Detroit

Auto-Stadt Detroit

— 25.10.2010

Detroit – die größte Autostadt der Welt

AUTO BILD Archiv-Artikel 52/1986: Detroit im Bundesstaat Michigan ist die Heimat aller US-Autokonzerne. Mehr als sieben Millionen Autos werden dort pro Jahr gebaut. Der Stadt droht immer wieder der Crash mit dem Chaos.

Die Stimme aus dem Laut­sprecher mahnt die Pas­sagiere der "Northwest Airlines" nach Atlanta ein letztes Mal zu Gate 24. Stumm frisst die Roll­treppe ihre eigenen Stufen. Der Blick nach oben mündet in gleißendes Neonlicht. Links taucht ein hellblauer Ford Taurus auf, vorn blinzelt der Chrom eines braunen Oldsmobile, und hin­tendurch steht ein schwarzer Chrysler. Der Detroiter Flughafen ist nicht zufällig auch eine kleine Autoausstellung. Zwischen "Eastern"-, "TWA"- und "Delta"-Schaltern parkt das Herz der Stadt. Denn Amerikas Autoindustrie kennt nur eine Heimat: Detroit, die Motor-City. Eine gute Flugstunde westlich von New York gelegen und nur durch den Detroit River von Kanada abgegrenzt. Die Autofabriken von Detroit spucken jährlich fast doppelt so viele Pkw aus wie alle deutschen Auto-Werke zusam­men.

Das Original: Der Artikel von 1986 als kostenloser Download

1986 mehr als siebeneinhalb Millio­nen. Ob General Motors, der Riese mit 42 Prozent US-Marktanteil, ob Ford, ob Chrys­ler oder AMC – alle haben ihre Chefetage, ihre Entwicklungsabteilungen, ihre Verwal­tungsbüros und die Mehrzahl ihrer Fließ­bänder im Großraum Detroit. Downtown. Kern der Stadt. Urzelle. Hoch­häuser, Wolkenkratzer. Das geplante Chaos aus Beton, Glas und Marmor. Hier thronen Banken, Versicherungen, Hotelketten. Und alle überragend: das "Renaissance Cen­ter", ein 450 Millionen Dollar teures Symbol von Wohlstand und Stärke. Henry Ford II. eröffnete den verglasten Palast 1973, dem Jahr der ersten Ölkrise. Eine Trutzburg gegen den schleichenden Verfall von Downtown.

Überblick: Hier geht's zu AUTO BILD KLASSIK

Der Blick hinunter vom Dreh­restaurant im 70. Stock des "RenCen" – "Renaissance Center" ist für amerikanische Sprachkultur zu französisch und viel zu lang – offenbart, dass Downtown nur am Tage lebt: Nach 19 Uhr und am Wochen­ende schläft der Asphalt. Dabei hat hier, am Ufer des Detroit River, alles angefangen. Ein französischer Soldat, Monsieur Antoine Cadillac, legte 1701 den Grundstein zu einer Siedlung, deren Ein­wohner Walter Chrysler, Random Olds, die Gebrüder Dodge und Henry Ford zweihun­dert Jahre später unbedingt alle das gleiche machen wollen: Autos bauen. Henry Ford erfindet den Fortschritt, der Fließbandpro­duktion heißt. 1921 feiern seine Arbeiter, eine bunte Einwanderer-Mischung aus Po­len, Deutschen, Iren und Italienern, das fünfmillionste Ford-T-Modell, was zu dieser Zeit 55 Prozent der Weltproduktion bedeu­tet.

Weiterlesen: Der Artikel von 1986 als kostenloser Download

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.