Bilder: Der dritte BKL-Rallyetag

Bodensee-Klassik 2014: Dritter Tag

— 03.05.2014

Das ist der Gipfel!

Hoch hinaus geht es auf den Etappen 3 und 4 am dritten Tag der Bodensee-Klassik: Zwischen dem Start und der Audi-Mittagsrast in der Bergstation Diedamskopf auf 2020 Meter Höhe lauern neblige Strecken, enge Kurven und nasse Fahrbahnen.

Am Freitagnachmittag ging es nach der Mittagspause in Romanshorn zur siebten Wertungsprüfung, die diverse Rallyeteilnehmer vor arge mathematische Probleme stellte. Die Aufgabe lautete: in den Kreisverkehr einfahren, eine komplette Runde drehen und wieder hinausfahren.

Die Alpen im Frühling, dazu tolle Oldtimer: typisch Bodensee-Klassik!

©Roman Rätzke

Bei der Ausfahrt die Bordkarte nicht vergessen. Teilnehmer, die ihre Bordkarten durch zu frühes Ausfahren aus der Wertungsprüfung verpasst hatten, mussten auf den folgenden Stationen ihre Handrücken stempeln lassen – so wie Frank B. Meyer (stellv. AUTO BILD klassik-Chefredakteur) und seine Beifahrerin Chrissie Weiss im Renault R5. Charmant beschrieb die Radiomoderatorin die Arbeitsteilung im französischen Kleinwagen mit der Startnummer 150: "Frank fährt – und ich bin schuld." Am Südufer des Bodensees ging es danach zur nächsten Wertungsprüfung in Arbon an der Uferpromenade entlang. Letzte Kontrollen und eine Prüfung fanden weiter im Landesinneren statt, der Schlussspurt nach Bregenz verlief dann rallyeuntypisch über die Autobahn, was angesichts des wenig malerischen Rheintales südlich des Bodensees nur zweckmäßig war.
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Bei kaltem Wind und leichtem Regen beginnt am Samstagmorgen die vierte Etappe in Bregenz. Schon am Start macht die Meldung die Runde, dass die Schneegrenze aufgrund des feucht-kalten Wetters den Teilnehmern möglicherweise recht nahe kommt.

Endlich Wochenende: Georg Friesch startet im Mercedes 200 Strich-Acht.

©Roman Rätzke

Unbeirrt davon zeigen sich Marcus Dreier, Juwelier aus Bad Grönenbach und einer von 75 Sinn Depot-Händlern in Deutschland (Startnummer 60, oben im Titelbild) und Ehefrau Nathalie Dreier. Sie stehen mit ihrem Porsche 912 im privaten Wettstreit mit Arno Gabel vom Team Sinn Spezialuhren (Nummer 57). Seine insgesamt dritte Rallye geht der Porsche-Fahrer engagiert an: Endresultat nach Tag 1 war der 80. Platz, nach dem zweiten Tag Platz 48. Der Mercedes von Herrn Gabel belegt allerdings Rang 32. Georg Friesch, Generalbevollmächtigter der Württembergische AG, hat heute zum ersten Mal am Steuer des Mercedes 200 mit der Startnummer 67 Platz genommen – vorher hatte ihn ein enger dienstlicher Terminplan davon abgehalten. Sein Beifahrer, Andreas Grimm, verfügt aber über viel Rallye-Erfahrung und wird "das Kind schon schaukeln".

Von Kuhflecken und Nebelbänken

Weiß gefleckt wie die lila Kuh: Auch hart an der Schneegrenze ist die Landschaft grandios.

©Roman Rätzke

Nach einer Wertungsprüfung in den engen Gassen und Feldwegen des Bregenzerwaldes bei Bizau geht es schon einmal nahe an der Talstation des Diedamskopfes vorbei, dem späteren Treffpunkt zur Mittagsrast. Doch dann steigen Höhenmeter und der Druck auf den Ohren an. Gleichzeitig nähert sich Nebel mit Hechtsuppen-Qualität auf über 800 Metern Höhe. Auf dem Hochtann-Bergpass fällt die Sichtweite unter 20 Meter, es wird sogar schwer, die grellroten und grellgelben Schilder der Audi-Wertungsprüfung am Straßenrand auszumachen. Die Straße ist frei, aber links und rechts des Asphalts haben die Weiden mehr weiße Flecken als eine lila Kuh. Nach einer Wende beim Gemeindeamt Holzgau, inklusive Wertungsprüfung und Durchfahrtskontrolle, geht es auf dem gleichen Weg zurück. Reizvoll aber: Die Rallyeteilnehmer fahren sich auf einem über 20 Kilometer langen Streckenabschnitt entgegen!

Bilder: Der dritte BKL-Rallyetag

Feines Essen in rauer Bergwelt

Hans Medele (links) mit seinem originalen 1955er Mercedes 190 SL.

©Roman Rätzke

Nächstes Ziel ist die Audi-Mittagsrast am Diedamskopf. Dort werden die zahlreichen teilnehmenden Autos auf den Parkplatz gewunken. Wir treffen Hans und Johannes Medele in ihrem Mercedes 190 SL von 1955, einem echten Schmuckstück, dessen spiegelglatter schwarzer Lack herrlich mit der neuwertigen roten Lederausstattung kontrastiert. Seit 25 Jahren besitzt er den Roadster. Stolz betont der Kfz-Meister: "Der Wagen hat die Fahrgestellnummer 5, ist also der fünfte gebaute 190er." Ein Herr kommt hinzu und bemerkt bewundernd bis staunend: "Des Auto hat mei' Vater verkauft, der war Verkäufer beim Daimler!" Schnell vertiefen sich er und Hans Medele in ein Fachgespräch. Mit der Seilbahn geht’s dann auf 2020 Meter Höhe. Im Restaurant biegen sich die Tische vor lauter Köstlichkeiten: Frisch in der Pfanne gebratener Fisch, gefüllte Kalbsbrust, Käsespätzle und vieles mehr stehen zur Auswahl. Man sollte sich allerdings nicht allzu viel Zeit zum Schlemmen lassen, denn ab 14 Uhr geht es am Fuß des Berges schon weiter zur Schlussetappe. Alles klar zum Endspurt!
Die ganze Welt des alten Blechs auf autobild-klassik.de

Von der großen Abschlussgala mit Siegerehrung im Festspielhaus Bregenz berichten wir am späten Samstagabend! Impressionen von der Rallye finden Sie wie immer oben in der Bildergalerie. Zusätzlich können Sie eine große Anzahl Bilder von den Vortagen  über Picasa downloaden – in hoher Auflösung und selbstverständlich kostenlos:

Impressionen von der BKL 2014



In gleicher Qualität stehen hier die Bilder aller Autos vom Start am Donnerstagmittag zum Download bereit: 

Alle Teams und Fahrzeuge



OPEL zf ADAC SONAX Kongresskultur Bregenz

Autoren: , Jonathan Blum

Fotos: Roman Rätzke, Roman Rätzke

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