bundesrepublik herrschten Hochkonjunktur und Vollbeschäftigung. Zahlreiche Bergarbeiter wurden umgeschult und bauten nun Opelwagen, wie man damals sagte. Und zwar das neue Modell Kadett, das den Volkswagen das Fürchten lehren sollte.
Aus für Opel in Bochum: den aktuellen Bericht finden Sie hier
Oben in unserer Galerie führen wir Sie mit dem Kadett A durch das Bochum von heute, inklusive Besuch im Werk. Unserer Zeitreise folgt eine Aufstellung aller seit 1962 in Bochum gefertigten Opel-Modelle.
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Kommentare zum Artikel (12)
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@Halbwissender. Die von mir angführten Modelle waren auch nur als Beispiele einer permanent grenzwerigen Modellpolitik genannt. Es gab und es gibt natürlich auch optisch und technisch sehr gute Modelle der Marke OPEL. Da auch ich mehrere in- und ausländische Autozeitungen lese, muss ich Ihnen in einem gewissen Grad rechtgeben. Aber deswegen AB als VW - Werkspostille anzusehen, ist genauso urichtig, wie die Aussage von "Drill Instructor" dass VW ebenfalls in anderen Publikationen gwänne. Gestünde man den "OPELANERN" seitens GM mehr Eigenständigkeit zu, wäre die derzeitige Misere dieser Traditionsmarke vermeidbar gewesen. Das Potential zur Emtwicklung moderner und innovativer Fahrzeuge ist, m. E., sowohl bei OPEL als auch bei den euroäischen Schwesterfirmen vorhanden. Man muss es nur nutzen.
@Halbwissender: Ihr Nick passt irgendwie nicht...: 2x100%!
;-)
@Drill Instructor
Also ich lese von berufswegen verschiedene Automobilzeitungen. In anderen kommt Opel deutlich besser weg und gewinnt auch Vergleichstest! In anderen Ländern ist das Produkt von Volkswagen nicht immer auf Platz eins, sondern mal ein Ford, Opel, Renault oder sonstwas!
Komisch oder???
Ja ja,die gefrusteten Opelfahrer :)
Da wird die Autobild in VW-Bild umtituliert,weil sie damit nicht klar kommen.Komisch ist nur,dass in anderen Autozeitschriften VW auch immer gewinnt und Opel schlecht weg kommt :))))
Da wird schon irgendwas dran sein.
Ich weiss schon warum ich VW fahre...Da weiss man was man hat !
@Helmut K.
Ascona!?!??! Wow, es ist nicht Ihr Ernst die wirtschaftliche Miserie von Opel mit Fahrzeugen von vor 30 Jahren zu Begründen???
Und ja, eine Testzeitschrift hat das Recht Schwächen aufzuzeigen! Aber auch die Pflicht es objektiv zu tun, wenn sie sich als unabhängig bezeichnet! Dies ist aber bei AB, nicht nur Opel gegenüber, nicht mehr gegeben!