Porsche 911 Carrera Austauschmotor

Austauschmotoren

— 22.11.2010

Ein Motor für 27.764 Mark

AUTO BILD-Archiv-Artikel 50/1986: Gibt der Antrieb seinen Geist auf, wird's teuer. Jedenfalls bei Porsche. Da kosten Austauschaggregate soviel wie ganze Autos anderer Marken. BMW ist wesentlich gnädiger.

Es war schon immer etwas teurer, einen Porsche zu fahren. Insbesondere der Dauerbrenner und Liebhaber-Sportwagen 911 verlangt von seinem Besitzer nicht nur fahrerische, sondern auch finanzielle Potenz. Das beginnt bei der Anschaffung und setzt sich fort, wenn das "Fahren in seiner schönsten Form" (Porsche-Werbeslogan) mit einem Motorschaden sein abruptes Ende findet. Für die Summen, die das Werk beim Motortausch dem Kunden auf die Rechnung schreibt, bekommt man anderswo komplette Autos: Selbst der 188 PS "schwache" Sechszylinder eines 911 SC, Baujahr 1980, kostet neu satte 27.764 Mark und 40 Pfennig, Aus- und Einbau sowie Mehrwertsteuer inklusive.

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Das entsprechende Tauschaggregat ist zwar rund ein Drittel billiger, aber mit fast 19.500 Mark teurer als der kleine Zweitwagen für die Gattin. "Man muss dabei aber berücksichtigen, dass der Motorenbau bei Porsche von Spezialisten in Handarbeit erledigt wird, die fast schon dem Rennwagenbau entspricht", rechtfertigt Porsche-Sprecher Norbert Grabotin die enormen Preise. Dass manche 911-Piloten diese Arbeit auch freiwillig zu honorieren wissen, unterstreicht Grabotin mit dem Hinweis: "Einige unserer Kunden lassen ihre Motoren von vornherein nach einer gewissen Laufzeit überholen." So ist es denn auch mehr eine Prestigefrage als Sorge um zuverlässige Arbeit, wenn 911-Fahrer die Werksüberholung dem freien Instandsetzer vorziehen.

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Denn eine Motor-Aufbereitung nach den peniblen RAL-Richtlinien vom unabhängigen Unternehmer ist deutlich preisgünstiger. Die Ausnahme bleibt der Weg eines 911-Fahrers zum Autoverwerter. Zum einen erreicht nur selten ein 911-Totalschaden mit intaktem Motor den Hof eines Verwerters, das Angebot an Gebrauchtmotoren ist praktisch gleich Null. Und zum anderen "lassen die Besitzer solcher Sportwagen ihre Motoren lieber überholen", weiß Paul Ehlert vom Ring Deutscher Autoverwerter. Etwas mehr Hoffnung macht Ehlert motorgeschädigten Porsche-924-Besitzern, obwohl auch diese Vierzylinder relativ selten in Verwerter-Regalen zu finden sind.

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