AvD-Oldtimer-Grand Prix 2013 – Zweiter Tag

AvD-Oldtimer-Grand Prix 2013 – Zweiter Tag

— 10.08.2013

Die Schnellen unter der Sonne

Oldtimer-Grand-Prix – das ist Motorengedröhn und Action ohne Ende. Wohin zuerst? Der Bär steppte besonders beim DTM-STW-Revival, superedle Kraft-Klassiker gab's beim Gentlemen Driver's Race zu sehen. Auf geht's!

15:57 Uhr: Nach Stunden feinsten Sonnenscheins ziehen bedrohliche, graue Wolken über dem Nürburgring auf – ob doch noch Eifelfiltrat vom Himmel fällt? Wundern würde es keinen, manche sogar erleichtern: Bis dato scheint der Oldtimer-Grand-Prix eher an Sonnenmilch-Unterversorgung zu leiden. Piero Siragna drapiert seinen Helm samt HANS-Garnitur griffgünstig auf dem Boden der Boxengasse und freut sich: "Das Wetter ist toll, was will man mehr!" Der Schweizer wird im Rennen der Gentlemen Drivers seinen Teamkollegen Jürg König ablösen, der im Shelby Mustang 350 GT den ersten Turn fährt. Sind Sie aufgeregt oder eher abgebrüht, Herr Siragna? Unter dem Silberhaar des Routiniers macht sich ein Grinsen breit: "Eher letzteres, ich mach' das ja schon ein paar Jahre." Und Ihr Ziel in diesem Rennen? "Das Ganze ruhig angehen lassen, heil ankommen und viel Spaß haben." Leider wird der Mustang am Schluss aus der Wertung genommen: Der Reifen wegen, sagt die Ergebnis-Liste; näheres ist zur Zeit noch unbekannt.

So war der erste Tag: Freitag beim OGP

Cobra, übernehmen Sie: Das tat die AC-Schlange auch, wurde aber später aus Gewichtsgründen disqualifiziert.

©Götz v. Sternenfels

Der Oldtimer-Grand-Prix lebt von seinen Kontrasten: Profirennfahrer Alex Buncombe krachledert im Jaguar E-Type siegreich die Zielgerade hinunter, während die ehemaligen Renner von Ellen Lohr, Keke Rosberg und Johnny Cecotto nach ihrem Einsatz beim "DTM/STW- und Tourenwagen-Revival" am ausdampfen sind. Cecotto saß höchstpersönlich im BMW M3 E30 von einst, die anderen Wagen gehören längst rennverrückten Privatiers. Aus dem 1986er BMW 325 vom Team Vogelsang, dem ehemaligen Einsatzwagen von Olaf Manthey, klettert Jörg Schmieler. Ob er ordentlich Gas gegeben hat? "Ja, das war eben durchaus schnell! Das Auto ist von Irmler-Motorsport komplett neu aufgebaut worden, nun wollen wir es verbessern. Auf lange Sicht soll der Wagen bei Revival-Veranstaltungen und ab nächstem Jahr sogar in der Youngtimer-Trophy starten."

Derek Bell im Exklusiv-Interview über Stefan Bellof und seinen Porsche 956

Der BMW 325 vom Team Irmler – doch, der fährt auch  selbst.

©Götz v. Sternenfels

Nicht ganz so schnell hat es Rennfahrer-Legende Derek Bell heute angehen lassen – und das, obwohl er am Steuer eines ganz besonderen Porsche 956 sitzt: Jenes Auto, das 1983 am 1000 km-Rennen auf der Nordschleife teilnahm, und mit dem Bells Teamkollege Stefan Bellof im Training die bis heute gültige absolute Bestzeit in den Ring-Asphalt radierte: 6:11,13 min. 30 Jahre ist das jetzt her, vor 28 Jahren starb der legendäre Stefan Bellof bei einem Unfall in Spa. Anlässlich des Rekord-Jubiläums heißt die Kurvenkombination nach dem Streckenabschnitt Pflanzgarten deshalb seit heute „Stefan Bellof-S“. Was Derek Bell persönlich mit dem Porsche 956 und Stefan Bellof verbindet, verrät Derek Bell exklusiv im Interview mit autobild.de – weshalb wir uns an dieser Stelle verabschieden, um uns unter der wiedererwachten Sonne den letzten Rennen des Tages zu widmen. Besuchen Sie oben in der Bildergalerie das DTM-STW-Revival, das Gentlemen Driver's Race und die Boxengassen.


Autor: Frederik E. Scherer

Fotos: Götz v. Sternenfels, Götz v. Sternenfels

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