Citroën CX

Citroën CX: Gebrauchtwagen

— 31.01.2011

Oft in der Werkstatt und rostanfällig

AUTO BILD-Archiv-Artikel 06/1987: Fahrer des Citroën CX müssen leidensfähig sein. Ihr Auto ist nämlich ein oft, aber nicht gern gesehener Gast bei den Mechanikern. Denn auch den Schraubern graut vor ihm.

Die Citroën-Flaggschiffe standen in den ersten Jahren tatsächlich mehr in der Werkstatt, als dass sie sich mit eigener Kraft über die Straßen bewegten. Dabei waren es oftmals nur Kleinigkeiten, die den CX-Fahrer an den Rand der Verzweiflung trieben. Sei es, dass sich ein Kabelstecker gelöst hatte, ein blockiertes Schaltgestänge die Weiterfahrt verhinderte oder aber ein hakendes Türschloss den Einstieg verwehrte. Hinzu kommt auch heute noch, dass die Technik der französischen Limousinen in vielerlei Hinsicht von der Automobilnorm abweicht. Und das macht es den Mechanikern nicht gerade leicht, einen Fehler zu finden und zu beheben.

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Mehr noch: Viele markenunabhängige Werkstätten lehnen dankend ab, an ein CX-Modell überhaupt Hand anzulegen. Selbst im eigenen Händlernetz zucken die Mechaniker zusammen, wenn der Auftrag lautet: Bitte eine neue Kupplung in meinem CX. Und im umgekehrten Fall zucken die CX-Fahrer zusammen, wenn ihnen hinterher die Rechnung für die Reparatur präsentiert wird. Nach dem Motto: Es war eben schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben. Das soll nicht heißen, dass die große individuelle französische Limousine grundsätzlich reparaturanfälliger ist als andere Autos.

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Die hydropneumatische Federung, die Citroën bereits 1954 eingeführt hat, gilt trotz ihrer komplizierten und aufwendigen Technik als weitestgehend unverwüstlich. Dennoch gibt es typische Schwachstellen, die der Kaufinteressent eines gebrauchten CX-Modells kennen sollte. So lassen CX-Fans die Finger von älteren 2,2- und 2,4-Liter-Modellen in der Benzinversion. Denn diese Motoren neigen im Sommer zur Überhitzung und fallen kurze Zeit später mit durchgebrannter Zylinderkopfdichtung aus. Erst durch ein verbessertes Kühlsystem wurde die Schwäche Anfang der 80er-Jahre behoben.

Korrosion-Explosion

Wer also auf Nummer Sicher gehen will, sollte sich einzig nach CX-Modellen umsehen, die nicht älter als sechs Jahre sind. Empfehlenswert sind vor allem die beiden Diesel-Versionen, die mit guter Laufkultur und langem Leben aufwarten. Als solide und sparsam hat sich auch der Zweiliter-Benziner erwiesen, den Citroën-Kenner den hubraumstärkeren Varianten vorziehen. Ab dem vierten Lebensjahr leiden CX-Modelle unter starkem Rostbefall. Daran hat auch die Anfang 1980 eingeführte Rostvorsorge der Franzosen nicht viel geändert. Gefährdet sind vor allem die Radausschnitte der Kotflügel, die Türunterkanten sowie die Einstiege und der Auspuff.

Auch die Bremsanlage bleibt von der braunen Pest nicht verschont. Vor allem mit der Handbremse und den Bremsleitungen bekommen die CX-Modelle beim TÜV regelmäßig Probleme. Fazit: Der Kauf eines gebrauchten CX lohnt in der Regel nur dann, wenn sich der scheckheftgepflegte Wagen in tadellosem Zustand präsentiert. Lassen Sie sich auf keinen Fall durch den günstigen Preis blenden. Denn Citroën CX-Modelle werden nicht umsonst so preiswert angeboten. Sie gelten bei Gebrauchtwagenhändlern selbst in exzellentem Zustand ab einem bestimmten Alter als nahezu unverkäuflich. Gesamturteil: nicht empfehlenswert

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