Mazda RX-7

Austauschmotoren

— 16.11.2010

Motor kaputt – was dann?

AUTO BILD Archiv-Artikel 51/1986: Mit Austauschmotoren lässt sich viel Geld sparen. AUTO BILD prüft, was die Japaner zum Thema Motor-Ersatz zu bieten haben.

Die gute Nachricht zuerst: Schon bald wird's für die meisten japani­schen Autos überholte, komplette Tauschmotoren geben. Und jetzt die weniger gute Nachricht: Sehr billig wer­den sie bestimmt nicht sein. Denn die Preisvorteile der Autos aus Fernost be­schränken sich nur auf die Neuwagen. Für Ersatzteile verlangen die Nippon-Händler mindestens genauso viel wie ihre Konkurrenten mit Ware made in Germany. Während die Fahrer deutscher Autos auf mehr oder minder umfangreiche Angebote an aufbereiteten Teilen zu­rückgreifen können, haben sie in japani­schen Ersatzteillisten noch Seltenheits­wert. Bei Mitsubishi gibt's für manches Modell überholte Rumpfmotoren ohne Zylinderköpfe, Toyota beschränkt sich auf wiederbelebte Anlasser und Licht­maschinen.

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Eine Ausnahme macht der RX-7, für den Mazda einen Austausch-Wankelmotor anbietet. Doch weil jetzt die zulassungsstarken japanischen Jahrgänge ein kritisches Alter erreicht haben, wird das Tauschge­schäft interessanter. Toyota steigt mit aufbereiteten Triebwerken vor allem für ältere Modelle ein. "Die Generalüberho­lung wird in unserem Auftrag und mit Original-Ersatzteilen von einer großen Firma erledigt", gibt sich Toyota geheim­nisvoll. Auch Nissan hat ein eigenes Tauschprogramm in Vorbereitung, bei Mitsubishi und Mazda überlegt man noch. Bis freilich bei der japanischen
Typenvielfalt ein akzeptables Programm zustande kommt, sind die Kunden bei der Vertragswerkstatt auf die teureren Neuteile angewiesen.

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Es gibt bei Nissan Rumpfmotoren ohne und mit Zylinderkopf sowie den Komplettmotor mit allen Nebenaggre­gaten, bei Toyota und Mitsubishi Mo­toren ohne und mit Zylinderkopf, bei Honda Teilmotoren sowie komplette Neumotoren für jüngere Modelle, und bei Mazda Teilmotoren ohne Zylinder­kopf. Bei dem unzureichenden Werksan­gebot an überholten Triebwerken ist es nur logisch, dass sich einige Motoren­instandsetzer auf japanische Aggregate spezialisiert haben.

Warnung vor Fremdmotoren

Doch Mazda-Spre­cher Michael Dithmer warnt: "Wir kön­nen fremde Tauschmotoren nicht beden­kenlos weiterempfehlen, da sie nicht mit Mazda-Originalteilen überholt werden." Seriöse Instandsetzer oder die hollän­dische Instandsetzungsfabrik Vege, die auch zahlreiche Japan-Motoren über­holt, weisen Zweifel an ihrer Arbeit zu­rück. Schließlich warten sie mit einer Ga­rantiezusage auf, die beispielsweise die Mazda-Bedingungen weit übertrifft. In Sachen Gewährleistung können die Autoverwerter mit Gebrauchtmotoren zwar nicht mithalten, dafür aber sehr wohl im Preis. Gängige Japan-Motoren mit akzeptablen Laufleistungen sind so­gar schon unter 1000 Mark zu haben.

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