Bilder vom Rallye-Tag

Bodensee-Klassik 2014: Der zweite Tag

— 02.05.2014

Heiter bis Wolkenbruch

Volles Programm am zweiten Tag der Bodensee-Klassik Rallye: Besuch bei der Tuning World und Stopp bei ZF in Friedrichshafen, eine West-Umfahrung des Bodensees und die Mittagspause in Romanshorn. Und das alles bei Aprilwetter im Mai!

So schnell kann's gehen: Am Donnerstag starteten die BKL-Teilnehmer noch bei bestem Wetter vor einer tollen Kulisse am Festspielhaus Bregenz zur ersten Etappe der Bodensee-Rallye. Schon nach 300 Metern stand die erste Wertungsprüfung der Württembergische AG an.

Video: Start BKL 2014

Bodensee-Klassik

Noch bevor die öffentliche Straße erreicht war, galt es, präzise zu fahren und vorgegebene Zeiten einzuhalten. Nach der Grenzüberquerung in Richtung Deutschland folgten eine Durchfahrtskontrolle in Scheidegg und eine Wertungsprüfung bei der Meckatzer Brauerei in Heimenkirch. In Kißlegg passierten die Klassiker die mit 35 Metern kürzeste Fußgängerzone Deutschlands – natürlich mit Sondergenehmigung. Zur Nachmittagsrast trafen sich die Teams beim Fritz B. Busch-Automuseum in Wolfegg. Entlang der Strecke gab es mehrfach Gelegenheit, sich in die goldenen Bücher der verschiedenen Gemeinden einzutragen, am Rathaus in Isny wurde davon reger Gebrauch gemacht. Ihren harmonischen Abschluss fand die erste Etappe am Abend des 1. Mai im Weinstadl Rimmele bei Wangen im Allgäu.

Zwei Überraschungen: ein Maserati – und Regen

Bei allen Ortsdurchfahrten begegnen die Klassiker einem begeisterten Publikum.

Freitag Morgen, zweiter Rallye-Tag. Heute wird etwas zeitiger geweckt, schon gegen 8:30 Uhr dröhnen die ersten Motoren über den Platz vor dem Bregenzer Festspielhaus. Aber wo ist der Mai geblieben? Grauer Himmel, tief hängende Wolken und Regentropfen wie Bindfäden bestimmen den Startablauf, der aber trotzdem (oder deswegen?) läuft wie am Schnürchen. Ein unerwarteter Gast ist auch dabei: Der Maserati Indy 4.9 mit der Startnummer 105 konnte am Vortag nicht antreten. Fahrer Klaus Matthiesen: "Wir hatten Motorprobleme. Bis um drei Uhr nachmittags standen wir noch in der Werkstatt. Dann haben wir uns aber flugs auf den Weg gemacht und kamen abends gerade noch rechtzeitig ins Weinstadl Rimmele." Beifahrer Dr. Joachim Thummerer ergänzt: "Des war a rechte Nachtschicht!"

Wertungsprüfungen: immer diese Präzision!

Nach dem Start kreuzen die Teilnehmer nun in Hörbranz die österreichisch-deutsche Grenze nach Lindau. Dort verabschiedet man sich von der Aussicht auf den Bodensee, denn nun geht es tiefer ins Landesinnere. Die erste Wertungsprüfung ist nur eine kurze Strecke:

Wertungsprüfung: Der Aston Martin V8 Volante passiert punktgenau den Signalschlauch.

