Ferrari LM 250 erlöst zehn Millionen Dollar

Ferrari 250 LM by Scaglietti (1964) Ferrari 250 LM by Scaglietti (1964) Ferrari 250 LM by Scaglietti (1964)

Ferrari 250 LM für fast zehn Millionen Dollar versteigert

— 23.01.2015

Die teuersten Ferrari

Ein Ferrari 250 LM by Scaglietti hat bei einer Auktion 9,625 Millionen US-Dollar eingebracht. Teuer, aber nicht der teuerste Ferrari weltweit.

Das Heck eines Ferrari-Klassikers: Rundleuchten und vier erstaunlich dezente Auspuffrohre.

Gleich Anfang Januar 2015 ging bei einer Auktion in Scottsdale/Arizona ein Ferrari 250 LM by Scaglietti für knapp zehn Millionen Dollar über den Tisch. Genau 9,625 Millionen US-Dollar zahlte ein unbekannter Sammler für den Boliden mit einer sehr bewegten Historie, die Auktionär RM Auctions aber lückenlos dokumentiert. Damit blieb der Ferrari sogar ein wenig hinter den Erwartungen zurück, denn Experten hatten sogar einen Erlös von bis zu 12,5 Millionen Dollar prognostiziert.

Zwischenzeitlich mit Porsche-Chassis

Der V12-Mittelmotor mit Alu-Block holt aus 3,3 Litern Hubraum 320 PS.

Das Auktionsauto mit der Chassisnummer 5899 ist das neunte von insgesamt 32 produzierten Exemplaren und wurde im Juli 1964 an den Schweizer Privatrennstall von Georges Filipinetti aus Genf übergeben. 64.200 Schweizer Franken zahlte Filipinetti für den Boliden mit 320 PS aus einem 3,3-Liter-V12-Mittelmotor, die Kräfte überträgt ein manuelles Fünfgang-Getriebe. Bereits bei seinen ersten Renneinsätzen fuhr der Italiener die erhofften Erfolge ein, wurde aber trotzdem an einen Schweizer Hobbyrennfahrer verkauft. Der zerlegte den 250 LM 1965 bei einem Bergrennen und wurde dann als Unfallauto an den Schweizer Hans Illert verkauft. Dem war die Restaurierung der teuren Alu-Karosserie zu teuer und so schraubte er kurzerhand die Kunststoffhaut eines Porsche 906 auf den Rahmen. So ging der Ferrari vier Jahre lang als "Illert LM-P" erfolgreich an den Start. Nach einem zweiten Unfall 1970 dauerte es sieben Jahre, bis der Ferrari wieder ein Original-Chassis bekam.

Jochen Rindt saß am Steuer

Ziemlich nackt: Wenige Rundinstrumente, Rennschalen und Holzlenkrad reichen dem Rennwagen.

Der britische Popstar Eric Stewart von der Band "10CC" ("Dreadlock Holidays", "I'm not in love") kaufte den 250 LM, ließ ihn vier Jahre lang restaurieren, um ihn kurz darauf zu veräußern. In der Liste der Besitzer finden sich weitere illustre Namen wie Paul Schouwenburg, Lord Irvine Laidlaw, Federico Della Noce und Henri-Louis Maunoir, Rennsportlegenden wie Jochen Rindt haben am Steuer gesessen. Der Bolide mit blau belederten Rennschalen hat nicht zuletzt wegen des vorhandenen Originalmotors ein Zertifikat von Ferrari Classiche und war auch Teil der Ausstellung in der Galeria Ferrari. Mehr Bilder des versteigerten Ferrari 250 LM und von den teuersten Ferrari überhaupt finden Sie in der Galerie!

Ferrari 250 LM für fast zehn Millionen Dollar versteigert

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