Cabrios für Einsteiger

Peugeot 304 S Cabrio Triumph Spitfire 1500 VW 1302 LS Cabrio Peugeot 304 S Cabrio Triumph Spitfire 1500 VW 1302 LS Cabrio

Cabrios für Einsteiger

— 01.06.2010

Die kleine Freiheit

Schon damals, in den 1970er-Jahren, versprachen diese drei kleinen Cabriolets Urlaub vom Alltag. Peugeot 304 S Cabriolet, Triumph Spitfire 1500 und VW 1302 LS Cabriolet: Wie fühlen sie sich heute an?

"Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Alle Ängste, alle Sor­gen, sagt man, blieben darunter verborgen, und dann ... " Als Reinhard Mey 1974 seinen berühmtesten Liedtext schrieb, waren unsere drei Cabrio-Klassi­ker beinahe noch jungfräulich. Niemand musste sich hoch in die Lüfte schwingen, um ein biss­chen Freiheit zu genießen. Ein offenes, volkstümliches Auto reichte zum kleinen Glück. Heu­te sind sie selten geworden, die Cabrios von damals, aber längst nicht unerreichbar. Und Freude bringen sie immer noch. Auf dem Weg zur Arbeit, zum Supermarkt, am Wochenende. Hier. Unter den Wolken. Oder noch besser: unter der Sonne.

Offen für die Zukunft: Cabrios und Roadster ohne Wertverlust

Wer sagt eigentlich, es gibt keine schönen 70er-Jahre-Cabrios? Alles nur eine Frage der persönlichen Vorlieben.

Der Peugeot 304 S – ein offener Franzose für zwei im italieni­schen Maßanzug des Turiner Designateliers Pininfarina. Das schneiderte bereits in den frühen 60er-Jahren die Blechkleider für die französische Marke. Genau genommen ist das 304 Cabrio übrigens nur ein Facelift des offenen 204. Erkennbar ist der Neue an den Peugeot-typi­schen trapezförmigen Schein­werfern. Die kamen 1968 zuerst mit dem neuen 504 ins Spiel und lassen das 304 Cabriolet irritie­rend ernsthaft und erwachsen aussehen. Solche Ideen sind dem Tri­umph Spitfire fremd. Selbst noch in seiner letzten Evolutionsstufe namens 1500 (1974-1980). Der kleine Hitz­kopf misst zwischen den Stoß­stangen gerade mal 3,78 Meter und ist das Fliegengewicht im Vergleich: Schlanke 790 Kilo­gramm bringt er auf die Waage – kein Gramm mehr. Da stellt sich die Frage: Ist der kleine Eng­länder etwa aus Pappe gefaltet, Origami aus Großbritannien?

Kauftipps: Cabrio-Klassiker bis 10.000 Euro

Über diesen Verdacht ist Num­mer drei erhaben: Ein VW 1302 Cabriolet – ein geerdeter und so­lider Typ für Offenfahrer, die ih­ren Spaß gern teilen. Im Käfer finden vier fröhliche Passagiere einen Platz unter der Sonne. Und doch durfte dieser offene Käfer nur zwei Sommer lang von den Bändern krabbeln. Dann wurde er abgelöst – vom 1303 mit ge­wölbter Scheibe und viel Platz für lange Nasen. So unterschiedlich unsere drei Cabriolets auf den ersten Blick auch scheinen, ihre Gemeinsam­keit ist stärker, viel stärker als al­les, was sie auf den ersten Blick trennt: der Spaß am offenen Fah­ren nämlich. Die Sonne scheint, Haare flat­tern im Wind, vor uns liegt die kleine Freiheit, ein Urlaub zwi­schendurch, und dann ... "wird, was uns groß und wich­tig erscheint, plötzlich nichtig und klein".

Autor: Andreas Borchmann

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