Genau 170 Meter müssen in exakt 28 Sekunden gefahren werden. Dies allerdings vor den interessierten Augen von Besuchern der Tuning World Bodensee, die ebenfalls an diesem Wochenende stattfindet. Nach Absolvieren dieser Prüfung bekommen die Teilnehmer ein Lackpflegepaket von Sonax ins Fahrzeug gereicht. Bei diesem Schmuddelwetter könnte das später bitter nötig werden. Weiter geht es auf das Werksgelände von ZF, ebenfalls in Friedrichshafen. Dort wartet eine vierfache Wertungsprüfung auf die Teams. In der Schlange vor dem Start treffen wir Rennfahrerlegende Joachim Winkelhock. Er ist mit dem Opel Commodore A Coupé (Startnummer 114) für das Team Opel Classic unterwegs. "Jockel" räumt ein, am ersten Tag irgendwo einen kapitalen Fehler gemacht zu haben, was den 116. Platz in der Tageswertung zur Folge hatte. Dennoch ist er bestens gelaunt, der Le-Mans-Sieger vom 1999 und seine Beifahrerin Ute Kernbach ziehen einander durch den Kakao. 20 Startnummern weiter hinten herrscht ebenfalls heitere Stimmung, in diesem Fall allerdings wegen und nicht trotz des Resultates. Der Aston Martin mit der Startnummer 134 liegt nämlich nach der ersten Etappe auf Platz 3, und das Ziel von Fahrer Alexander Hanninger und Beifahrer Dr. Florian Zanker ist ein optimistisch formulierter "Platz unter den ersten zehn". Voller Stolz steuern die beiden den V8 Volante auf das Gelände, auf dem ZF normalerweise Getriebe testet.

Bilder vom Rallye-Tag

Bericht vom Donnerstag: Start der BKL 2014

Nach dem Essen ins Museum

Unglaubliche Ferrari-Dichte in der autobau Erlebniswelt.

Danach geht es im großen Bogen um den Bodensee herum. Beim Rohnhauserhof wartet die vorher nebulös angekündigte "supergeheime" Wertungsprüfung: 34 Meter sind in 6 Sekunden zurückzulegen, direkt hinter der Durchfahrtskontrolle. Gar nicht einfach! Später rollt der Oldtimer-Tross bei Konstanz über die Grenze in die Schweiz, um zur Mittagsrast das Gelände der Autobau AG in Romanshorn anzusteuern. Endlich klart der Himmel auf: Bei strahlendem Sonnenschein genießen die Rallye-Teilnehmer ihre Pause und bedienen sich am reichhaltigen Buffet. Genug Zeit für einen Blick ind die autobau Erlebniswelt bleibt ebenfalls – dort wartet eine einmalige Sammlung historischer Sportwagen auf die Autofans. Aber einen Lamborghini Miura braucht man sich nicht im Ausstellungsraum anzusehen – bei der BKL steht er mit der Nummer 74 im Teilnehmerfeld. Oder auch gerne mal mit geöffneter Motorhaube am Straßenrand... Nach dem Mittagessen zieht leider wieder Regen auf. Aber die gute Stimmung bleibt erhalten, als die Boliden ab 14:30 Uhr wieder im 30-Sekunden-Takt vom Parkplatz rollen. Das nächste Ziel nach Wertungsprüfung 7, die noch auf dem Gelände in Romanshorn stattfindet, ist die am Donnerstag im Beifahrerbriefing erwähnte Uferpromenade in Arbon/Schweiz. Über diese Etappe berichten wir am Samstag – dann wissen wir auch, ob wirklich niemand ins Wasser geplumpst ist...

Soweit unsere Notizen vom zweiten Tag der Bodensee-Klassik. Impressionen von der Rallye finden Sie wie immer oben in der Bildergalerie. Zusätzlich können Sie eine große Anzahl Bilder vom jeweiligen Vortag  über Picasa downloaden – in hoher Auflösung und selbstverständlich kostenlos:

Impressionen von der BKL 2014



In gleicher Qualität stehen hier die Bilder aller Autos vom Start am Donnerstagmittag zum Download bereit:

Alle Teams und Fahrzeuge




Bodensee-Klassik 2017

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opel zf

Partner

adac sonax occ kongresskultur bregenz

Autoren: , Jonathan Blum

Fotos: Roman Rätzke

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