Klassische Sportwagen mit Spaßbremse

DeLorean, Corvette und Co: Klassiker mit Defiziten

— 04.05.2017

Sportwagen mit Spaßbremse

Diese Modelle nennen sich Sportwagen, haben aber nicht das Zeug dazu. AUTO BILD zeigt die Mogelpackungen unter den sportlichen Klassikern!

Video: Chevrolet Corvette

Made in USA

Viele Klassiker sind eher Mogelpackung als Sportwagen. Die Formen sind zwar hinreißend, aber es fehlt an Power – oder an einem Fahrwerk, das für hohe Kurvengeschwindigkeiten ausgelegt ist. Die allererste Chevrolet Corvette ist so ein Auto, das zwar zwar eine Sportwagenlegende begründete, aus technischer Sicht aber zu Unrecht. Auf den ersten Blick hatte die schneeweiße US-Amerikanerin bei ihrem Debüt 1953 alles, um die Welt im Sturm zu erobern. Sogar die Umstände waren ihr gewogen: Die wohlhabender werdenden US-Kunden verlangten nach Roadstern. Und Design-Legende Harley Earl zeichnete Chevrolet einen wunderschönen Zweisitzer, der den Geschmack der Zeit exakt traf. Dumm nur, dass Chevrolet diesem Traumwagen einen gerade mal 145 PS starken, langhubigen 3,8-Liter-Reihensechszylinder unter die Haube packte und diesen auch noch mit einer lahmen Zweigang-Automatik und einer blattgefederten Starrachse hinten kombinierte. Kraftvoll und spritzig fuhr sich da in den Augen der potenziellen amerikanischen Kunden vor allem die Konkurrenz.

Gebrauchtwagensuche: Sportwagen

Stadtauto für zwei mit "eisernem Herzog"

Der Pontiac Fiero sieht heiß aus, fährt aber ziemlich lau. Das hat ihm keinen Erfolg beschert.

Gleicher Konzern, anderes Auto: Der Pontiac Fiero sollte ein cooler Flitzer für die Stadt werden, ökonomisch und bezahlbar. Eigentlich kein schlechter Plan. Doch aus Gründen der Wirtschaftlichkeit bekam der Fiero unter anderem den "Iron Duke" (dt. eiserner Herzog) genannten 2,5-Liter-Vierzylinder (90 PS) der GM-Tochter eingepflanzt. Dieses kraftlose, rappelige Aggregat verschaffte dem Pontiac in Zusammenarbeit mit der aus der kreuzbraven Chevette entliehenen Vorderradaufhängung mehr Spott als Käufer. Das ist für sich allein schon bedauerlich. Schlimmer macht es die Tatsache, dass nur ein paar Jahre vorher Opel, eine andere GM-Tochter, mit dem ersten GT gezeigt hatte, wie man aus Großserientechnik ein heißes Spaßgerät zaubert.

Reportage: Mädchen restauriert Pontiac Fiero

Kathryn DiMario schraubt an einem Pontiac Fiero

In der Zukunft und in der Realität

Coole Zeitmaschine im Kino-Kracher "Zurück in die Zukunft": So ist der DeLorean DMC-12 berühmt geworden.

Der DeLorean DMC-12 sah extrem futuristisch aus, als er ab 1981 in Nordirland gebaut wurde. Auf der Straße war es mit dem Übermorgen nicht weit her: Unter der Haube schlummerte der schwächelnde 132-PS-V6 aus einer Kooperation von Renault, Peugeot und Volvo. Dazu kamen das schwer einstellbare Schaltgestänge, hartnäckige Probleme mit den Flügeltüren und Macken wie der eigenwillige Trägheitsschalter der Kraftstoffpumpe, der das Auto gerne mal grundlos lahmlegte. Alles in allem war die silberne Flunder also ein Fahrzeug für Geduldige. Erst die Nebenrolle in Robert Zemeckis Kino-Trilogie "Zurück in die Zukunft" verschaffte dem DMC-12 seinen Kultfaktor. In der Bildergalerie zeigt AUTO BILD Sportwagen, die diese Bezeichnung nicht verdienen!

Klassische Sportwagen mit Spaßbremse


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